Rosenkranz

, eine Schnur mit aufgereihten Perlen, an denen sich die Zahl zu sprechender Gebete kontrollieren lässt, vermutlich in­dischen Ursprungs. Der islam. R. besteht aus 99, seltener 33 oder 1000 Zählperlen. U. a. aus Türkis, Korallen, Bernstein, heute auch Plastik gefertigt, dient er außerhalb der Pflichtgebete (Gebet) zum Lobpreis Gottes. Beim Abzählen der Perlen werden je einmal die Formeln «Preis sei Gott!», «Lob sei Gott!», «Gott ist groß!» oder die 99 schönsten Namen Gottes (Gottesnamen) rezitiert. In Dhikr-­Übungen der Sufis, als Amulett, Opfergabe oder zum Wahrsagen wird der R. aufgrund der ihm innewohnenden Segenskraft gerne gebraucht. Männer tragen ihn häufig als Schmuck.

Literatur:
Venzlaff, H.: Der islamische Rosenkranz, 1985.

Autor/Autorinnen:
Katharina Boehm, M. A., Bamberg, Arabistik


Quelle: Elger, Ralf/Friederike Stolleis (Hg.): Kleines Islam-Lexikon. Geschichte - Alltag - Kultur. München: 6., aktualisierte und erweiterte Auflage 2018.



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