Herausforderung Salafismus

Newsletter Dezember 2017

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf dem Gelände der ehemaligen Südkaserne. Nürnberg, 23.09.2017

Redaktion Infodienst Radikalisierungsprävention

Prävention und Deradikalisierungsarbeit im Flüchtlingsbereich: BAMF fördert Ausbau der Beratungsstellen

Die Verunsicherung in vielen Einrichtungen der Flüchtlingsarbeit ist groß. Vor allem seit den Anschlägen in Würzburg und Ansbach häufen sich die Anfragen von Betreuerinnen und Betreuern bei Beratungsstellen und Sicherheitsbehörden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) will die Beratungsarbeit in diesem Bereich stärken. Im Interview erläutert Florian Endres, worum es geht.

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Die Mitglieder des Vorstands der Bundesarbeitsgemeinschaft Religiös begründeter Extremismus (v.l.n.r.): Dr. Götz Nordbruch (ufuq.de), Thomas Mücke (Violence Prevention Network), Friederike Müller (IFAK e.V.), Tobias Meilicke (PROvention).

Redaktion Infodienst Radikalisierungsprävention

Die Arbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus

Vernetzung und Austausch, Entwicklung von Qualitätsstandards und Interessenvertretung der zivilgesellschaftlichen Träger sind die Ziele der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx). Im Interview berichtet Götz Nordbruch, Vorstandsvorsitzender, über die bisherige Arbeit und zukünftigen Vorhaben der im November 2016 gegründeten Arbeitsgemeinschaft.

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Datenbank Angebote der Radikalisierungsprävention

Übersicht

Beratung und Hilfsangebote: Neue Projekte in der Datenbank

Die Beratungsstelle Sachsen wurde neu in die Datenbank aufgenommen. Insgesamt enthält sie nun 83 Anlaufstellen aus dem gesamten Bundesgebiet, die Unterstützung anbieten bei Fragen wie: Was tun, wenn sich junge Menschen radikalisieren? Wo können sich Fachkräfte informieren und weiterbilden, wo finden Angehörige Rat?

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

"Sie haben keinen Plan B"

Schriftenreihe (Bd. 10151)

Jana Kärgel (Hrsg.): Sie haben keinen Plan B

Warum radikalisieren sich junge Menschen? Was macht islamistische Ideologien so attraktiv? Was kann man ihnen entgegensetzen? Vertreter/-innen aus der Präventionspraxis, der Wissenschaft und den Sicherheitsbehörden leuchten in diesem Buch Möglichkeiten und Grenzen der Radikalisierungsprävention aus.

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4,50

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Terminübersicht

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Terminübersicht des Infodienst Radikalisierungsprävention.

Dezember
  • Schulung für Teams: "Radikalisierungsphänomene und aktuelle Trends", "Psychodynamische Faktoren von Radikalisierung" oder "Soziale Aspekte von Radikalisierungsprozessen" (18. Dezember 2017, Berlin)

  • Schulung für Teams: "Islam, Islamismus, Islamfeindlichkeit und Demokratie", "Konstruktive Präventionsarbeit" oder "Gender-Betrachtungen" (18. Dezember 2017, Berlin)

  • Schulung: Gender-Betrachtungen (19. Dezember 2017, Berlin)
Januar
  • Workshop: Instrumente und Methoden zur Radikalisierungsprävention von jungen Menschen – Was kann der Kulturbereich beitragen? (22. Januar 2018, Berlin)

  • Fortbildung: Neosalafismus – Prävention in den Handlungsfeldern politische Bildung, Schule, Jugendhilfe und Gemeinde (26.-27. Januar, 23.-24. Februar, 16.-17. März, 13.-14. April 2018, Leipzig)
Februar
  • Konferenz: Multidisciplinary Perspectives on Radicalisation, New Media and Education (22. und 23. Februar 2018, Köln )

Aktuelle Meldungen

Dokumentation der Tagung "Grenzenloser Salafismus – Grenzenlose Prävention?"

Über 300 Fachkräfte haben sich Anfang Dezember auf der bpb-Fachtagung: "Grenzenloser Salafismus – Grenzenlose Prävention? Radikalisierung, politische Bildung und internationale Ansätze der Prävention" in Mannheim zu aktuellen Entwicklungen ausgetauscht und die internationale Vernetzung in den Blick genommen. Die Dokumentation der Tagung wird in Kürze veröffentlicht werden und im News-Bereich des Infodienstes zur Verfügung stehen.

Hessen: Diskussion über Rolle des Verfassungsschutzes in der Prävention

Die hessische Landesregierung hat Eckpunkte für ein neues Verfassungsschutzgesetz vorgestellt. Demnach erhält das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) den Auftrag, Prävention und "mehr Aufklärung" zu leisten.

Wie der Verfassungsschutz den Präventionsauftrag versteht, hat LfV-Präsident Robert Schäfer gegenüber hr-INFO erläutert. Beispielsweise will das LfV in Gesprächen mit extremistischen Moscheen Akteure zum Nachdenken anregen und die Position von Personen stärken, die an Demokratie interessiert sind.

Für Kritik von Opposition und Akteuren der Bildungs- und Präventionsarbeit sorgte hingegen die geplante anlasslose „Überprüfung der Zuverlässigkeit“ von Personen, die in Projekten arbeiten, die mit Landesmitteln gefördert werden. So hat der Landesverband Hessen der Deutschen Vereinigung für politische Bildung eine öffentliche Stellungnahme veröffentlicht, in der es unter anderem heißt: „Eine kritische Auseinandersetzung mit abweichenden politischen Positionen im Rahmen der Präventions‐ und Bildungsarbeit wäre damit nicht mehr möglich.“ Die Frankfurter Rundschau berichtet über weitere kritische Stimmen.

Als Reaktion auf die heftige Kritik hat das hessische Innenministerium inzwischen eingelenkt: Die Hessenschau berichtet, dass von einer solchen Überprüfung künftig nur Projektträger betroffen sein sollen, die erstmals Fördermittel beantragen. Bisherige Träger seien demnach nicht betroffen.

Beitrag auf hessenschau.de

Stellungnahme der Deutschen Vereinigung für politische Bildung, Landesverband Hessen

Beitrag auf hessenschau.de zum Einlenken der Landesregierung

"Call for Proposals" der EU für Online-Kampagnen gegen Radikalisierung

Zivilgesellschaftliche Organisationen können bis zum 11. Januar 2018 Vorschläge für Online-Kampagnen gegen Radikalisierung bei der EU-Kommission einreichen. Die Kampagnen sollen sich an Gruppen richten, die empfänglich für Online-Radikalisierung und terroristische Inhalte sind oder die bereits als radikalisiert gelten. Die Kampagnen sollen glaubwürdige Alternativen und positive Narrative vermitteln oder terroristische und extremistische Propaganda im Internet infrage stellen. Gleichzeitig sollen sie Resilienz und kritisches Denken stärken. Insgesamt stehen sechs Millionen Euro zur Unterstützung der Kampagnen zur Verfügung.

Informationen im Newsletter des Radicalisation Awareness Network (RAN)

Call for Proposals

Bremen: Beratungsnetzwerk kitab sucht Berater/-innen

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das Beratungsnetzwerk kitab des VAJA e. V. aus Bremen mehrere Mitarbeiter/-innen für die beratende Tätigkeit im Bereich der Auseinandersetzung mit islamistischen Haltungen junger Menschen. Frist für die Bewerbung ist der 15. Januar 2018.

Ausschreibung auf der Website von VAJA Bremen

Abu Adam: "Imam unter Verdacht"

Seit April 2017 befindet sich der Leipziger Imam Abu Adam in Spanien in Untersuchungshaft. Die spanischen Behörden werfen ihm unter anderem vor, den IS unterstützt zu haben. Zeit-Journalist Yassin Musharbash berichtet im seinem Recherche-Blog ausführlich über den Fall. Die Vorwürfe sorgen für Aufsehen, weil Abu Adam in Deutschland in die Arbeit von Deradikalisierungsinitiativen eingebunden war.

Der Fall weist über den Einzelfall hinaus, so Musharbash. Es geht um die Frage, wie Extremisten deradikalisiert werden können, und wer für diese Aufgabe geeignet ist.

Zeit-Blog "Radikale Ansichten"

Hinwendungs- und Radikalisierungsprozesse im Themenfeld "gewaltorientierter Islamismus": Studien im Rahmen von "Demokratie leben!" abgeschlossen

Wie und warum werden Jugendliche zu gewaltbereiten Islamisten? Zu diesen Fragen haben das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (Bielefeld), das Deutsche Jugendinstitut (Halle) und das Institut für Islamische Theologie (Osnabrück) zwei Jahre lang geforscht. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat erste Erkenntnisse zusammengefasst. Demnach bestätigen die Studien, dass Radikalisierungsprozesse sehr komplex sind. Individuelle und soziale Faktoren spielen vor allem in der Anfangsphase eine größere Rolle als ideologische Gründe. Die Studien der Institute fanden im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" statt. Detaillierte Ergebnisse sollen in den nächsten Monaten veröffentlicht werden.

Meldung bei "Demokratie leben"

Rückkehrer-Diskussion: Bundesregierung will Kinder deutscher "IS"-Anhänger nach Deutschland zurückholen

Die Frage nach dem Umgang mit sogenannten IS-Rückkehrerinnen und -Rückkehrern beschäftigt nach den militärischen Niederlagen des "IS" verstärkt Medien und Präventionsakteure. Dabei gebe es "viele Fragezeichen" bei Sicherheitsbehörden, Politik und Pädagogen, heißt es in einem ausführlichen Beitrag im Hamburger Abendblatt. Verstärkt geht es in der Diskussion um die Familien von Rückkehrern. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die Bundesregierung Kinder von deutschen Kämpfern und Anhängern des sogenannten Islamischen Staates nach Deutschland zurückholen möchte. Mindestens ein halbes Dutzend deutscher Minderjähriger befindet sich demnach in Haftanstalten und Verhörzentren im Irak – die meisten von ihnen Klein- und Kleinstkinder.

Bericht in der Süddeutschen Zeitung

Anzahl der Salafisten in Deutschland auf 10.800 gestiegen

Nach Angaben von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist die Zahl der Salafisten in Deutschland auf 10.800 gestiegen. Das sind rund 1.000 Personen mehr als im Vorjahr. Allein seit September seien 500 Salafisten hinzugekommen.

Meldung in der Rheinischen Post

G20-Fachtagung zur Radikalisierungsprävention hat in Berlin stattgefunden

Auf der G20-Fachtagung "Preventing Radicalisation – Towards Resilient Societies" in Berlin haben Experten und Expertinnen vom 13. bis 15. November präventiv-pädagogische Maßnahmen zur Verhinderung von Radikalisierung und Terrorismus erörtert. Im Fokus stand die Kinder- und Jugendarbeit.

Dokumentation der Tagung

Agenda der Tagung

Schweiz: Bund stellt Nationalen Aktionsplan gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus vor

Anfang Dezember wurde in der Schweiz der Nationale Aktionsplan (NAP) vorgestellt. Mit ihm wollen die Behörden präventiv gegen gewalttätigen Extremismus vorgehen. Vor allem soll die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen föderalistischen Ebenen sowie zwischen unterschiedlichen Institutionen gefördert werden. Der Plan sieht dezentrale und niedrigschwellige Maßnahmen vor – wie die Schulung von Lehrkräften, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern oder Sporttrainern und Sporttrainerinnen. In Gemeinden oder Kantonen sollen Fachstellen eingerichtet werden, an die sich Behörden mit Fragen richten können. Außerdem sollen Abläufe etabliert werden, wie bei Alarmzeichen zu reagieren ist. Der Bund wird sich mit 5 Millionen Franken (rund 4,2 Millionen Euro) am Aktionsplan beteiligen.

Meldung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements

Bericht in der Neuen Züricher Zeitung

Universität Bern will mit Testverfahren religiös motivierten Extremismus erkennen

Wie die Neue Züricher Zeitung (NZZ) berichtet, hat die Universität Bern ein Testverfahren für die Zulassung zu einem Lehrgang für Seelsorger entwickelt. Mithilfe des Verfahrens soll vermieden werden, dass Personen mit einer sogenannten "radikalen Grundhaltung" an dem Kurs "Religious Care in Migration Contexts" teilnehmen.

Die Professorin für Seelsorge und Religionspsychologie, Isabelle Noth, erklärte der NZZ, dass Personen mit extremen Ansichten in herkömmlichen Interviews häufig erwünschte Antworten geben und kritischen Fragen ausweichen würden. Das Verfahren der Universität Bern setzt daher auf ein mehrstufiges Assessment, mit dem Haltungen auf indirekte Weise ermittelt werden können. So kommt unter anderem ein sogenannter impliziter Assoziationstest zur Anwendung – dies ist ein auf der Reaktionszeit basierendes Computerverfahren. Zusätzlich werden die Bewerberinnen und Bewerber in einem Rollenspiel mit spezifischen Situationen aus den Bereichen Familie oder Sexualität konfrontiert. Hierbei kommen laut Noth Wertvorstellungen unweigerlich zum Ausdruck.

Das Verfahren eigne sich auch für die Auswahl von Betreuungspersonen im Asylbereich oder im Strafvollzug, so Noth. Laut NZZ zeigt der Sicherheitsverbund Schweiz (SVS) Interesse an dem Lehrgang sowie an dem Testverfahren. Der SVS ist federführend bei der Entwicklung des Nationalen Aktionsplans gegen Radikalisierung, bei dem Seelsorger eine wichtige Rolle spielen (s. Meldung oben).

Bericht in der Neuen Züricher Zeitung

Neuerscheinungen

Christoph Reuter: Maryam A. Mein Leben im Kalifat – Eine deutsche IS-Aussteigerin erzählt

Als sie 2014 mit ihrem Mann nach Syrien reist, um sich dem sogenannten "Islamischen Staat" anzuschließen, ist Maryam A. Mitte zwanzig. Doch das Leben im "Kalifat" ist nicht geprägt von Glauben und Gemeinschaft, wie sie es sich erhofft hatte. Stattdessen erlebt sie Terror, Gängelung und ständige Bombardierungen sowie den zermürbenden Kleinkrieg der Dschihadisten untereinander. Unter Lebensgefahr gelingt es ihr zu fliehen, aber bis heute muss sie versteckt in Nordsyrien leben. Christoph Reuter hat Maryams Bericht über ihre Zeit beim "Islamischen Staat" aufgeschrieben. Ihre Erinnerungen erlauben Einblicke in das Innenleben des "IS".

focus.de hat den Prolog des Buches veröffentlicht.

Das Buch ist am 16. November 2017 bei DVA Sachbuch erschienen und umfasst 256 Seiten. Es kann zum Preis von 18,00 Euro bestellt werden.

Ramazan Demir: Unter Extremisten

In seinem Buch "Unter Extremisten" gibt Ramazan Demir einen Einblick in die Lebenswelten österreichischer muslimischer Häftlinge. Seit 2016 leitete er die islamische Gefängnisseelsorge in Österreich; aufgrund von Morddrohungen zieht er sich nun allerdings aus der aktiven Seelsorge zurück. Laut Demir sind Österreichs Haftanstalten Brutstätten der Radikalisierung.

Interview im Kurier

Interview bei Zeit Online

Buchtrailer auf YouTube

Das Buch ist am 25. November 2017 bei edition a erschienen und umfasst 240 Seiten. Es kann zum Preis von 21,90 Euro bestellt werden.

Handbücher und Materialien

RAN-Handbuch: Reaktionen auf zurückkehrende ausländische Kämpfer und ihre Familien

Das europäische Präventionsnetzwerk Radicalisation Awareness Network (RAN) hat ein umfangreiches Handbuch zum Umgang mit zurückkehrenden ausländischen Kämpfern und ihren Familien veröffentlicht. Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme von Erkenntnissen der im Netzwerk vertretenen Fachleute aus der Präventionspraxis. Diese Empfehlungen sollen andere Fachleute und Behörden dabei unterstützen, ihre eigenen Ansätze beim Umgang mit Rückkehrerinnen und Rückkehrern zu überprüfen. Das Handbuch richtet sich zum Beispiel an Fachkräfte in der Sozialarbeit, im Gesundheitswesen, an Lehrkräfte oder Polizei- und Justizbeamte.

Weiterlesen im Infodienst

Materialien zur Radikalisierungsprävention: EU-Projekt YCARE

Im internationalen Projekt YCARE (Youth Counselling Against Radicalisation in Europe) wurden rund 60 Materialien zur Radikalisierungsprävention entwickelt, gesammelt und pädagogisch aufbereitet. Für Jugendberatungsstellen, Schulen und Einrichtungen der Zivilgesellschaft stehen diese Materialien als Unterrichtseinheiten und Übungen samt Handouts in sechs europäischen Sprachen zum kostenlosen Download bereit. Ein Handbuch, Best Practices und eine App ergänzen das Angebot.

Website von YCARE

YCARE-Materialien

Videobeiträge

Dokumentation: Warum macht es uns Allah so schwer? Wie junge Muslime um ihre Religion ringen

Lassen sich Islam und Demokratie in Deutschland vereinen? Mustapha Lamjahdi und Ron Weber glauben: Ja! Lamjahdi ist Vorsitzender einer Moschee-Gemeinde in Frankfurt, Ron Weber ist muslimischer Sozialarbeiter in Berlin. Sie kämpfen für eine Auslegung des Islams, die friedlich, tolerant und mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

"Warum macht es uns Allah so schwer?" bis zum 19.11.2018 in der ARD-Mediathek anschauen

Dokumentation: Sebastian wird Salafist

Was bewegt junge Menschen dazu, sich dem radikalen Islam anzuschließen? Für die Dokumentation „Sebastian wird Salafist“ begleitete Ghafoor Zamani drei Jahre lang den Abiturienten Sebastian aus Wuppertal – auf seinem Weg vom durchschnittlichen deutschen Jugendlichen zum Salafisten und zurück.

Interview mit Dokumentarfilmer Ghafoor Zamani in der Schwäbischen Zeitung

"Sebastian wird Salafist" bis zum 22.11.2018 in der ARD-Mediathek anschauen

Dokumentation: Die Akte Anis Amri

Die Autoren Arndt Ginzel und Ulrich Stoll zeichnen in der Frontal 21-Dokumentation "Die Akte Anis Amri – Der Terrorist und die Fehler der Fahnder" Amris Weg von Tunesien über Italien nach Deutschland nach. Sie befragten Angehörige und Bekannte Amris, Ermittler, Zeugen und Überlebende des Terroranschlags, sichteten zehntausende Seiten Ermittlungsakten. Ihre Bilanz: Behördenchaos verhinderte, dass der Islamist Amri rechtzeitig gestoppt wurde.

"Die Akte Anis Amri" bis zum 05.12.2018 in der ZDF-Mediathek anschauen

Zweiteiler: Brüder

Der Zweiteiler "Brüder" erzählt von dem deutschen Studenten Jan, der sich in einer Phase der Orientierungslosigkeit einer Gruppe von Salafisten anschließt und dort Gemeinschaft und Sinn findet. Die Berliner Zeitung urteilt, dass es sich bei dem Zweiteiler "trotz mancher Längen und Schwächen" um ein "nachdenklich machendes Drama" handelt – während die Frankfurter Rundschau befindet, es ginge "Regie und Autorin [...] weniger um Motive als um Melodram" und es werde "vieles bloß behauptet statt entwickelt".

Zu den Rezensionen in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau

"Brüder" bis zum 22.12.2017 in der ARD-Mediathek anschauen

"Antworten auf Salafismus" lässt Videoclips über Radikalisierung produzieren

Das bayerische Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung "Antworten auf Salafismus" hat gemeinsam mit der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) drei von Studierenden umgesetzte Videoclips veröffentlicht. Die kurzen Videos sind Ergebnis eines Filmwettbewerbs. Die Filmemacherinnen und -macher sollten das Thema Radikalisierung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Drei Konzepte wurden von einer Jury ausgewählt.

Zu den Clips auf www.antworten-auf-salafismus.de

Veranstaltungsdokumentation (Februar 2018)

Mit Gewalt ins Paradies (Schwerin, Februar 2018)

Mit immer neuen Handelnden im Feld steigt auch der Bedarf nach der Vermittlung von Ansatzpunkten für Prävention. Der Fachtag in Schwerin war ein Ausgangspunkt für diesen Wissenstransfer. Den ganzen Tag über standen Chancen und Grenzen der Radikalisierungsprävention im Fokus der Diskussion.

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Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

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Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

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Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden.

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