Staatsverschuldung

Die wichtigsten Einnahmen eines Staates stammen aus den Steuern, die die Bürger und die Unternehmen bezahlen. Aber meist reicht dieses Geld nicht aus, um alle Ausgaben, die ein Staat hat, zu bezahlen. Dann muss dieser Staat, wie jeder private Haushalt auch, der mehr Geld braucht als er hat, Kredite bei der Bank aufnehmen. Solche Kredite sind zum Beispiel Staatsanleihen. Das heißt, der Staat verkauft sogenannte Anleihen. Denjenigen, die die Anleihen kaufen, schuldet der Staat dann das Geld, das für die Anleihen bezahlt wurde. Dieses Geld muss der Staat mit Zinsen zurückzahlen. Im Laufe der vergangenen Jahre hat die Bundesrepublik Deutschland einen sehr hohen Schuldenberg angehäuft, der noch ständig wächst. Das ist problematisch, denn bereits die Zinsen, die der Staat für das geliehene Geld jährlich zahlen muss, mindern das Geld, das der Staat für seine Aufgaben braucht. Um dem entgegen zu wirken, hat man in Deutschland 2009 per Gesetz eine Schuldenbremse eingeführt. Sie soll helfen, die Staatsverschuldung nicht weiter wachsen zu lassen und sie nach und nach abzutragen.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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