Beschaffung

Einkauf, Beschaffungsmärkten, Beschaffungskosten

diejenigen Tätigkeiten eines Unternehmens, die darauf gerichtet sind, alle für die Leistungserstellung notwendigen Produktionsfaktoren zu erlangen und bereitzustellen. Im weiteren Sinn zählen zur Beschaffung Material, Anlagegüter (Betriebsmittel), Arbeitskräfte, Kapital, Dienstleistungen (Steuer- und Betriebsberatung, Schulung), Rechte, externe Informationen, im engeren Sinn allerdings nur Sachgüter (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Halbfabrikate) und Dienstleistungen (einschließlich Rechte und Informationen). In der Praxis werden die Begriffe Beschaffung und Einkauf gleichbedeutend verwendet, über die Beschaffung hinaus geht die Materialwirtschaft (siehe dort).

Zur Beschaffung gehören die folgenden Tätigkeiten: 1) Bedarfsermittlung, bestimmt durch Kundenaufträge und Lagerbestand, 2) Bezugsquellenermittlung durch Angebotsvergleich, 3) Bestellung des Materials, 4) Materialannahme mit Eingangsprüfung von Menge und Qualität, 5) Lagerung des Materials. Ziel der Beschaffung auf den verschiedenen Beschaffungsmärkten ist es, die benötigten Güter in richtiger Qualität und Menge, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, zu möglichst geringen Beschaffungskosten, einschließlich der Bezugskosten (siehe dort) und Lagerhaltungskosten, bereitzustellen.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.



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