Herausforderung Salafismus

Newsletter November 2017

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Jugendzentrum Limburgerhof

David Yuzva Clement

Salafismus als Herausforderung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit

Solange Jugendliche Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wahrnehmen, sind sie erreichbar – und es besteht die Chance, sie gegenüber den einfachen Welterklärungsmodellen salafistischer Gruppen zu stärken.

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WhatsApp Logo

Michael Kiefer

Junge Dschihadisten im WhatsApp-Chat: Welche Rolle spielt Religion?

Wie Radikalisierung abläuft und welche Rolle dabei der Faktor Religion spielt, wird kontrovers diskutiert. Fachleute konnten die WhatsApp-Nachrichten einer dschihadistischen Jugendgruppe auswerten. Demnach verfügen die Beteiligten nur über wenige Kenntnisse – stattdessen konstruieren sie sich einen eigenen, kruden "Lego-Islam".

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Terminübersicht des Infodienst Radikalisierungsprävention.

November

  • Schulung für Teams: "Soziale Medien und Radikalisierung" oder "Leitlinien guter Praxis in der Radikalisierungsprävention" (16., 17., 20. oder 27. November 2017, Berlin)

  • Jugendtheater: Jihad Baby! (13.-15. November 2017, Bremen)

  • Seminar: Umgang mit Islamismus in der Schule – Arbeit an Beispielen aus der Praxis (14. November, Hamburg)

  • Fortbildung: Umgang mit rechtsradikalen und islamistischen Äußerungen I und II (14. und 21. November 2017, Hamburg)

  • Fachtagung: Radikalisierung im Namen Gottes – Umgang mit religiösem Fundamentalismus in Schule und Jugendarbeit (16. November, Bielefeld)

  • Info-Veranstaltung: Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus. Möglichkeiten der Prävention und Intervention! (16. November, Münster)

  • Schulung für Teams: "Radikalisierungsphänomene und aktuelle Trends", "Psychodynamische Faktoren von Radikalisierung" oder "Soziale Aspekte von Radikalisierungsprozessen" (16. November oder 18. Dezember 2017, Berlin)

  • Schulung: Moralentwicklung: Wie und warum wir die Welt in Gut und Böse teilen! (20. November 2017, Berlin)

  • Tagung: Radikalisierungen in Schule erkennen / verstehen / handeln. Zwischen Prävention und Intervention – aus Fehlern lernen! (24. November, Hamburg)

  • Medienfachtag: #Salafismus – Salafistische Mediennutzung und Online-Anwerbung (24. November 2017, Lübeck)

  • Jugendtheater: Paradies (25. bis 29. November, Düsseldorf)

  • Workshop: Gefährlichkeitseinschätzung und Instrumente (27. November 2017, Berlin)

  • Webinar: Radikalisierung und Deradikalisierung im Strafvollzug (27. November 2017, online)

  • Schulung für Teams: "Islam, Islamismus, Islamfeindlichkeit und Demokratie", "Konstruktive Präventionsarbeit" oder "Gender-Betrachtungen" (27. November oder 18. Dezember 2017, Berlin)

  • Schulung für Teams: Moralentwicklung: Wie und warum wir die Welt in Gut und Böse teilen (27. November oder 11. Dezember 2017, Berlin)

  • Info-Veranstaltung: Einstiegsprozesse in den Rechtsextremismus und gewaltbereiten Salafismus:
Gemeinsamkeiten – Unterschiede – Gegenmodelle (28. November 2017, Bielefeld)

  • Schulung: Konstruktive Präventionsarbeit (28. November 2017, Berlin)

  • Tagung: Dschihad und Terror in Deutschland – Wie können Prävention und Deradikalisierung gelingen? (28. und 29. November 2017, Loccum)

  • Workshop: Radikalisierung in Haft und wirksame Gegenstrategien (30. November 2017, Berlin)

  • Schulung: Schlüsselthemen der Radikalisierungsprävention und Distanzierungshilfe – Gender und Prinzipien von guter Praxis (30. November 2017, Berlin)

  • Podiumsdiskussion: Glaube, Moral, Recht: Was bietet uns Orientierung in der Vielfalt? (30. November, Dietzenbach)

  • Info-Veranstaltung: Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus. Möglichkeiten der Prävention und Intervention! (30. November, Bielefeld)

  • Diskussionsforum: Was ist Religion? Und was religiöser Fundamentalismus? (30. November, Bonn)

Dezember

  • Fortbildung: Radikalisierung und Extremismus in Deutschland, Frankreich und Tunesien: Lösungsansätze für die Jugendarbeit (3.-9. Dezember 2017, Toulouse)

  • Schulung: Moralentwicklung: Wie und warum wir die Welt in Gut und Böse teilen (4. Dezember 2017, Berlin)

  • Fachtagung: Grenzenloser Salafismus – Grenzenlose Prävention? Radikalisierung, politische Bildung und internationale Ansätze der Prävention (4.-5. Dezember 2017, Mannheim)

  • Info-Veranstaltung: Einstiegsprozesse in den Rechtsextremismus und gewaltbereiten Salafismus:
Gemeinsamkeiten – Unterschiede – Gegenmodelle (5. Dezember 2017, Wuppertal)

  • Jugendtheater: Jihad Baby! (6. Dezember 2017 und 24. Januar 2018, Wiesbaden)

  • Info-Veranstaltung: Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus. Möglichkeiten der Prävention und Intervention! (7. Dezember, Aachen)

  • Fachtagung: Religiös begründeter Extremismus – Die müssen doch verrückt sein! (11.-12. Dezember 2017, Neumünster)

  • Jugendtheater: Jihad Baby! (14.-15. Dezember 2017, Bremen)

  • Schulung: Gender-Betrachtungen (19. Dezember 2017, Berlin)

Aktuelle Meldungen

Diskussion über die Qualität von Präventions- und Aussteigerprogrammen in Deutschland

Ein Beitrag der Süddeutschen Zeitung über die Qualität von Präventions- und Aussteigerprogrammen hat zu einer öffentlichen Stellungnahme von Trägern geführt. Die Süddeutsche Zeitung zitierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden, die der Präventionslandschaft in Deutschland "Wildwuchs" unterstellen und unter anderem bemängeln, dass die Ergebnisse von Projektevaluationen häufig nicht veröffentlicht würden.

Zu den Vorwürfen nahm Götz Nordbruch, Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx), Stellung. Demnach ist die Präventionsarbeit in Deutschland gerade wegen des zivilgesellschaftlichen Engagements gut aufgestellt und eine stärkere Bindung an Behörden mitunter kontraproduktiv.

Zum Beitrag in der Süddeutschen Zeitung
Zur Stellungnahme der BAG RelEx

Umstrittenes Frühwarnsystem gegen Radikalisierung an Bremer Schulen geplant

In Bremen möchte die rot-grüne Regierung ein Frühwarnsystem gegen Radikalisierung einführen, berichtet das ARD-Regionalmagazin "Buten und Binnen". Ein Gesetz soll Lehrkräfte dazu verpflichten, extremistische Tendenzen an ihrer Schule bereits im Verdachtsfall zu melden. Das ist umstritten: Kritiker befürchten die Bespitzelung von Schülern und Schülerinnen sowie Unsicherheiten darüber, welche Vorfälle gemeldet werden müssen. Befürworter halten es hingegen für selbstverständlich, dass sich Lehrkräfte externe Hilfe holen oder Kontakt zur Polizei aufnehmen, wenn Gefahren drohen. Der Vorschlag ist sehr nah an die sogenannte "Prevent Duty" an Bildungseinrichtungen in England angelehnt, über die der Infodienst im Juli berichtet hat.

Zum Bericht bei "Buten und Binnen"

"Bildmachen"-Projekt von ufuq.de soll kritische Medienkompetenz fördern

In Kooperation mit regionalen Partnern hat ufuq.de das Projekt "Bildmachen" in Bayern, Berlin, NRW und Hamburg gestartet. Es soll die kritische Medienkompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Umgang mit religiös-extremistischen Ansprachen fördern. Das Projekt verbindet Qualifizierungsangebote für Jugendliche, junge Erwachsene und pädagogische Fachkräfte mit einer Dokumentation von Online-Materialien für die Präventionsarbeit.

Weitere Informationen zum Projekt bei ufuq.de

Facebook, Google und Twitter wollen gemeinsam mit G7-Staaten islamistische Terror-Propaganda im Internet bekämpfen



Das "Global Internet Forum to Counter Terrorism" – eine Allianz aus Facebook, Google und Twitter – ist beim G7-Treffen in Italien mit den Innenministern der G7-Staaten zusammengekommen. Um "terroristischen und gewalttätigen Extremismus" zu bekämpfen, wollten die Technologie-Unternehmen zukünftig enger mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. So wollen sie unter anderem dafür sorgen, dass "terroristische Inhalte" innerhalb von zwei Stunden von ihren Plattformen gelöscht werden.

Weitere Informationen bei dw.com (Deutsche Welle) und Netzpolitik.org

Schweiz: Bund finanziert Gegennarrative-Projekte im Internet

Das Schweizer Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat nach einer Ausschreibung vier Pilotprojekte ausgewählt, die Gegennarrative beziehungsweise alternative Narrative zu radikaler Propaganda im Internet erarbeiten sollen. An den außerschulischen Projekten sind auch Jugendliche beteiligt. Die Botschaften sollen in Form von Videoclips oder Bildern über soziale Netzwerke oder Internetplattformen verbreitet werden. Die Projekte setzen dabei beispielsweise auf Peer-Education, beantworten die Fragen junger Musliminnen und Muslime in verschiedenen Sprachen, porträtieren Musliminnen und Muslime in der Schweiz oder bilden eine Gemeinschaft aus muslimischen und nicht muslimischen Bloggerinnen und Bloggern.

Weitere Informationen zu den Projekten bei jugendundmedien.ch

Sicherheitsbehörden warnen vor "IS"-Rückkehrern

Da das Gebiet des sogenannten Islamischen Staats (IS) deutlich geschrumpft ist, wollen viele "IS"-Anhänger nach Deutschland zurückkehren. Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist etwa ein Drittel der insgesamt 950 ins IS-Gebiet ausgereisten Personen mittlerweile wieder in Deutschland. 150 der Ausgereisten sind vermutlich in Syrien oder im Irak ums Leben gekommen.

Sicherheitsbehörden warnen insbesondere vor stark radikalisierten, kampferfahrenen Rückkehrern. Verfassungsschutzpräsident Maaßen hat auch minderjährige Rückkehrerinnen und Rückkehrer im Blick: "Wir sehen die Gefahr, dass Kinder von Dschihadisten islamistisch sozialisiert und entsprechend indoktriniert aus den Kampfgebieten nach Deutschland zurückkehren."

Zusammenfassender Beitrag bei mdr.de

Veränderung der salafistischen Szene: Heterogenisierung und Anpassung der Rhetorik

Im Interview mit Götz Nordbruch berichtet Heiner Vogel von einer "Weiterentwicklung" des Salafismus und des Islamismus in Deutschland. Vogel ist Initiator des Erasmus-Monitor, einem Blog, in dem er Beobachtungen über die salafistische Szene veröffentlicht. Während laut ufuq.de in der Szene in ihrer Entstehungszeit 2004/05 einige wenige prominente Prediger eine wichtige Rolle spielten, hätten sich inzwischen unterschiedliche Strömungen herausgebildet. Man könne von einer Heterogenisierung der Szene sprechen, so Vogel. Als Reaktion auf das Durchgreifen von Sicherheitsbehörden hätten Prediger außerdem ihre Rhetorik angepasst und würden den Kontakt zum dschihadistischen Flügel inzwischen meiden.

Zum Interview bei ufuq.de

Claudia Dantschke (Hayat) wird mit dem Stieg-Larsson-Preis ausgezeichnet



Die Berliner Islamismus-Expertin Claudia Dantschke wurde für ihre Arbeit als Leiterin der Beratungsstelle "Hayat" mit dem Stieg-Larsson-Preis 2017 ausgezeichnet. Der Preis ist mit rund 20.000 Euro dotiert. Die schwedische Stieg-Larsson-Stiftung verleiht den Preis seit 2009 jährlich an Personen, die sich im Sinne des Krimiautors gegen Rassismus einsetzen.

Zu den Meldungen auf der Website der Hedlund Literary Agency und bei kulturradio.de

Neuerscheinungen

Rauf Ceylan und Michael Kiefer: "Radikalisierungsprävention in der Praxis"

Da die Radikalisierungsprävention in Deutschland eine junge Disziplin ist, finden sich in der Praxis häufig experimentelle Anordnungen. Rauf Ceylan und Michael Kiefer analysieren in ihrem Praxishandbuch die vorhandenen Probleme und zeigen auf, welche Prämissen für eine funktionierende Radikalisierungsprävention erfüllt sein müssen. Darüber hinaus bieten sie einen Überblick über die westeuropäische Präventionslandschaft und stellen wegweisende Konzepte und Initiativen vor.

Das Buch ist am 23. August 2017 bei Springer VS erschienen und umfasst 160 Seiten. Es kann zum Preis von 29,90 Euro bestellt werden.

Oliver N. und Sebastian Christ: "Meine falschen Brüder"

Der Erfahrungsbericht "Meine falschen Brüder“ ist laut dem Verlag das erste Buch eines "IS"-Rückkehrers: Oliver N., in der Nähe von Wien aufgewachsen, ist gerade 16 geworden, als er sich in Syrien dem sogenannten Islamischen Staat anschließt. Ein halbes Jahr verbringt er im "Kalifat", erlebt die Brutalität der islamistischen Kämpfer und kann sich nach einer schweren Verwundung zurück nach Österreich retten. In "Meine falschen Brüder" erzählt er seine Geschichte.

Zur Rezension in der Zeit

Das Buch ist am 5. Oktober 2017 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und umfasst 288 Seiten. Es kann zum Preis von 14,99 Euro bestellt werden.

Åsne Seierstad: "Zwei Schwestern"

An einem Nachmittag im Oktober 2013 kommen die Schwestern Ayan und Leila nach der Schule nicht wie gewohnt nach Hause. Stattdessen schicken sie eine E-Mail: Sie befinden sich auf der Reise nach Syrien, um sich dort dem sogenannten Islamischen Staat anzuschließen. Für ihr dokumentarisches Buch hat die Autorin Åsne Seierstad eine norwegische Familie bei den dramatischen Versuchen begleitet, ihre beiden Töchter aus dem "IS"-Gebiet zurückzuholen.

Zum Beitrag bei "titel thesen temperamente"

Das Buch ist am 4. Oktober 2017 bei Kein & Aber erschienen und umfasst 528 Seiten. Es kann zum Preis von 26,00 Euro bestellt werden.

Handreichungen, Themenpapiere und Kampagnen

Niedersächsisches Kultusministerium: "Neo-Salafismus, Islamismus und Islamfeindlichkeit in der Schule"

Die Handreichung des niedersächsischen Kultusministeriums richtet sich an Lehrkräfte, Schulleitungen und pädagogische Fachkräfte. Neben Erläuterungen zu Grundbegriffen und pädagogischen Ansätzen werden Hilfs- und Beratungsangebote aufgeführt sowie weiterführende Materialien vorgestellt.

Download: "Neo-Salafismus, Islamismus und Islamfeindlichkeit in der Schule. Wie kann Schule präventiv handeln?"

Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein: "FAQs: Islam, Islamismus und Salafismus in Schulen"

In der Veröffentlichung des Ministeriums für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein werden häufig gestellte Fragen beantwortet, wie beispielsweise: "Ist das Tragen von Niqab und Burka in den Schulen in Schleswig-Holstein erlaubt?" oder "Können muslimische Eltern ihr Kind vom Schwimmunterricht befreien lassen?"

Download: "Islam, Islamismus und Salafismus in Schulen. FAQs und Handlungsleitlinien"

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: "Jugendliche im Fokus salafistischer Propaganda"

Die umfangreiche Publikation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg enthält konkrete Vorschläge, wie die Prävention von salafistischen Ideologien an Schulen umgesetzt werden kann – im Fachunterricht, an Projekttagen sowie in längerfristigen Projekten. Sie bietet außerdem didaktische und pädagogische Anregungen für den konstruktiven Umgang mit Vielfalt an der Schule sowie pädagogische Handlungsempfehlungen für konkrete Situationen.

Download: "Jugendliche im Fokus salafistischer Propaganda – Beispiele und Anregungen für die unterrichtliche und pädagogische Praxis"

jugendschutz.net: "Dschihadisten werben um Mädchen und junge Frauen"

Das Themenpapier von jugendschutz.net zeigt, wie dschihadistische Online-Propaganda für Terror und Gewalt auf eine weibliche Zielgruppe zugeschnitten wird. Mädchen und junge Frauen sollen einen Dschihadisten heiraten, Kinder kriegen und sie im Sinne der Ideologie erziehen. Bilder von Blumen, Kochrezepte und romantische Erzählungen aus dem Dschihad kaschieren dabei die menschenverachtende Ideologie.

Download: "Dschihadisten werben um Mädchen und junge Frauen"

Kanadische Kampagne gegen Radikalisierung stellt die Frage "What if I was wrong?"

Im Mittelpunkt einer in Kanada initiierten Kampagne gegen Radikalisierung steht die Frage: "What if I was wrong?" Jugendliche und junge Erwachsene werden dazu aufgerufen, sich in Workshops, Zeichnungen, Texten, Songs oder Video-Statements mit der Frage auseinander zu setzen, wann sie einmal mit einer Einschätzung oder Überzeugung falsch gelegen haben. In einem internationalen Wettbewerb können Gruppen und Einzelpersonen – auch aus Deutschland – dafür Geldpreise (1.000 CAD) gewinnen.

Dadurch sollen sie sich mit Einstellungen beschäftigen, die zu einer gewalttätigen Radikalisierung führen können – wie unerschütterliche ideologische Überzeugungen oder Intoleranz alternativen Ideen, Werten oder Meinungen gegenüber. Die Kampagne wurde vom kanadischen "Centre for the Prevention of Radicalisation Leading to Violence" in Kooperation mit der UNESCO initiiert und wird von weiteren internationalen Organisationen in verschiedenen Ländern unterstützt.

Zur Kampagnen-Website, zu den Video-Statements ("I was wrong when ...") und zum Wettbewerb

Videobeiträge

TED-Talk: "How young people join violent extremist groups — and how to stop them"

Erin Marie Saltman ist bei Facebook für Counterterrorism Policy verantwortlich. In ihrer Präsentation spricht sie über Push- und Pull-Faktoren, die dazu führen, dass sich Menschen extremistischen Gruppen anschließen. Außerdem stellt sie innovative Maßnahmen zur Prävention und zur Begegnung von Radikalisierung vor – wie das "One to One"-Programm des Londoner Think Tanks "Institute for Strategic Dialogue". In dem Programm werden zunächst auf Facebook Nutzer/-innen identifiziert, die extremistische Gedanken äußern. Anschließend werden diese mit dem Ziel der Deradikalisierung von ehemaligen Extremisten kontaktiert.

Zum TED-Talk: "How young people join violent extremist groups — and how to stop them"
Zum "One to One"-Programm des "Institute for Strategic Dialogue"

ZDFneo-Serie: "Bruder – Schwarze Macht"

Die Dramaserie "Bruder – Schwarze Macht" erzählt in vier 45-minütigen Episoden die Geschichte der Radikalisierung des heranwachsenden Deutschtürken Melih und seiner älteren Schwester Sibel (Sibel Kekilli), die versucht, ihn aus dem islamistischen Milieu heraus zu holen. Die Rezensionen fallen gemischt aus: Während die Serie in der FAZ als "exzellent geschrieben und herausragend gespielt" sowie "richtungsweisend relevant" bezeichnet wird, urteilt der Rezensent der Frankfurter Rundschau, dass in dem "Holzschnitt mit Axt" ein "Klischee an das andere gereiht" wird.

"Bruder – Schwarze Macht" online anschauen
Zu den Rezensionen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Rundschau
Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

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Veranstaltungsdokumentation (Februar 2018)

Mit Gewalt ins Paradies (Schwerin, Februar 2018)

Mit immer neuen Handelnden im Feld steigt auch der Bedarf nach der Vermittlung von Ansatzpunkten für Prävention. Der Fachtag in Schwerin war ein Ausgangspunkt für diesen Wissenstransfer. Den ganzen Tag über standen Chancen und Grenzen der Radikalisierungsprävention im Fokus der Diskussion.

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Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

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Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden.

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