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Doktorarbeit


Wissenschaftliche Arbeit



Eine Doktorarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit. Wer eine solche Arbeit geschrieben hat, ist danach "Frau Doktor" oder "Herr Doktor". In einer Doktorarbeit, die man auch "Dissertation" nennt, bearbeitet man Fragen aus dem Fach, das man studiert hat. Das kann etwas aus der Medizin sein, aber auch aus ganz anderen Bereichen. Wichtig ist, dass man in einer Doktorarbeit neue Erkenntnisse für die Wissenschaft gewinnt. Zwei Beispiele: Jemand hat englische Geschichte studiert. In seiner Doktorarbeit untersucht er die Geschichte von Gesundheit und Krankheit in einer englischen Stadt im 19. Jahrhundert. Oder eine Apothekerin erforscht die Wirkung von bestimmten Medikamenten in der Krebsforschung.
Bei manchen besonderen Feiern in der Universität tragen Doktorinnen und Doktoren einen Doktorhut und einen Talar. Das ist eine Art Mantel, der über der normalen Kleidung getragen wird.Bei manchen besonderen Feiern in der Universität tragen Doktorinnen und Doktoren einen Doktorhut und einen Talar. Das ist eine Art Mantel, der über der normalen Kleidung getragen wird. (© picture alliance / ZB)


Man braucht oft viel Zeit dazu



Eine Doktorarbeit zu schreiben, dauert oft mehrere Jahre. Wenn sie fertig ist, wird sie von Professor/innen geprüft. Danach findet meistens eine mündliche Prüfung statt, das „Rigorosum“. Die Arbeit muss dann noch veröffentlicht werden, so dass sie jeder lesen kann.Danach hat man sich den Doktortitel erworben. Das heißt, dass man sich dann „Frau Doktor“ oder „Herr Doktor“ nennen darf. In Briefen findet man häufig auch die Abkürzung „Dr.“

Nicht alle Ärzte sind Frau Doktor oder Herr Doktor



Oft denken die Menschen, dass alle Ärzte automatisch Herr oder Frau Doktor sind. Das stimmt aber nicht. "Doktor" ist man erst dann, wenn man eine Doktorarbeit geschrieben haben. Nicht alle Ärzte schreiben eine Doktorarbeit. Um ein guter Arzt oder eine gute Ärztin zu sein, braucht man aber auch keinen Doktortitel.
Eine Ausgabe der Doktorarbeit von Angela Merkel in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt.Eine Ausgabe der Doktorarbeit von Angela Merkel in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt. (© picture-alliance / dpa)


Strenge Regeln



Bei der Anfertigung einer Doktorarbeit müssen strenge wissenschaftliche Regeln beachtet werden. Ganz wichtig ist, dass man genau kennzeichnet, wo man Erkenntnisse von anderen Forscher/innen in seiner Arbeit nutzt. Wer das nicht tut, sondern Forschungsergebnisse von anderen Personen als eigene Ergebnisse ausgibt, handelt gegen die Vorschriften. Das kann dazu führen, dass die Doktorarbeit von der Universität nicht angenommen wird. Wenn ein solcher Verstoß erst später entdeckt wird, kann es dazu führen, dass der Doktortitel weggenommen wird.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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