Präklusion

(Präklusivfrist)

die bei Versäumung einer fristbestimmten Rechtshandlung eintretende Rechtsverwirkung, wonach eine Person mit Ablauf eines bestimmten Zeitraums (Präklusivfrist) mit der Vornahme einer Rechtshandlung ausgeschlossen wird, besonders bei verzögertem tatsächlichem Vorbringen, verzögerten Beweismitteln oder verzögerter Einlassung, zur Verhinderung von Prozessverschleppung. Das Verfahren wird ohne Rücksicht auf die präkludierte Prozesshandlung fortgesetzt und/oder beendigt. Je nach Art der versäumten Prozesshandlung kann die Präklusion noch durch Entschuldigung (z. B. § 296 ZPO) oder Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (z. B. § 233 ZPO) vermieden werden.


Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.




 

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