Öffentliches Recht

[lat.: ius publicum] Das ÖffR bezeichnet die nicht zum Privatrecht zählenden »Sonderrechte des Staates«, welche die Beziehungen zwischen Individuum und Staat (Bund, Länder, Gemeinden, etc.) und die Beziehungen zwischen den staatlichen Gewalten, Ebenen und Organen regeln. Eine Trennung zwischen Privatrecht und ÖffR ist nicht exakt möglich; in DEU werden z. B. das Verwaltungsrecht (u. a. Bau- und Umweltrecht), das Staatsrecht und das Verfassungsrecht (u. a. Grundrechte), das Europarecht und das Völkerrecht, das Sozialrecht, das Steuerrecht und das Prozessrecht (u. a. Zivilprozess- und Strafprozessrecht, weil es für den Prozess das Verhältnis zwischen Justiz und Bürger regelt) als ÖffR bezeichnet. Das Strafrecht zählt ebenfalls zum ÖffR, wird jedoch teils als eigenständiges Rechtsgebiet behandelt.

Siehe auch:
Privatrecht
Staat
Gemeinde
Gewalt
Staatsrecht
Grundrechte
Europarecht
Völkerrecht
Bürgermeister/Bürgermeisterin
Recht

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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