Verfassungsorgane

V. bezeichnet Staatsorgane, deren Aufgaben und Kompetenzen in der Verfassung (in DEU dem Grundgesetz) niedergelegt sind. Es wird zwischen ständigen und nicht ständigen V. (auch: Oberste Bundesorgane) unterschieden. Erstere sind in der Bundesrepublik Deutschland der Bundespräsident, der Bundestag, der Bundesrat, die Bundesregierung und das Bundesverfassungsgericht. Zu letzteren zählen der Gemeinsame Ausschuss (das Notparlament im Verteidigungsfall) und die Bundesversammlung. Die V. geben sich eine eigene Geschäftsordnung und sind untereinander zur Verfassungsorgantreue, d. h. zu gegenseitiger Rücksichtnahme und zu kooperativem Verhalten verpflichtet.

Siehe auch:
Staatsorgane
Kompetenz
Verfassung
Grundgesetz (GG)
Bundesrepublik Deutschland (DEU)
Bundestagspräsident/Bundestagspräsidentin
Bundestag
Bundesrat
Bundesregierung
Bundesverfassungsgericht (BVerfG)
Verteidigungsfall
Bundesversammlung
Geschäftsordnung

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



Lexika-Suche

Dossier

Deutsche Demokratie

In der deutschen Demokratie ist die Macht auf mehr als 80 Millionen Menschen verteilt: Alle Bürger sind für den Staat verantwortlich. Aber wie funktioniert das genau? Wer wählt den Kanzler, wer beschließt die Gesetze? Und wie wird man Verfassungsrichter?

Mehr lesen

Mediathek

10 questions about democracy

Zu der Reihe "Demokratie für alle?" gehören die Kurzfilme "10 questions about democracy". Jeder dieser Filme dreht sich um eine Frage zum Thema Demokratie. Dazu kommen Menschen aus aller Welt zu Wort.

Mehr lesen