Eidesstattliche Versicherung/ Eidesstattliche Erklärung


Die Glaubwürdigkeit betonen



Menschen verlassen sich in der Regel darauf, dass man ehrlich miteinander ist und sich nicht belügt. Nicht immer aber kann man sich darauf verlassen, dass jemand die Wahrheit sagt. Um die Wahrheit einer Aussage besonders zu bekräftigen, kann man eine eidesstattliche Versicherung abgeben. Die Aussage erhält dadurch zusätzliche Glaubwürdigkeit. Eidesstattliche Erklärungen geben Menschen ab, die wegen zu großer Schulden Auskunft über ihren Besitz geben müssen. Auch Zeugen vor Gericht können um eine eidesstattliche Versicherung gebeten werden. Damit soll die Glaubwürdigkeit der Zeugen gestärkt werden. Auch bei Wahlen spielt die eidesstattliche Erklärung eine Rolle: Bei der Briefwahl muss man eine eidesstattliche Erklärung unterschreiben, dass der Stimmzettel persönlich ausgefüllt wurde. Auch bei größeren schriftlichen Prüfungsarbeiten an Universitäten (Bachelorarbeit, Masterarbeit) müssen Autorin oder Autor eidesstattlich versichern, dass korrekt gearbeitet und nicht bei anderen Arbeiten abgeschrieben wurde.

Falsche Versicherung: Straftat



Eine eidesstattliche Versicherung wird gegenüber einer offiziellen Stelle abgegeben. Welche Bedeutung die eidesstattliche Versicherung hat, sieht man daran, dass eine falsche eidesstattliche Versicherung eine Straftat ist. Wer eine solche falsche Aussage macht, kann mit einer Geldstrafe oder sogar mit Gefängnis bestraft werden.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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