Senat

Der Begriff kommt vom lateinischen „senatus“ und heißt übersetzt „Rat der Alten“. Im Römischen Reich war das eine Versammlung von Beratern, die großen Einfluss auf die Leitung und Politik des Staates hatte. Die Senatoren waren meistens Adelige und wurden auf Lebenszeit von den Herrschern ernannt. Auch heute gibt es Senate. In Deutschland bezeichnet man beispielsweise die Regierungen der Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen als „Senat“, ihre Mitglieder heißen "Senatoren". Auch bei den Oberlandesgerichten oder dem Bundesverfassungsgericht gibt es Senate. Diesen Senaten gehören Richter und Richterinnen an, die bestimmte Zuständigkeiten haben. Als „Akademischer Senat“ wird oft die Leitung einer Universität bezeichnet.
Auch in manchen Parlamenten gibt es einen Senat. In den USA beispielsweise ist der Senat neben dem Repräsentantenhaus ein Teil des Kongresses (so heißt das amerikanische Parlament). Der Senat ist dort die Vertretung der amerikanischen Bundesstaaten, die jeweils mit zwei Senatoren (Abgeordneten) im Kongress vertreten sind.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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