Unternehmerverbände

Ugs. Sammelbezeichnung (richtiger: Unternehmensverbände) für eine Vielzahl von Organisationen, die teilweise die Funktion politischer Interessengruppen erfüllen, teilweise interne, d. h. vielfältige Aufgaben zum Nutzen der Mitgliedsunternehmen übernehmen.

Zu unterscheiden sind a) Verbände der Arbeitgeber, deren wichtigste Aufgabe der Abschluss von kollektivvertraglichen Regelungen ( Tarifverträge) mit den Interessenvertretungen der Arbeitnehmer ( Gewerkschaften) ist bzw. die wirtschaftspolitische Funktionen (Information, Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyismus) ausüben. b) Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie Handwerkskammern, die die lokalen bzw. regionalen Interessen (i. d. R. getrennt nach Branchen und Gewerben) der Unternehmen vertreten. c) Wirtschaftsverbände, die die wirtschaftspolitischen Interessen der Unternehmen, v. a. auf der Ebene des Bundes und der Europäischen Union, wahrnehmen. d) Marktverbände oder Kartelle, die geschlossen wurden, um gemeinsam Einfluss auf die Beschaffung oder den Absatz bestimmter Produkte auszuüben.

Die wichtigsten Spitzenverbände der Unternehmen in DEU sind: der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Siehe auch:
Funktion
Interessengruppen/Interessenverbände
Verband/Verbände
Arbeitgeber/Arbeitgeberin
Tarifvertrag
Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin
Gewerkschaften
Lobbyismus
Industrie- und Handelskammer (IHK)
Handwerkskammer
Interessen
Unternehmen
Europäische Union (EU)
Kartell
Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI)
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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