Herausforderung Salafismus

Informationsdienst

Beratungsstelle KOMPASS – Toleranz statt Extremismus

Angebote: Beratung, Hotline, Intervention und Deradikalisierung, Informationsmaterial

Die Beratungsstelle KOMPASS ist für Jugendliche und junge Erwachsene da, die erkennbar einem Radikalisierungsprozess im Kontext eines religiös begründeten Extremismus unterliegen und noch keine Ausstiegsmotivation formulieren sowie für junge Menschen, die sich von der extremistischen Szene distanzieren wollen. Auch Angehörige und UnterstützerInnen von ausstiegs- und distanzierungswilligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind bei der Beratungsstelle KOMPASS willkommen.

Die Beratungsstelle KOMPASS ist Teil des Deradikalisierungsnetzwerkes der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin und wird durchgeführt in der Trägerschaft von Violence Prevention Network.

Details zu den Angeboten

Beratung

Zielgruppe der Beratungsstelle sind u.a. Eltern und Angehörige, deren Kinder einem islamistischen Radikalisierungsprozess unterliegen. Im weiteren Sinne können Hilfesuchende auch LehrerInnen, SozialarbeiterInnen oder FreundInnen sein.

Der Beratungsprozess verläuft wie folgt:

  1. Kontaktaufnahme und Problemerfassung: Es werden schnell Direktgespräche mit den Hilfesuchenden durchgeführt. Dabei geht es um das Herstellen einer vertrauensvollen Beziehung.

  2. Initiierung eines Unterstützungsnetzwerkes und Entwicklung eines Hilfe- und Förderplans unter Einbeziehung des privaten und öffentlichen Unterstützungssystems: Um das soziale Umfeld eines Betroffenen hinreichend zu informieren, bedarf es einer gut vernetzten und transparenten Zusammenarbeit der Akteure im sozialen und familiären Umfeld (unter evtl. Einbeziehung von Experten).

  3. Beratende Unterstützung im Veränderungsprozess: Das Beratungsteam begleitet die Eltern, deren Angehörige oder andere hilfesuchende Personen in ihrem Kommunikationsprozess mit den gefährdeten Jugendlichen.


Hotline: +49 30 23911300

Ansprechpartner: Younes Al-Amayra und Orhan Şenel

Intervention und Deradikalisierung

Die Beratungsstelle KOMPASS baut durch niedrigschwellige Ansätze zunächst eine Arbeitsbeziehung zu den jungen Menschen auf, um dann durch die pädagogische Arbeit den Ablösungsprozess von extremistischen Gruppierungen sowie das Hinterfragen radikaler Ideologieelemente zu bewirken. Damit werden Deradikalisierungsprozesse ermöglicht. Die Angebote bestehen aus Maßnahmen der Intervention, Deradikalisierung und Ausstiegsbegleitung.

Die Schwerpunkte der Arbeit der Beratungsstelle liegen im Herstellen der Erreichbarkeit der gefährdeten Personen, der Ansprache dieser Personen, dem Aufbau einer Arbeitsbeziehung und in der konkreten Deradikalisierungsarbeit. Diese Arbeit umfasst:

  • Stetige Dialoge, die das Hinterfragen fördern und Neugierde auf neue Sichtweisen wecken
  • Das Erkennen der konkreten Gefährdungssituation für den betroffenen jungen Menschen
  • Das Fördern eigener Erkenntnisprozesse zum bisherigen Lebensverlauf, biographisches Verstehen der Gewalt-, Militanz- und Extremismuskarriere unter besonderer Berücksichtigung der Entstehung von Feindbilddenken
  • Verantwortungsübernahme für eine eigenständige Lebensführung
  • Unterstützung und Beratung in schwierigen Lebenssituationen


Informationsmaterial

Angebots-Flyer und weitere Informationen:

http://www.violence-prevention-network.de/de/aktuelle-projekte/beratungsstelle-kompass-toleranz-statt-extremismus

Kontakt

Beratungsstelle KOMPASS – Toleranz statt Extremismus
Bergmannstraße 5
10961 Berlin

Telefon: +49 30 23911300
E-Mail: kompass@violence-prevention-network.de
Website: http://www.beratungsstelle-kompass.de/

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