Rechtsprechung

Ein Richter liest Akten.Ein Richter liest Akten. (© picture alliance / Robert B. Fishman)
In einem demokratischen Rechtsstaat müssen sich die Menschen darauf verlassen können, dass die Gesetze für alle gelten und dass der Staat dafür sorgt, dass die Gesetze auch eingehalten werden. Darum kümmern sich unabhängige Richterinnen und Richter, die in Streitfällen entscheiden. So wird sichergestellt, dass die Menschen nicht nach eigenem Gefühl und ohne Rücksicht auf die geltenden Gesetze ihre
Eine Statue der Justitia (Gerechtigkeit) steht In Ulm vor dem Landgericht. Die Waage ist Ausdruck dafür, dass es zur Gerechtigkeit gehört, die Sachlage genau zu prüfen.Eine Statue der Justitia (Gerechtigkeit) steht In Ulm vor dem Landgericht. Die Waage ist Ausdruck dafür, dass es zur Gerechtigkeit gehört, die Sachlage genau zu prüfen. (© picture alliance/dpa)
Streitfälle entscheiden. Dies wäre Selbstjustiz. Und weil Selbstjustiz zu einem großen Chaos führen würde, in dem jeder gegen jeden vorgeht, ist sie in modernen Staaten wie unserem strikt verboten. Die Rechtsprechung ist in einem demokratischen Staat, in dem die Gewaltenteilung herrscht, die "Dritte Gewalt" neben Legislative und Exekutive. Oftmals spricht man auch von "Justiz" oder "rechtsprechender Gewalt" oder "Judikative", wenn man die Rechtsprechung meint.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2017.




 

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