Standesamt

Ein Hochzeitspaar vor dem StandesamtEin Hochzeitspaar vor dem Standesamt (© picture-alliance / ZB)
Es gibt im Deutschen den Ausdruck „Zum Standesamt gehen“. Damit ist gemeint, dass ein Paar heiraten möchte. Die beiden Menschen wollen eine Ehe schließen und das soll „amtlich“ besiegelt werden. Das geschieht durch das Standesamt. Dies ist die Behörde, die die Eheschließung beurkundet. Eine Standesbeamtin oder ein Standesbeamter nimmt die Trauung vor, zumeist in einem etwas festlicher eingerichteten Zimmer als es die anderen Amtsstuben im Rathaus sind. Im Anschluss an die Eheschließung erhält das Paar ein Familienbuch, in dem alle Veränderungen des Familienstandes festgehalten werden. In diesem Familienbuch, das auch „Stammbuch“ genannt wird, findet man die Heiratsurkunde und Einträge zu allen Geburten und Todesfällen in der Familie,
Im Standesamt werden neben den Eheschließungen auch Geburten und Todesfälle amtlich vermerkt. In sogenannten Personenstandsbüchern findet man alle Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle in einer Stadt oder Gemeinde.
Was ist der Grund, dass diese Ereignisse amtlich beurkundet werden? Eheschließungen, Geburten und Todesfälle haben eine große Bedeutung für die Menschen und die Gesellschaft insgesamt. Der Staat möchte deshalb, dass diese Angaben korrekt und verlässlich festgehalten werden.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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