Entspannungspolitik


Begriffserklärung



Mit „Entspannungspolitik“ bezeichnet man einen Zeitabschnitt während des Kalten Krieges. Ab Ende der 1960er Jahre kamen sich die USA und die Sowjetunion sowie ihre jeweiligen Verbündeten politisch etwas näher. Man wollte trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen, dass die Staaten friedlich zusammenleben können. Anfang der 1980er Jahre nahmen die Spannungen zwischen USA und der Sowjetunion wieder zu.
Wege zur Entspannung
Durch gemeinsame Gespräche und Verhandlungen wollten die feindlichen Mächte gegenseitiges Vertrauen entwickeln. Wirtschaftliche Zusammenarbeit und eine Begrenzung der Rüstung sollte dieses Vertrauen stärken.


KSZE



Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) war der Höhepunkt der Entspannungspolitik. In der KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 verpflichteten sich die Staaten, die Grenzen anderer Staaten zu achten und Streitfälle friedlich zu lösen. Außerdem versprachen sie, die Menschenrechte zu wahren und sich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen.

Bundesrepublik Deutschland und DDR



Für Deutschland brachte die Entspannungspolitik viele Veränderungen. Die Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu den sozialistischen Staaten in Osteuropa wurden verbessert. Zum ersten Mal schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die DDR einen gemeinsamen Vertrag. Darin versprachen sie, sich um gute nachbarschaftliche Beziehungen kümmern zu wollen. Außerdem wollten sie den jeweils anderen Staat respektieren.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



Lexika-Suche

Online-Angebot

Wir waren so frei - im Unterricht

Umbruchszeit 1989/1990 - hier finden Sie Unterrichtsmaterialien zu privaten Filmen, Fotos und Erinnerungen jenseits der offiziellen Berichterstattung mit umfangreichen Arbeits- und Informationsmaterialien für den Online- und Offline-Unterricht.

Mehr lesen auf unterricht.wir-waren-so-frei.de