Reklamation

Reisevertragsgesetz

die Beschwerde des Verbrauchers gegen eine mangelhafte Ware oder unzureichende Dienstleistung und die Geltendmachung der Rechte aus der Gewährleistung (siehe dort).

Bei einem Gegenstand des täglichen Bedarfs (Nudeln, Kartoffeln) geht man direkt in das Geschäft; für diese mündliche Auseinandersetzung legt man sich vorher die Argumente zurecht; auch eine Frage nach dem Geschäftsführer kann Wunder wirken. Bei Gebrauchsgütern sollte eine schriftliche Beschwerde erfolgen; Briefe oder Faxe wirken sehr ernsthaft auf ein Unternehmen und lösen häufig eine nachhaltige Reaktion seitens der Geschäftsführung aus: Sie schreiben Briefe, legen Gutschriften bei, bieten Kulanz. In zahlreichen Fällen akzeptieren gerade größere Unternehmen bei offensichtlichen Fehlern die »Geld-zurück«-Forderung: Unternehmen möchten sich damit Zeit, Kosten und Ärger ersparen. Wichtig: Den Kassenbon immer aufheben, um das Kaufdatum nachzuweisen.

Bei Reisereklamationen regelt das Reisevertragsgesetz die rechtliche Position der Urlauber gegenüber Pauschal-Reiseveranstaltern; es legt genau fest, welche Ansprüche Pauschalurlauber bei Mängeln besitzen, unter welchen Umständen sie Schadensersatz verlangen und vom Vertrag zurücktreten können. Eine EU-Richtlinie ergänzt dieses Gesetz und erweitert es um einen Insolvenzschutz, d. h., es regelt auch die Rechtsposition des Kunden bei Insolvenz des Reiseveranstalters.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.



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