Zahlen und Fakten: Europa

PISA – Mathematik und Naturwissenschaften

12.5.2012
Im Bereich Mathematik gehört Deutschland zu den sechs OECD-Staaten, die sich seit PISA 2003 verbessert haben. Mit 513 Punkten lag Deutschland bei PISA 2009 auf Rang 6 der 36 hier betrachteten europäischen Staaten.

PISA – Mathematik und NaturwissenschaftenKlicken Sie auf die Grafik, um die PDF zu öffnen. (© OECD / bpb)

Fakten



Im Bereich Mathematik gehört Deutschland zu den sechs OECD-Staaten, die sich seit PISA 2003 verbessert haben. Mit 513 Punkten lag Deutschland bei PISA 2009 auf Rang 6 der 36 hier betrachteten europäischen Staaten (siehe Tabelle unten). Bei den Naturwissenschaften erreichten die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler 2009 im Durchschnitt 520 Punkte und lagen damit auf Rang 4 von 36. Beim Mathematiktest von PISA 2009 erzielten Finnland (541 Punkte), Liechtenstein (536), die Schweiz (534), die Niederlande (526) und Belgien (515) die höchsten Werte. Im Bereich Naturwissenschaften lagen Finnland (554), Estland (528) und die Niederlande (522) vor Deutschland. Auf der anderen Seite belegten in beiden Kompetenzbereichen Albanien (Mathematik: 377 Punkte / Naturwissenschaften: 391 Punkte), Montenegro (403 / 401), Rumänien (427 / 428), Bulgarien (428 / 439) sowie Aserbaidschan (431 / 373) die hintersten der insgesamt 36 Ränge.

Bei PISA 2009 schnitten die Mädchen auf der Gesamtskala Lesekompetenz in allen Teilnehmerländern besser ab als die Jungen. Der Unterschied lag dabei im OECD-Durchschnitt bei 39 Punkten, was in diesem Zusammenhang einem Schuljahr entspricht. Während in der Regel bei den Leistungen im Bereich Naturwissenschaften nur geringe geschlechtsspezifische Unterschiede in den OECD-Ländern festzustellen sind, schnitten die Jungen auf der Gesamtskala Mathematik im Durchschnitt der OECD-Länder um 12 Punkte besser ab als die Mädchen.

Auf der Ebene der einzelnen Staaten war bei PISA 2009 der Vorsprung der Jungen vor den Mädchen im Bereich Mathematik in Liechtenstein (Differenz: 24 Punkte), Belgien (22), Großbritannien und der Schweiz (je 20) sowie in Luxemburg, Österreich und Spanien (je 19) am größten. Nach den Niederlanden (17) folgte Deutschland zusammen mit Dänemark und Frankreich (je 16). In vier der hier betrachteten Staaten lagen die Mädchen im Bereich Mathematik vor den Jungen: In Albanien mit elf Punkten, in Litauen mit sechs, in Bulgarien mit vier und in Schweden mit zwei Punkten. Hingegen erzielten die Mädchen bei den Naturwissenschaften in 23 der 36 europäischen Staaten eine höhere Punktzahl als die Jungen (wobei zu berücksichtigen ist, dass dabei die Differenz in 14 Staaten bei weniger als 10 Punkten lag). Am größten war der Vorsprung der Mädchen in Albanien (29 Punkte), Bulgarien (20), Litauen (17), Finnland (15) und Slowenien (14). Die Jungen lagen in Liechtenstein (16), Dänemark (12), Großbritannien (9) sowie in Österreich und der Schweiz (8) vorn. In Deutschland betrug der Vorsprung der Jungen sechs Punkte.

Datenquelle



© Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD): PISA 2009 – Zusammenfassung der Ergebnisse (Stand: 12/2010), www.oecd.org/de/pisa

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



PISA (Programme for International Student Assessment) ist eine international vergleichende Schulleistungsstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development – OECD). Sie erfasst unter anderem, inwieweit Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften erworben haben. PISA ordnet die Teilnehmerländer entsprechend ihrem Abschneiden in den drei Kompetenzbereichen ein. Eine Rangliste, die alle drei Bereiche zusammenfasst, gibt es nicht. Die Länder werden entsprechend der durchschnittlichen Punktzahl ihrer Schülerinnen und Schüler sortiert.

Weitere Informationen zur "Interpretation der Punktzahldifferenzen" erhalten Sie hier...

Informationen zu den "Rängen der Staaten und zur Vergleichbarkeit der PISA-Studien" erhalten Sie hier...

Eine Liste der Mitglieder der OECD finden Sie hier...

Tabelle: PISA – Mathematik und Naturwissenschaften



PISA-Punkte* insgesamt, ausgewählte europäische Staaten, Erhebung 2009

Mathematik   Naturwissen-
schaften
541 Finnland 554
536 Liechtenstein 520
534 Schweiz 517
526 Niederlande 522
515 Belgien 507
513 Deutschland 520
512 Estland 528
507 Island 496
503 Dänemark 499
501 Slowenien 512
498 Norwegen 500
497 Frankreich 498
497 Slowakei 490
496 Österreich 494
495 Polen 508
494 Schweden 495
493 Tschechische Republik 500
492 Großbritannien 514
490 Ungarn 503
489 Luxemburg 484
487 Irland 508
487 Portugal 493
483 Italien 489
483 Spanien 488
482 Lettland 494
477 Litauen 491
468 Russland 478
466 Griechenland 470
460 Kroatien 486
445 Türkei 454
442 Serbien 443
431 Aserbaidschan 373
428 Bulgarien 439
427 Rumänien 428
403 Montenegro 401
377 Albanien 391

* Informationen zur Interpretation der Punktzahldifferenzen erhalten Sie hier: www.oecd.org/de/pisa

Quelle: © Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD): PISA 2009 – Zusammenfassung der Ergebnisse (Stand: 12/2010), www.oecd.org/de/pisa



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