Versailler Vertrag


Friedensvertrag nach dem Ersten Weltkrieg



Als "Versailler Vertrag" wird der Friedensvertrag bezeichnet, der nach dem Ersten Weltkrieg zwischen den Siegern Frankreich, USA, Großbritannien und Italien sowie dem besiegten Deutschen Reich geschlossen wurde. Er wurde im Pariser Vorort Versailles unterschrieben. Das Deutsche Reich verlor ein Siebtel seiner Fläche und zehn Prozent seiner Bevölkerung. Auch alle Kolonien gingen verloren. Außerdem mussten sogenannte Reparationen gezahlt werden. Das Deutsche Reich musste außerdem seine Armee stark verkleinern.

Deutschland musste den Vertrag akzeptieren



Deutschland durfte nicht an den Verhandlungen über den Vertrag teilnehmen, musste ihn aber annehmen. Weil dem Deutschen Reich die alleinige Schuld am Krieg zugewiesen wurde, lehnten viele Parteien und Menschen in Deutschland den Versailler Vertrag ab. Für die demokratische Weimarer Republik stellte der Friedensvertrag eine große Belastung dar. Die Gegner der Republik warfen den demokratischen Politikern vor, deutsche Interessen verraten zu haben, weil sie den Vertrag unterzeichnet hatten.

Lehren aus dem Vertrag
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von den Siegermächten immer wieder gesagt, dass man viele Fehler, die mit dem Versailler Vertrag gemacht wurden, nicht wiederholen wolle.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2018.




 

Lexika-Suche

Online-Angebot

Wir waren so frei - im Unterricht

Umbruchszeit 1989/1990 - hier finden Sie Unterrichtsmaterialien zu privaten Filmen, Fotos und Erinnerungen jenseits der offiziellen Berichterstattung mit umfangreichen Arbeits- und Informationsmaterialien für den Online- und Offline-Unterricht. Weiter...