Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland

Kennzahlen aus dem Bildungsbereich

10.11.2008
Die schulische und berufliche Bildung ist eine Voraussetzung für die persönliche Entwicklung. Auffällig ist der Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und Erwerbstätigkeit.

Kennzahlen aus dem Bildungsbereich 2006 - 2008Klicken Sie auf die Grafik, um die PDF zu öffnen. (© bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/2.0/de/

Fakten



Die schulische und berufliche Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für die persönliche Entwicklung. Besonders auffällig ist der enge Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und Erwerbstätigkeit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2007 durchschnittlich 17,7 Prozent der 25 bis 64-jährigen Erwerbspersonen mit einfachem Bildungsniveau (höchstens Realschulabschluss ohne Berufsausbildung) erwerbslos, aber nur 3,7 Prozent der Personen, die einen Hochschul-, Fachhochschulabschluss oder eine höhere berufsfachliche Ausbildung vorweisen konnten. Die Erwerbslosenquote betrug bei mittlerem Bildungsabschluss (Berufsausbildung oder Abitur ohne Studium) 8,2 Prozent. Deutschland gehört damit zu den Staaten, in denen Personen mit einfachem Bildungsgrad besonders von Erwerbslosigkeit betroffen sind. Innerhalb der EU lag die Erwerbslosenquote für diesen Personenkreis nur in der Slowakei und der Tschechischen Republik noch höher.

Gleichzeitig gehört in Deutschland "Bildung" mit öffentlichen Ausgaben von 108 Milliarden Euro (Bildungsbudget 2005) und 2,79 Millionen Vollzeit- sowie 1,26 Millionen Teilzeitbeschäftigten im Bereich Bildung und Wissenschaft (2007) zu den wichtigsten öffentlichen Aufgaben. Allein an den gut 36.000 allgemeinbildenden Schulen wurden im Schuljahr 2007/2008 etwa 9,20 Millionen Schüler von mehr als 668.000 hauptberuflichen Lehrern unterrichtet. Hinzu kamen 2,80 Millionen Schüler und gut 123.500 hauptberufliche Lehrer an knapp 8.800 beruflichen Schulen sowie knapp 124.000 Schüler an Schulen des Gesundheitswesens. Im Schuljahr 2006/2007 verließen knapp 2,2 Millionen Schüler eine dieser drei Schulformen. Fast 312.000 Schüler wurden 2007 nach dem BAföG gefördert.

Im Wintersemester 2007/2008 studierten 1,94 Millionen Personen an einer Hochschule in Deutschland. Hinzu kamen 38.444 Gasthörer. Im Sommer- und Wintersemester 2007 bzw. 2007/2008 lag die Zahl der Studienanfänger bei knapp 361.500. Fast eine halbe Million Studenten wurden im Jahr 2007 nach dem BAföG gefördert.

Weiter befanden sich Ende 2006 gut 1,57 Millionen Personen in einer beruflichen Ausbildung. Im selben Jahr wurden mehr als 580.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen und fast 480.000 Abschlussprüfungen bestanden.

Datenquelle



Statistisches Bundesamt: »www.destatis.de«, PDF-Icon Statistisches Jahrbuch 2008 (PDF-Version: 8.210 KB)

Tabelle: Kennzahlen aus dem Bildungsbereich



In absoluten Zahlen, 2006, 2006/2007, 2007 und 2007/2008

  Jahr Anzahl
allgemeinbildende Schulen
Schüler 2007/08* 9.198.914
Absolventen/Abgänger 2006 961.599
hauptberufliche Lehrkräfte 2006/07 668.314
Schulen 2006/07 36.305
  berufliche Schulen
Schüler 2007/08* 2.802.485
Absolventen/Abgänger 2006 1.184.762
hauptberufliche Lehrkräfte 2006/07 123.617
Schulen 2006/07 8.778
  Schulen des Gesundheitswesens
Schüler 2007/08* 123.871
Absolventen 2006 44.050
hauptberufliche Lehrpersonen 2006/07 7.371
Schulen 2006/07 1.657
  berufliche Bildung
Auszubildende 2006 1.570.615
neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2006 581.181
Teilnehmer mit bestandener Abschlussprüfung 2006 479.575
  Hochschulen
Studierende im Wintersemester 2007/08 1.941.763
Studienanfänger 2007** 361.459
bestandene Prüfungen 2006 265.704
wissenschaftliches und künstlerisches Personal 2006 248.938
Hochschulen 2007/08 391
  BAföG / AFBG***
geförderte Schüler 2007 311.575
geförderte Studierende 2007 494.480
"Meister-BAföG" 2007 133.592

* vorläufiges Ergebnis
** Sommersemester und nachfolgendes Wintersemester
*** Bundesausbildungsförderungsgesetz / Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz


Quelle: Statistisches Bundesamt: www.destatis.de, Statistisches Jahrbuch 2008


 
counter


Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/2.0/de/