Koalition

Die Strichzeichnung zeigt drei Personen. Zwei Männer im Anzug und eine Frau mit Bluse, Blazer und Rock. Die beiden Männer geben sich die Hand. Alle drei Personen sind in einem Gespräch vertieft und gut gelaunt. (© bpb)
Eine Koalition ist eine Zusammenarbeit von zwei oder mehreren Fraktionen für eine festgelegte Zeit.

Nach einer Parlamentswahl bilden sich Fraktionen im Parlament.
Sie wollen bei Abstimmungen gewinnen.
Und möglichst viele ihrer Ziele erreichen.
Sie brauchen dazu viele Abgeordnete,
die so abstimmen, wie die Fraktion das will.

Vielleicht hat eine Fraktion die absolute Mehrheit im Parlament.
Absolute Mehrheit bedeutet:
Über die Hälfte aller Abgeordneten gehören zu dieser Fraktion.
Eine Fraktion mit absoluter Mehrheit
hat auch bei Abstimmungen die Mehrheit.
Die Fraktion braucht sich keine andere Fraktion als Partner suchen.
Sie kann Abstimmungen auch allein gewinnen.

Manchmal hat keine Fraktion die absolute Mehrheit:
Dann sucht sich die Fraktion einen Partner.
Man kann auch sagen: Sie bilden eine Koalition.

Die Koalition hat im Parlament meistens die absolute Mehrheit.
Mehr als die Hälfte der Abgeordneten gehören zu der Koalition.
Die Koalition kann dann Abstimmungen gewinnen.
Die Koalition kann so auch die Mehrheit bei der Wahl
von wichtigen Ämtern haben.
Zum Beispiel im Bundestag bei der Wahl
des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin.
Oder im Landtag bei der Wahl
des Ministerpräsidenten oder der Ministerpräsidentin

Bevor sich eine Koalition bildet,
verhandeln die Parteien miteinander.
Das nennt man Koalitionsverhandlungen.

Die Parteien diskutieren:
Können wir zusammen regieren?
Welche Ziele verfolgen wir gemeinsam?
Wer soll wichtige Ämter bekommen?

Nach den Verhandlungen können sich die Parteien
für oder gegen eine Koalition entscheiden.
Wenn sich mehrere Parteien für eine Koalition entscheiden,
schließen sie einen Koalitionsvertrag.
Sie regieren dann gemeinsam.



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