Deutschland in Daten - Zeitreihen zur Historischen Statistik.

Preise

Preise setzten sich aus Angebot und Nachfrage zusammen und dabei spielen Börsen eine entscheidende Rolle.Preise setzten sich aus Angebot und Nachfrage zusammen und dabei spielen Börsen eine entscheidende Rolle. (© picture-alliance/dpa)

Rainer Metz



Der Beitrag behandelt Preisentwicklung, Preisstruktur und Kaufkraft des Geldes anhand langer, für diesen Beitrag rekonstruierter Preis- und Preisindexreihen. Alle Preisreihen zeigen langfristig einen Anstieg, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Dies gilt auch für die Preisindexreihen. Im gesamten Zeitraum beträgt die durchschnittliche Inflationsrate etwa 2 Prozent. Die Zeit nach 1950 ist von einem permanenten Preisanstieg gekennzeichnet, der sich in den letzten Jahren aber verlangsamt hat.

Preise sind für marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaften von zentraler Bedeutung. Die realisierten Marktpreise bilden sich aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und liefern die Informationen, nach denen die Marktteilnehmer ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausrichten. Mit dieser Informationsfunktion ist eine Lenkungs- und Koordinationsfunktion für die Produktion, die Verteilung und den Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen verbunden. Darüber hinaus informieren Preise über den Tauschwert des Geldes und seine Veränderungen, also über Inflation und Deflation.

Die Preisstatistik ist, neben der Bevölkerungsstatistik, einer der ältesten Teile der Wirtschaftsstatistik. Bereits die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Städte haben zum Beispiel die Getreidepreise sehr genau beobachtet, um ihre Versorgungspolitik danach auszurichten. Mit der im 19. Jahrhundert einsetzenden Industrialisierung und der damit verbundenen Ausbildung der Marktwirtschaft gewannen Preise eine immer größere Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. In der heutigen Zeit sind Preise ein zentraler Bestandteil der amtlichen Statistik, der von den statistischen Ämtern meist in Form von Preisindizes publiziert wird.

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Konstruktion, Beschreibung und Analyse ausgewählter Preisreihen für Deutschland im Zeitraum von 1834 bis zur Gegenwart. Dabei wird sowohl auf die Preisstruktur wie auch auf die Preisentwicklung eingegangen. Ausführlich werden auch die Veränderungen des Tauschwertes des Geldes in den verschiedenen Epochen der deutschen Wirtschaftsgeschichte thematisiert. Die verwendeten Preisreihen wurden eigens für diesen Beitrag aufbereitet, wofür sowohl amtliche Daten als auch Forschungsdaten verwendet wurden. Die Gliederung ist wie folgt: Zunächst wird ganz allgemein auf Preise, die Preisstatistik und Preisindizes eingegangen. Daran anschließend werden die für diesen Beitrag aufbereiteten Preise bzw. Preisindizes kurz erläutert, um dann anhand dessen auf Preisentwicklung, Preisstruktur und die Kaufkraft des Geldes ausführlicher einzugehen.

Preise

Preise, Preisstatistik und Preisindizes

Mithilfe von Preisen bemisst man den Wert einer Ware. Preisstatistiken geben die Veränderung des Preisniveaus an. Dabei gilt es zwischen Inflation und Deflation zu unterscheiden. Weiter...

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Preisentwicklung und Preisstruktur

Preise sind stets Fluktuationen ausgesetzt. Allerdings lässt sich in den Jahre nach 1950 ein historisch nie dagewesener Preisanstieg ausmachen, der zu nachhaltigen Veränderungen in der Struktur von Preisen geführt hat. Weiter...

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Verbraucherpreisindex und die Kaufkraft des Geldes

Die Kaufkraft des Geldes hat sich im Vergleich zu vorherigen Jahrhunderten stark geändert. Ein Grund ist die persistente Inflation (Erhöhung des Güterpreisniveaus) der letzten Jahrzehnte. Weiter...

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Datengrundlage

Vor allem Datensätze des Statistischen Bundesamtes bildet die Grundlage für die hier dargestellten Konsumgüterpreise. Zusätzlich berücksichtigt wurden einige Forschungsstudien. Weiter...

 
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