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Internationale, Die

I. bezeichnet verschiedene internationale Zusammenschlüsse sozialistischer Gewerkschaften und Parteien.

Die Erste I. (Arbeitervereinigung) wurde 1864 in London gegründet und (aufgrund ideologischer Kontroversen) 1876 offiziell aufgelöst. Die Zweite I. (Paris 1889) zerfiel mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die Dritte I. (1919–1943) war eine Gründung der kommunistischen Arbeiterbewegungen (auch Komintern). Ebenfalls 1919 wurden von den Sozialdemokraten die Zweite I. wieder- und die Wiener I. neugegründet; beide vereinigten sich 1923 unter dem Namen Sozialistische Arbeiter-Internationale (SAI), die bis 1940 bestand; in deren Tradition und dem Bekenntnis zum Demokratischen Sozialismus (als Abgrenzung zu den kommunistischen Arbeiterbewegungen) wurde 1951 die Sozialistische Internationale (SI) gegründet, der heute etwa 150 sozialdemokratische Parteien und Organisationen angehören. Die 1938 gegründete trotzkistische Vierte I. blieb bedeutungslos.

Siehe auch:
Gewerkschaften
Partei
Weltkrieg
Arbeiterbewegung
Tradition
Demokratischer Sozialismus

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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