Unterbrechung

prozessrechtlich der Stillstand des Verfahrens. Im Strafprozess darf die Hauptverhandlung bis zu drei Wochen, ausnahmsweise bis zu einem Monat, unterbrochen werden (§ 229 StPO). Wird sie nicht spätestens am Tage nach Ablauf der Unterbrechungsfrist fortgesetzt, so hat eine völlig neue Hauptverhandlung stattzufinden. Im Zivilprozess der Verfahrensstillstand bei Tod einer Partei, bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen einer Partei, bei Wegfall ihres gesetzlichen Vertreters, Verlust ihrer Prozessfähigkeit, Fortfall des Rechtsanwalts im Anwaltsprozess u. a. (§§ 239 ff. ZPO). Die Unterbrechung tritt kraft Gesetzes ein (anders die Aussetzung). Über die Unterbrechung der Verjährung Verjährung.


Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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