30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren


Multilateralismus

[lat.] M. bezeichnet ein System mehrseitiger (multilateraler) Beziehungen zwischen Staaten, z. B. in der Außenpolitik, in den Wirtschaftsbeziehungen, in sportlichen oder kulturellen Angelegenheiten. Grundgedanke des M. ist die gleichberechtigte Zusammenarbeit, die z. B. zu gegenseitig vorteilhaften Verträgen führt, aber oft bilaterale (Sonder-)Vereinbarungen ausschließt. Die global bedeutendste multilaterale Einrichtung sind die Vereinten Nationen; die Europäische Union ist ein (sehr weit fortgeschrittener) multilateraler Staatenverbund; die verschiedenen Abkommen zum Klimaschutz sind multilaterale Vereinbarungen.

Ggt.: Unilateralismus, Bilateralismus

Siehe auch:
System
Staat
Außenpolitik
Vereinte Nationen (UN)
Europäische Union (EU)
Staatenverbund
Abkommen
bilateral/Bilateralismus
Welthandelsorganisation (WTO)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



Lexika-Suche

Dossier

Deutsche Demokratie

In der deutschen Demokratie ist die Macht auf mehr als 80 Millionen Menschen verteilt: Alle Bürger sind für den Staat verantwortlich. Aber wie funktioniert das genau? Wer wählt den Kanzler, wer beschließt die Gesetze? Und wie wird man Verfassungsrichter?

Mehr lesen

Mediathek

10 questions about democracy

Zu der Reihe "Demokratie für alle?" gehören die Kurzfilme "10 questions about democracy". Jeder dieser Filme dreht sich um eine Frage zum Thema Demokratie. Dazu kommen Menschen aus aller Welt zu Wort.

Mehr lesen