Visum

Illustration: Visum. Man sieht einen Koffer und einen Stempel.Illustration: Visum. Man sieht einen Koffer und einen Stempel. (© Stefan Eling)
Im Lateinischen bedeutet das Wort „Gesehenes“. Man bezeichnet damit einen amtlichen „Sichtvermerk“ in einem Reisepass. Ein solcher Stempel wird für die Einreise in viele Länder gebraucht. Er zeigt, dass die Einreise genehmigt ist. Eine Botschaft oder eine andere Vertretung (Konsulat) des Landes, in das man reisen möchte, stellt ein solches Einreisevisum aus. Manchmal kann man das Visum auch direkt an der Grenze bekommen. Die Länder, die ein Visum für die Einreise verlangen, kontrollieren auf diese Weise, wie viele Reisende das Land besuchen. Einige Staaten verlangen von den eigenen Bürgern und Bürgerinnen Ausreisevisa, wenn sie das Land verlassen wollen. (Man sagt auch Ausreisevisen, das ist beides die Mehrzahl von "Visum".) Damit soll verhindert werden, dass zu viele Menschen ihrer Heimat den Rücken kehren. In Deutschland während des Nationalsozialismus oder in den früheren kommunistischen Ländern wurden beispielsweise solche Ausreisevisa verlangt. Heutzutage gehören China oder auch Kuba zu den Staaten, deren Bürger Ausreisevisen beantragen müssen, wenn sie woandershin reisen wollen.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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