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Minderheitsregierung

Eine Regierung ohne eine absolute Mehrheit im Parlament.

Eine Regierung braucht Unterstützung vom Parlament
  • damit ihre Gesetzte beschlossen und
  • ihre Pläne verwirklicht werden.
Meistens unterstützen mehr als die Hälfte
der Abgeordneten die Regierung.
Dafür wird nach einer Wahl oft eine Koalition geschlossen.
Bei Abstimmungen hat die Regierungspartei
oder haben die Regierungsparteien
dann die absolute Mehrheit.
Die Regierungsparteien nennt man auch Koalitionsparteien.

Manchmal hat eine Regierung aber nicht
die Unterstützung von mehr als der Hälfte der Abgeordneten.
Die Regierungspartei oder die Regierungsparteien
haben nicht die absolute Mehrheit im Parlament.
Das nennt man Minderheitsregierung.

Dann braucht die Regierung
Unterstützung von anderen Parteien.
Für jede Entscheidung
muss die Regierung genug Unterstützer finden.
Damit es eine absolute Mehrheit gibt.
Das heißt es wird viel diskutiert
und Kompromisse werden vereinbart.
Das ist oft sehr schwer.

Manche Menschen sagen:
Minderheitsregierungen sind gut.
Weil dann mehr Parteien mitbestimmen können.
Und die Regierung mehr für ihre Ziele kämpfen muss.
Das ist gut für die Demokratie.

Andere Menschen sagen:
Minderheitsregierungen sind schlecht.
Die Regierung ist dadurch geschwächt.
Radikale Parteien werden gestärkt.
Das ist schlecht für die Demokratie.

Es gibt also Vorteile und Nachteile
von einer Minderheitsregierung.

In verschiedenen deutschen Bundesländern
gab es schon Minderheitsregierungen.
Die Bundesregierung war aber noch nie eine Minderheitsregierung.
In Skandinavien gibt es häufiger Minderheitsregierungen.
Skandinavien sind die Länder:
Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland.

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