Gewaltmonopol

Politischer Grundsatz, nach dem ausschließlich dem Staat das » Monopol physischer Gewaltsamkeit« (M. Weber) zukommt und damit v. a. die innere Souveränität des Staates von keiner anderen Macht infrage gestellt wird.

Von struktureller Gewalt wird dann gesprochen, wenn der Staat mittels seiner Organe, Institutionen und (z. B. Gesetzgebungs-)Verfahren sowie über die Art und Weise der Bevorzugung oder Benachteiligung von Gruppen nur einseitig die Interessen bestimmter Teile der Gesellschaft vertritt und andere Interessen diskriminiert.

Siehe auch:
Monopol
Souveränität
Staat
Macht
Gewalt
Staatsorgane
Institution
Interessen
Gesellschaft
Staatsgewalt

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



Lexika-Suche

Dossier

Deutsche Demokratie

In der deutschen Demokratie ist die Macht auf mehr als 80 Millionen Menschen verteilt: Alle Bürger sind für den Staat verantwortlich. Aber wie funktioniert das genau? Wer wählt den Kanzler, wer beschließt die Gesetze? Und wie wird man Verfassungsrichter?

Mehr lesen

Mediathek

10 questions about democracy

Zu der Reihe "Demokratie für alle?" gehören die Kurzfilme "10 questions about democracy". Jeder dieser Filme dreht sich um eine Frage zum Thema Demokratie. Dazu kommen Menschen aus aller Welt zu Wort.

Mehr lesen