Mehrheitswahlrecht


Nur einer gewinnt



Beim Mehrheitswahlrecht wird derjenige gewählt, der die erforderliche Mehrheit der Stimmen erhalten hat. Alle Stimmen, die nicht für den Sieger abgegeben wurden, haben keine Bedeutung. Beim Mehrheitswahlrecht kann immer nur einer gewinnen.

Parlamentswahlen



Das Mehrheitswahlrecht wird in manchen Ländern auch bei Wahlen zum Parlament angewandt. Dann gilt: Derjenige Kandidat oder diejenige Kandidatin, welche die meisten Stimmen in ihrem Wahlkreis bekommen hat, ist gewählt. Sie erhält auf diese Weise ein sogenanntes Direktmandat. Sie ist dann für eine gewisse Zeit Vertreterin ihres Wahlkreises im Parlament. Das relative Mehrheitswahlrecht wird zum Beispiel bei den Parlamentswahlen in den USA und in Großbritannien angewandt. Das absolute Mehrheitswahlrecht gilt in Frankreich und in Australien. In Deutschland gibt es bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag eine Mischung aus Mehrheitswahlrecht (bei der Wahl des Direktkandidaten mit der Erststimme) und Verhältniswahlrecht (bei der Wahl einer Partei mit der Zweitstimme).


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2018.



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