Sozialpolitik

alle Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit, vor allem die Sicherung eines ausreichenden Einkommens, z. B. bei Krankheit, bei Erwerbslosigkeit oder im Alter, zu gewährleisten. Über das wirtschaftliche Ziel der Einkommenssicherung hinaus soll die staatliche Sozialpolitik den sozialen Frieden in der Gesellschaft aufrechterhalten.

Sozialpolitische Aktivitäten des Staates lassen sich ökonomisch unterteilen in die Bereitstellung einer gesetzlichen Sozialversicherung, zu der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung zählen, und in staatliche Maßnahmen der Umverteilung für den Fall besonderer Belastungen, z. B. durch Zahlung von Kinder-, Eltern- und Wohngeld, durch Sozialhilfe, BAföG und Arbeitslosengeld II.

Die Höhe der Ausgaben für Sozialleistungen, die im Sozialbudget erfasst werden, ist in der Vergangenheit stetig gewachsen. Als zunehmend problematisch erweist sich dabei die hohe Belastung von Haushalten und Unternehmen mit Sozialabgaben. Steigende Sozialabgaben erhöhen für die Unternehmen die Lohnnebenkosten, was sich wiederum als Standortfaktor negativ auf beabsichtigte Investitionen am Standort Deutschland auswirken kann.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.



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