Skinheads

Jugendliche, vor allem junge Männer mit kurz geschorenen Haaren oder Glatze, habt ihr bestimmt schon auf der Straße gesehen. Wenn sie auch noch "Rangers", also schwere Arbeiterstiefel mit Stahlkappen, Bomberjacken oder Tarnanzüge tragen, gehören sie sehr wahrscheinlich zu einer Gruppe von Skinheads (das ist ein englisches Wort, das genau übersetzt „Hautköpfe“, also "Glatzen" bedeutet). Solche Gruppen sah man in England erstmals 1970, oft in den Stadtvierteln der Arbeiter, wo die Menschen kaum Arbeit fanden, kein Geld und wenig Chancen auf eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse hatten. Durch ihr besonderes Aussehen wollten und wollen sich diese jungen Leute von anderen unterscheiden und auf diese Weise gegen die Gesellschaft, die ihnen ihrer Ansicht nach keine Chance gibt, protestieren. Sie betrachten sich als besonders „männlich“, fühlen sich nur in der Gruppe stark. Sie haben sich mittlerweile in ganz verschiedene Gruppen geteilt. Da gibt es diejenigen, die sich wie früher als Vertreter der Arbeiter und ihrer schlechten Lebenssituation fühlen. Da gibt es auch solche, die es „cool“ finden, "Skin" zu sein, die das wie eine Mode sehen. Und es gibt schließlich rechtsradikale und rechtsextreme Skinheads. Diese rechten Skins sind gegen Ausländer und bereit, mit Gewalt gegen Fremde vorzugehen. Viele von ihnen sind Neonazis und faschistisch eingestellt und rufen entsprechende Parolen bei Aufmärschen und Versammlungen. Man kann sie meistens von den anderen Skingruppen an ihren Symbolen und Tattoos (Hakenkreuz, SS-Zeichen, germanische Runen, Adler und Ähnlichem) unterscheiden.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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