Güteverfahren

Güteverhandlung

im Arbeitsprozessrecht Form eines Sühneverfahrens, in dem zu Beginn der mündlichen Verhandlung vor dem Vorsitzenden der Versuch einer gütlichen Einigung der Parteien zu machen ist. Der Vorsitzende hat zu diesem Zweck das gesamte Streitverhältnis mit den Parteien zu erörtern. Kommt keine gütliche Einigung zustande, kann mit Zustimmung der Parteien durch den Vorsitzenden ein zweiter Gütetermin anberaumt werden. Erst wenn auch dieser zu keiner Beilegung des Konflikts führt, schließt sich an das Güteverfahren die streitige Verhandlung an, die alsbald anzuberaumen ist (§ 54 Arbeitsgerichtsgesetz).

Im Zivilprozess der mündlichen Verhandlung vorausgehender Versuch einer gütlichen Beilegung des Rechtsstreits (§ 278 ZPO,Sühneversuch).


Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



Lexika-Suche

Dossier

Urheberrecht

Früher interessierte es nur Autoren, Künstler und Verlage. Heute betrifft das Urheberrecht uns alle: meist als Treibstoff der Informationsgesellschaft - manchmal aber auch als Sand in ihrem Getriebe.

Mehr lesen

Dossier

Menschenrechte

Auf der Flucht vor Zwangsheirat, hinter Gittern wegen der "falschen" Meinung, in der Textilfabrik von Kindesbeinen an: Auch 70 Jahre nach Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte ist die Frage nach Freiheit und Würde des Menschen aktuell. Sind Menschenrechte universell? Wer verfolgt Verstöße gegen Menschenrechte? Und wie sieht die Situation in verschiedenen Regionen aus?

Mehr lesen

Dossier

Datenschutz

Was bedeutet Datenschutz? Wie ist er gesetzlich geregelt? Was steckt hinter den Begriffen informationelle Selbstbestimmung und Privatsphäre? Wie können persönliche Daten im Internet geschützt werden? Das Online-Dossier Datenschutz klärt über Hintergründe auf und gibt praktische Handlungsanleitungen zum Thema.

Mehr lesen