Herausforderung Salafismus

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Mit der brutalen Wahrheit hinter der Propaganda der Salafisten befasst sich ein von Schülern gemaltes, aufklappbares Bild

Aufwachsen in salafistischen Familien

Wachsen Kinder in salafistisch orientierten Familien auf, stellt dies die Jugendhilfe vor große Herausforderungen. Wie soll sie umgehen mit einem vielschichtigen Phänomen zwischen Religionsfreiheit und einer möglichen Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII? Welche Konfliktpunkte bestehen? Wie sehen die sorgerechtlichen Möglichkeiten aus? Weiter...

Datenbank Angebote der Radikalisierungsprävention

Datenbank

Beratung und Hilfsangebote: Neue Projekte in der Datenbank

Drei Angebote sind neu in die Datenbank aufgenommen worden. Insgesamt enthält sie nun 82 Anlaufstellen aus dem gesamten Bundesgebiet, die Unterstützung anbieten bei Fragen wie: Was tun, wenn sich junge Menschen radikalisieren? Wo können sich Fachkräfte informieren und weiterbilden, wo finden Angehörige Rat?

Neu sind:

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Islam ist Barmherzigkeit

Neu in der Schriftenreihe: "Islam ist Barmherzigkeit" von Mouhanad Khorchide

Der Autor beschäftigt sich mit einer modernen Theologie des Islam jenseits eines dogmatischen Verständnisses. In einer zeitgemäßen Koranauslegung lädt er dazu ein, die Kernaussagen hinter den Buchstaben zu entdecken und sie im Sinne eines konstruktiven Miteinanders Wirklichkeit werden zu lassen. Weiter...

4,50

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Alle Termine finden Sie auch auf unserer Terminübersichtsseite.

Oktober



Jugendtheater: Paradies (4. Oktober bis 29. November, Düsseldorf)

Lehrgang: Neo-Salafistischer Islamismus. Grundlagen – Analyse – Prävention (ab 5. Oktober, Wien)

Jugendtheater: Jihad Baby! (7. und 14. Oktober 2017, Celle)

Lesung: Dounia Bouzar liest "Djihad, mon ami" (9. Oktober, Bonn)

Fachtagung: Salafistische Radikalisierung als Herausforderung sozialarbeiterischen Handelns (12. Oktober 2017, Aachen)

Info-Veranstaltung: Einstiegsprozesse in den Rechtsextremismus und gewaltbereiten Salafismus:
 Gemeinsamkeiten – Unterschiede – Gegenmodelle (17. Oktober 2017, Bochum)

Jugendtheater: Jihad Baby! (22. Oktober 2017, Bremen)

Tagung: Extremismusprävention & was sie für Muslime bedeutet (24. Oktober, Berlin)

Fachtag: Prävention als Beitrag zu gesellschaftlicher Integration? (26. Oktober, Dreieich)

November



Workshop: Religiös begründete Radikalisierung (1. November 2017, Berlin)

Jugendtheater: Jihad Baby! (13.-15. November 2017, Bremen)

Seminar: Umgang mit Islamismus in der Schule – Arbeit an Beispielen aus der Praxis (14. November, Hamburg)

Fortbildung: Umgang mit rechtsradikalen und islamistischen Äußerungen I und II (14. und 21. November 2017, Hamburg)

Info-Veranstaltung: Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus. Möglichkeiten der Prävention und Intervention! (16. November, Münster)

Tagung: Radikalisierungen in Schule erkennen / verstehen / handeln. Zwischen Prävention und Intervention – aus Fehlern lernen! (24. November, Hamburg)

Workshop: Gefährlichkeitseinschätzung und Instrumente (27. November 2017, Berlin)

Info-Veranstaltung: Einstiegsprozesse in den Rechtsextremismus und gewaltbereiten Salafismus: 
Gemeinsamkeiten – Unterschiede – Gegenmodelle (28. November 2017, Bielefeld)

Tagung: Dschihad und Terror in Deutschland – Wie können Prävention und Deradikalisierung gelingen? (28. und 29. November 2017, Loccum)

Workshop: Radikalisierung in Haft und wirksame Gegenstrategien (30. November 2017, Berlin)

Podiumsdiskussion: Glaube, Moral, Recht: Was bietet uns Orientierung in der Vielfalt? (30. November, Dietzenbach)

Info-Veranstaltung: Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus. Möglichkeiten der Prävention und Intervention! (30. November, Bielefeld)

Diskussionsforum: Was ist Religion? Und was religiöser Fundamentalismus? (30. November, Bonn)

Dezember



Fachtagung: Grenzenloser Salafismus – Grenzenlose Prävention? Radikalisierung, politische Bildung und internationale Ansätze der Prävention (4.-5. Dezember 2017, Mannheim)

Berichte

Friedrich-Ebert-Stiftung: Aktualisierte Handlungsempfehlungen gegen islamistischen Extremismus und Islamfeindlichkeit



Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat ihre Handlungsempfehlungen zum Umgang mit islamistischem Extremismus und Islamfeindlichkeit aktualisiert. Sie berücksichtigen nun die Entwicklungen seit 2015 wie die öffentliche Diskussion über die Integration Geflüchteter oder die Sicherheitslage. Die erste Fassung war im Jahr 2015 im Auftrag der Stiftung von einer Expertenkommission erarbeitet worden.

Download: „Was ist zu tun? Deutschland zwischen islamistischem Extremismus und Islamfeindlichkeit“

Barcelona Centre for International Affairs: Sammelband zum Thema Bekämpfung von Extremismus auf lokaler Ebene



Im Fokus des Sammelbands, den das Barcelona Centre for International Affairs herausgegeben hat, stehen die Erfahrungen europäischer Städte bei der Bekämpfung von Extremismus auf lokaler Ebene. So enthält er beispielsweise Praxisberichte aus Mechelen und London. In weiteren Beiträgen wird diskutiert, mit welchen Maßnahmen die Städte ihre „Resilienz“ erhöhen können, um im Fall von akuten Schocks wie Terroranschlägen gerüstet zu sein.

Weitere Informationen und Download „Resilient Cities. Countering Violent Extremism at Local Level”

Niedersachsen: Untersuchungsausschuss veröffentlicht Abschlussbericht über Arbeit der Sicherheitsbehörden



Im Niedersächsischen Landtag hat sich ein Untersuchungsausschuss seit Mai 2016 mit der Arbeit der Sicherheitsbehörden bei der Abwehr "islamistischer Bedrohungen" beschäftigt. Der im September vorgelegte Bericht enthält unter anderem Bewertungen des Umgangs mit der Wolfsburger "Islamismusszene" sowie mit dem Deutschsprachigen Islamkreis (DIK) in Hildesheim um Abu Walaa.

Die Ausschussmitglieder der Regierungsfraktionen und der Opposition kommen dabei zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen, so der NDR : „[...] während CDU und FDP die Terror-Abwehr als Desaster bezeichneten, konterten die Regierungsfraktionen [SPD und Grüne] mit der Aussage: "Niedersachsen ist ein sicheres Land’."

Download: Bericht parlamentarischen Untersuchungsausschusses "Tätigkeit der Sicherheitsbehörden gegen die islamistische Bedrohung in Niedersachsen"

Diskussion über Wiener Studie zur Rolle der Religion bei Radikalisierungsprozessen



In Radikalisierungsprozessen spielt die aktive Auseinandersetzung mit dem Islam eine wichtige Rolle, so lautet ein zentrales Ergebnis einer Studie der Universität Wien. In diesem Punkt widerspricht die Studie den Ergebnissen bisheriger Studien, weshalb die Veröffentlichung für Diskussionen sorgt.

Beitrag im Infodienst

Videobeiträge

"Jamal al-Khatib": Online-Videos als Gegen-Narrativ zur IS-Propaganda



Jamal al-Khatib nennt sich der Erzähler, der in vier Videos über seinen Ausstieg aus der Dschihadisten-Szene berichtet. Die finsteren Bilder sind teilweise mit religiösen Gesängen unterlegt und erinnern an die Machart mancher Propaganda-Videos dschihadistischer Gruppen. Doch die Geschichte ist fiktiv. Hinter den Videos, die als Gegen-Narrativ zur IS-Propaganda fungieren sollen, steckt eine Gruppe von muslimischen Jugendlichen aus Österreich. Sie haben die Videos gemeinsam mit Sozialarbeiter/-innen und Islamwissenschaftler/-innen gedreht. Ein Ziel des Projekts war, im Internet mit jungen Muslimen und Musliminnen ins Gespräch zu kommen.

YouTube-Kanal Jamal al-Khatib

Facebook-Seite Jamal al-Khatib

Beitrag über das Projekt beim ORF

Aktuelle Meldungen

Trainer/-innen für das Online-Präventionsprojekt "bildmachen" gesucht



Der Verein ufuq.de sucht Trainer/-innen auf Honorarbasis, die im Rahmen des Projekts Workshops an Schulen und Jugendeinrichtungen durchführen sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte. Bewerbungsschluss: 6. Oktober 2017.

Stellenausschreibung auf ufuq.de

Call for Papers für Konferenz "Multidisciplinary Perspectives on Radicalisation, New Media and Education" in Köln



Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die mediale Dimension von Extremismus und ihr Attraktionspotenzial sowie die entsprechenden Präventionsansätze, insbesondere die Medienkompetenzförderung. Bis zum 15. Oktober 2017 können Beitragsvorschläge in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

Die Konferenz findet am 22. und 23. Februar 2018 in Köln statt. Sie wird vom Arbeitsbereich für Interkulturelle Bildungsforschung der Universität Köln, der Kölner Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie dem FTE in Köln im Rahmen des EU-Projekts CONTRA organisiert.

Weitere Informationen zur Konferenz und zum Call for Papers auf den Seiten von CONTRA

Neue Beratungsstellen in Hessen, Sachsen und NRW



Die Beratungsstelle Hessen hat im September offiziell ihr Büro in Kassel eröffnet. Mit der festen Adresse soll die Arbeit des Teams von Violence Prevention Network (VPN) ausgebaut werden, das bereits seit April 2016 vor Ort tätig ist. In Dresden wurde die "Beratungsstelle Sachsen" eröffnet, Träger ist dort ebenfalls VPN. Das NRW-Landesprogramm "Wegweiser" berät seit Oktober auch in Essen.

Meldung des hessischen Innenministeriums zur Beratungsstelle in Kassel .

Meldung des Integrationsministeriums Sachsen zur Eröffnung der Beratungsstelle Sachsen

Meldung der Stadt Essen zur Eröffnung des "Wegweisers" in Essen

Nach Gebietsverlusten des IS: Warnung vor fortgesetzter Internet-Propaganda



Der sogenannte Islamische Staat scheint in Irak und Syrien militärisch besiegt zu sein. Fachleute rechnen damit, dass die Gruppe dennoch weiterhin intensiv Propaganda betreiben und Anhänger rekrutieren werde, vor allem im Internet. Die Süddeutsche Zeitung berichtet über ein Propaganda-Video, das die Gebietsverluste thematisiert. Ein zehnjähriger Junge wandert darin durch das zerstörte Rakka und schließt mit der Drohung: "Diese Schlacht wird nicht in Rakka oder Mossul enden, sondern in euren Ländern."

Bericht in der Süddeutschen Zeitung

Interview mit EU-Antiterrorkoordinator Gilles de Kerchove in Die Welt: "Das physische Kalifat ist tot, aber im Internet lebt das virtuelle Kalifat weiter."

NRW-Ministerien nennen Zahlen zur Arbeit des Aussteigerprogramms und Details zu salafistischen Inhaftierten



Auf Kleine Anfragen der Grünen hin haben das Innenministerium und das Justizministerium in NRW Details zur Präventions- und Deradikalierungsarbeit bekanntgegeben.

Beitrag im Infodienst

Gericht stoppt "salafistische Kita" in Leipzig



In Leipzig hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht den Betrieb eines Kindergartens verboten, weil die Trägergesellschaft der salafistischen Szene zugerechnet wird. Ausschlaggebend waren einem Bericht des MDR zufolge Informationen des Landesamtes für Verfassungsschutz über den Geschäftsführer des Kita-Trägers, Hassan Dabbagh. Er ist Imam der Leipziger Al-Rahman-Moschee und wird vom Verfassungsschutz als Vertreter des politischen Salafismus betrachtet.

Bericht beim MDR

Weitere Informationen in der Leipziger Volkszeitung

Neuerscheinungen

Omid Nouripour: "Was tun gegen Dschihadisten? – Wie wir den Terror besiegen können"



Der Grünen-Politiker Omid Nouripour beschäftigt sich in seinen Funktionen seit vielen Jahren mit dem Thema Dschihadismus. In seinem Buch beschreibt er Gegenstrategien, von der aktiven Präventionsarbeit bis zu militärischen Mitteln. Laut Nouripour ist es dabei essentiell, lokal passende Strategien zu entwickeln.

Rezension beim Deutschlandfunk

Das Buch ist am 4. August 2017 bei dtv erschienen und umfasst 304 Seiten. Es kann zum Preis von 16,90 Euro bestellt werden.

Saïda Keller-Messahli: "Islamistische Drehscheibe Schweiz"



Saïda Keller-Messahli ist Präsidentin des Schweizer "Forum für einen fortschrittlichen Islam". In ihrem Buch zeigt sie die Aktivitäten islamistischer Gruppen in der Schweiz auf. Demzufolge versuchen salafistische Wanderprediger und radikale Imame auf verschiedenen Wegen Einfluss zu nehmen – in Moscheen, an Lies!-Ständen sowie mit sogenannten Seelsorge-Angeboten in Gefängnissen, Flüchtlingsunterkünften und an Schulen. Drahtzieher seien die reichen Golfstaaten, so Keller-Messahli.

Besprechung beim Deutschlandfunk

Interview zum Buch bei NZZ am Sonntag

Das Buch ist am 28. September 2017 bei NZZ Libro erschienen und umfasst 152 Seiten. Es kann zum Preis von 34,00 Euro bestellt werden.

Masoud Aqil: "Mitten unter uns"



Der kurdische Journalist Masoud Aqil hat neun Monate in Syrien in der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbracht. Er sagt: "Es sind mehr islamistische Terroristen in diesem Land, als wir ahnen". In "Mitten unter uns" beschreibt Aqil, dass der IS die die Flüchtlingswelle des Jahres 2015 genutzt hätte, um Terroristen nach Europa zu schleusen.

Beitrag in der Berliner Zeitung

Das Buch ist am 28. August 2017 im Europa Verlag erschienen und umfasst 256 Seiten. Es kann zum Preis von 18,90 Euro bestellt werden.

Dounia Bouzar: "Djihad, mon ami"



In ihrem Jugendroman "Djihad, mon ami" beschreibt die französische Religionsanthropologin Dounia Bouzar die Mechanismen der Radikalisierung. Bouzar ist in der Radikalisierungsprävention und Therapie von jugendlichen Rückkehrern tätig. Ihr Roman handelt von Camille und Sarah, die unzertrennliche Freundinnen sind, bis Camille sich radikalisiert. Sie plant sogar, sich in Syrien dem IS anzuschließen. Doch der Anschlag auf die Diskothek Bataclan vereitelt ihre Pläne, und eine schmerzhafte Annäherung der beiden Freundinnen beginnt.

Rezension in der Süddeutschen Zeitung

Das Buch ist am 16. Februar 2017 bei Knesebeck erschienen und umfasst 160 Seiten. Es kann zum Preis von 14,95 Euro bestellt werden.

Yassin Musharbash: "Jenseits"



Der Journalist Yassin Musharbash beschäftigt sich seit Jahren mit dem Dschihadismus. In seinem Politthriller "Jenseits" geht es unter anderem um die Frage, was in den Köpfen von Terroristen vorgeht. Im Mittelpunkt der Handlung steht Gent Sassenthin, abgebrochener Medizinstudent aus Berlin, der in Rakka für den IS arbeitet und brutale Verbrechen begeht. Nach Monaten ohne Kontakt meldet er sich bei seinen Eltern. Will Gent Sassenthin aussteigen?

Rezension beim Deutschlandfunk

Das Buch ist am 7. September 2017 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und umfasst 320 Seiten. Es kann zum Preis von 14,99 Euro bestellt werden.
 

Fachtagung 4.-5. Dezember 2017

Grenzenloser Salafismus - Grenzenlose Prävention?

Während der Salafismus als Ideologie keine Ländergrenzen kennt, verharren die Präventionsansätze meist in den Nationalstaaten. Die Fachtagung nimmt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen vor, fördert die internationale Vernetzung und regt den fachlichen Austausch an. Weiter... 

Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen. Weiter... 

Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt. Weiter... 

Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden. Weiter...