Subvention


Finanzielle Unterstützung



Ein Stadttheater oder eine Oper kann nicht nur durch den Verkauf von Eintrittskarten finanziert werden. Diese Gelder würden nicht reichen, das Theater wäre also bald pleite. Daher wird es von der Stadt unterstützt. Die Stadt ist nämlich daran interessiert, dass es solche Kultureinrichtungen gibt. Diese Unterstützung nennt man "Subvention" (vom lateinischen Wort "subvenire", was auf Deutsch "zur Hilfe kommen", "beistehen" heißt).

Staatliche Unterstützung



Der Staat gibt auch finanzielle Leistungen an Unternehmen, an Wirtschaftszweige oder an besonders bedürftige Regionen, ohne dafür eine direkte Gegenleistung zu erhalten. Diese Subventionen können direkte finanzielle Leistungen sein, aber auch indirekte Hilfen wie zum Beispiel Steuervergünstigungen. Meistens sind solche Unterstützungen an bestimmte Bedingungen gebunden (man spricht auch von "Auflagen"). Zum Beispiel sollen Umweltschädigungen vermieden werden oder die staatliche Subvention soll helfen, in einer armen Gegend Industriebetriebe anzusiedeln, um dort Arbeitsplätze zu schaffen. Man hofft, dass sich auf längere Sicht gesehen Subventionen lohnen und die Wirtschaft sich positiv entwickelt. In Deutschland sind die Hauptempfänger von Subventionen die Landwirtschaft, der Kohlenbergbau, die Werften und der Wohnungsbau. Diese Unterstützungen werden vom Staat, von den Ländern oder den Kommunen vergeben. Auch die Europäische Union unterstützt mit Subventionen weniger entwickelte Länder der Gemeinschaft.
Illustration: SubventionIllustration: Subvention (© Stefan Eling)


Subventionsabbau



In letzter Zeit hört und liest man öfters das Wort „Subventionsabbau“. Es bedeutet, dass die finanzielle Unterstützung gekürzt oder sogar ganz gestrichen wird. Die Gründe sind unterschiedlich, zumeist erfolgt der Subventionsabbau wegen schlechter Haushaltslage, mangelnder Finanzen des Staates, der Bundesländer und der Gemeinden. Das Stadttheater oder die Oper, von denen oben die Rede war, müssen also in Zukunft vielleicht mit weniger Geld auskommen.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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