Lohndumping

Wenn es um sehr niedrige Löhne geht, spricht man oft von "Lohndumping" (man spricht es aus wie "Damping"). Aber nicht jeder niedrige Lohn ist auch Lohndumping. Es gibt niedrige Löhne, die zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern tariflich vereinbart wurden, bei denen die Arbeitnehmer nirgendwo viel verdienen. Bei "Lohndumping" geht es dagegen um Löhne, die unter dem ortsüblichen Lohn für eine Arbeit liegen. Bei Lohndumping ist es oft so, dass der Arbeitnehmer von seiner Arbeit nicht leben kann. Ein Beispiel: in einer Stadt ist es üblich, dass für Kellnerinnen und Kellner etwa 10 Euro pro Stunde gezahlt wird. Wenn ein Arbeitgeber seinen Angestellten nur 6 Euro zahlen würde, wäre das Lohndumping.
Um Lohndumping zu verhindern, hat die Bundesregierung den Mindestlohn beschlossen. Danach gilt – mit sehr wenigen Ausnahmen – dass jede/r Arbeitnehmer/in mindestens 8,50 Euro pro Stunde verdienen muss.
Übrigens: Der englische Begriff „Dumping“ heißt soviel wie „schuttabladen, verschleudern“.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2017.




 

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