Herausforderung Salafismus

Newsletter März 2018

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Gebet in der Şehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln am Tag der offenen Moschee

Samy Charchira

Möglichkeiten der Einbindung muslimischer Institutionen und Moscheegemeinden in die Radikalisierungsprävention

Muslimische Institutionen und Moscheegemeinden können in einer gesamtgesellschaftlichen Präventionsstrategie wichtige Aufgaben übernehmen - nicht nur als Träger, sondern auch als Experten, Kooperationspartner und Vermittler. Samy Charchira analysiert die Potenziale und Herausforderungen muslimischer Träger in der Radikalisierungsprävention und gibt Einblicke in aktuelle Angebote.

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In einem Klassenzimmer einer britischen Schule heben Schülerinnen und Schüler die Hände. Die britische Anti-Terrorismus-Strategie "Prevent" steht seit ihrer Einführung 2007 in der Kritik.

Paul Thomas

Im Wandel begriffen und doch umstritten: "Prevent", die Anti-Terrorismus-Strategie Großbritanniens

Paul Thomas, Professor an der University of Huddersfield, skizziert die Entwicklung der umstrittenen britischen Anti-Terrorismus-Strategie "Prevent" seit 2007 und stellt ihre wichtigsten Ziele und Inhalte dar. Er beschreibt und diskutiert die heftigen Kontroversen rund um das Programm. Dies ermöglicht Schlussfolgerungen über die Rolle von "Prevent" heute und in der Zukunft.

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Thomas de Maizière beim Besuch des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ) im November 2017. Das GTAZ dient 40 nationalen Behörden aus dem Bereich der Inneren Sicherheit als Kommunikations- und Kooperationsplattform.

Holger Münch

Rückkehrer und "Homegrown Terrorists": Umgang mit dem Sicherheitsrisiko

Nach den militärischen Niederlagen des "IS" wird die Sicherheitslage in Deutschland komplexer. Wie gehen die Sicherheitsbehörden mit der Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus um? Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, beschreibt die Lage und erläutert Maßnahmen der Terrorismusabwehr in Deutschland und Europa.

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Datenbank Angebote der Radikalisierungsprävention

Übersicht

Beratung und Hilfsangebote: Neues Projekt aus Hamburg in die Übersicht aufgenommen

Die Beratungsstelle Gewaltprävention Hamburg wurde in die Übersicht der Anlaufstellen aufgenommen. Insgesamt enthält die Übersicht nun 85 Anlaufstellen aus dem gesamten Bundesgebiet, die Unterstützung anbieten bei Fragen wie: Was tun, wenn sich junge Menschen radikalisieren? Wo können sich Fachkräfte informieren und weiterbilden? Wo finden Angehörige Rat?

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Rolltreppe

Veranstaltungsdokumentation (Februar 2018)

Veranstaltungsdokumentation: Mit Gewalt ins Paradies

Akteure und Akteurinnen, die sich im Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention engagieren, stehen häufig vor ähnlichen Fragen: Was steckt hinter den individuellen Radikalisierungsprozessen? Welche Hilfsangebote gibt es vor Ort? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Fachtag "Mit Gewalt ins Paradies" der bpb in Schwerin im Februar. Der Tagungsbericht ist nun online verfügbar.

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Zwei Schwestern

Schriftenreihe (Bd. 10195)

Åsne Seierstad: Zwei Schwestern – Im Bann des Dschihad

An einem Nachmittag im Oktober 2013 kommen die Schwestern Ayan und Leila nach der Schule nicht wie gewohnt nach Hause. Stattdessen schicken sie eine E-Mail: Sie befinden sich auf der Reise nach Syrien, um sich dort dem sogenannten Islamischen Staat anzuschließen. Für ihr dokumentarisches Buch hat die Autorin Åsne Seierstad eine norwegische Familie bei den dramatischen Versuchen begleitet, ihre beiden Töchter aus dem "IS"-Gebiet zurückzuholen.

Das Buch ist am 13.3.2018 in der Schriftenreihe der bpb erschienen und umfasst 526 Seiten. Es kann zum Preis von 7,00 Euro bestellt werden.

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7,00
Salafismus und Dschihadismus in Deutschland

Schriftenreihe (Bd. 10123)

Sammelband: Salafismus und Dschihadismus in Deutschland – Ursachen, Dynamiken, Handlungsempfehlungen

Der Sammelband trägt empirische Befunde und wissenschaftliche Erkenntnisse über Salafismus und Dschihadismus in Deutschland zusammen. Die Autorinnen und Autoren befassen sich unter anderen mit radikal-islamistischen Organisationsstrukturen sowie mit "Karrieren" im salafistischen Milieu. Sie beschreiben islamistische Narrative und mögliche Gegennarrative, internationale Verflechtungen und Ansätze zu Prävention und Deradikalisierung. Herausgeber sind Janusz Biene, Christopher Daase, Julian Junk und Harald Müller.

Das Buch ist am 23.1.2018 in der Schriftenreihe der bpb erschienen und umfasst 301 Seiten. Es kann zum Preis von 4,50 Euro bestellt werden.

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4,50

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Terminübersicht

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Terminübersicht des Infodienst Radikalisierungsprävention.

April
  • Jugendtheater: Dschihad online
    4. und 8. April 2018, Bamberg

  • Workshop: Videobasierte Strategien gegen Radikalisierung (Projekt VIDEOSTAR)
    13. April 2018, Nienburg/Weser

  • Workshop: Terrorismus und Amok – Motive und Hintergründe
    27. April 2018, Berlin
Mai
  • Workshop: Störungen der Identitätsentwicklung als Radikalisierungsursache?
    11. Mai 2018, Berlin

  • Fachtag: Radikalisierung in der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung – erkennen, bewerten und angemessen handeln
    16. Mai 2018, Berlin

  • Workshop: Psychoanalytisch-pädagogische Radikalisierungskonzepte – Was brauchen junge Menschen, um sich von radikalen Gruppen abzuwenden?
    18. Mai 2018, Berlin
Juni
  • Kongress: 23. Deutscher Präventionstag – Gewalt und Radikalität – Aktuelle Herausforderungen für die Prävention
    11. Juni 2018, Dresden

Aktuelle Meldungen

Das Wechselspiel zwischen Islamismus und Rechtsextremismus: Beitrag von Julia Ebner auf ufuq.de

Islamismus und Rechtsextremismus sind zwei Seiten derselben Medaille und verstärken sich wechselseitig, so Julia Ebner in einem Beitrag auf ufuq.de. Vertreterinnen und Vertreter beider Formen des Extremismus instrumentalisierten die Gewalttaten der Gegenseite, um ihre gesellschaftlichen Opfer- und Feindbilder zu begründen, ihre Narrative zu bestärken und ihre Aktionen zu legitimieren. Ebner plädiert dafür, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Formen des Extremismus zu berücksichtigten. Dies sei notwendig, um dem gleichzeitigen Wachstum von islamistischen und rechtsextremen Gruppen effektiv entgegenzusteuern.

Beitrag auf ufuq.de

BMBF fördert Projekt, das Initiativen zu Prävention und Deradikalisierung kategorisiert

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein Vorhaben des Forschungsverbunds MAPEX mit 1,5 Millionen Euro. Das Projekt „Mapping und Analyse von Präventions- und Distanzierungsprojekten im Umgang mit islamistischer Radikalisierung" soll bundesweit bis zu 1.000 Initiativen der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit erfassen und kategorisieren. Die ehemalige Bundesforschungsministerin Johanna Wanka zur Zielsetzung des Projekts: "Das Vorhaben soll dazu beitragen, die Wirksamkeit der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit nachhaltig zu erhöhen. Ein Überblick über die Vielfalt der unterschiedlichen Maßnahmen und Ansätze wird möglich. Wir werden sehen, was in der Praxis tatsächlich wirkt."

Meldung auf bmbf.de

Baden-Württemberg bildet Schulpsychologen fort, um Radikalisierung zu erkennen

Baden-Württemberg bildet Schulpsychologinnen und -psychologen fort, damit Lehrkräfte Radikalisierungstendenzen bei Schülerinnen und Schülern erkennen und besser darauf reagieren können, berichtet die Südwestpresse. Im Dezember waren 55 Schulpsychologen in einer dreitägigen Fortbildung über salafistischen Extremismus aufgeklärt worden. Im Sommer sollen in einem zweiten Modul Links- und Rechtsextremismus behandelt werden. 2019 soll eine weitere Fortbildungsrunde mit neuen Teilnehmenden stattfinden. Organisiert wird die Fortbildung vom Kultusministerium und dem "Kompetenzzentrum zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen Extremismus" (KPEBW) am Innenministerium. Daniel Köhler vom KPEBW sagte der Südwestpresse, den Schulpsychologinnen und -psychologen käme "eine zentrale Vermittlerrolle zwischen kommunaler Verwaltung, Polizei, Beratungs- und Ausstiegsprogrammen" zu.

Beitrag auf swp.de

NRW-Innenminister Herbert Reul fordert Registrierung von Kindern zurückgekehrter Dschihadisten

Im Zuge der Diskussion um Rückkehrer und Rückkehrerinnen aus den "IS"-Gebieten, hat NRW-Innenminister Herbert Reul vor der Gefahr durch die Kinder der Rückkehrenden gewarnt, meldet die Rheinische Post. Ein ernsthaftes Problem sei, dass Sicherheitsbehörden Kinder unter 14 Jahren nicht registrieren dürften. Hierzu sagte Reul der RP: "Wir müssen einen Weg finden, auch die Personen unter 14 Jahren zu erfassen – da darf es keine Denkverbote geben."

Beitrag auf rp-online.de

Linda W. aus Pulsnitz zu sechs Jahren Haft im Irak verurteilt

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge hat ein irakisches Jugendgericht Linda W. aus Pulsnitz wegen "IS"-Mitgliedschaft und illegaler Einreise zu sechs Jahren Haft verurteilt. Über die Verhaftung der damals 16-jährigen deutschen "IS"-Anhängerin war im vergangenen Jahr ausführlich in den Medien berichtet worden. Laut SZ kann gegen das Urteil Berufung eingelegt werden. Da es kein Auslieferungsabkommen zwischen dem Irak und Deutschland gibt und in Deutschland kein Haftbefehl gegen Linda W. vorliegt, kommt eine Auslieferung nach Deutschland zunächst nicht in Betracht.

Beitrag auf sueddeutsche.de

Film "Profile" zeigt, wie der "IS" in Sozialen Medien junge Frauen anwirbt

Timur Bekmambetovs Film "Profile" basiert auf den Erlebnissen der französischen Journalistin Anna Erelle, die im Jahr 2014 herausfinden wollte, wie junge Europäerinnen von Dschihadisten nach Syrien gelockt werden. In "Profile" gibt sich eine Londoner Journalistin als Konvertitin aus und nimmt Kontakt zu einem "IS"-Kämpfer auf. Das Besondere dabei: Der gesamte Film spielt ausschließlich in den Sozialen Medien – die Geschichte wird über Facebook-Dialoge, Skype-Chats und YouTube-Videos erzählt. Der Film feierte auf der Berlinale am 17. Februar 2018 Premiere.

Beitrag auf tagesspiegel.de

Berlinale-Interview mit dem Regisseur auf YouTube

Facebook-Projekt kontaktiert potenzielle Extremisten über den Messenger

Facebook hat im Vereinigten Königreich in Kooperation mit dem Institute for Strategic Dialogue ein Pilotprojekt durchgeführt. Darin wurden Personen, die rechtsradikale oder islamistische Inhalte auf Facebook veröffentlicht hatten, mithilfe einer Software identifiziert und anschließend über den Facebook Messenger kontaktiert. Insgesamt wurden 569 Personen angeschrieben. Mit 76 der Personen führten die sogenannten intervention providers Gespräche mit einem Umfang von fünf oder mehr Nachrichten. Laut den Forscherinnen und Forschern entstand bei acht Personen der Anschein, dass die Gespräche einen positiven Einfluss hätten. Bei den "intervention providers", die Kontakt mit den potenziellen Extremisten aufnahmen, handelte es sich um ehemalige Extremisten, Opfer von Terrorismus oder geschulte Berater.

Beitrag auf bbc.com

Download des Berichts des Institute for Strategic Dialogue

Ausschreibung: Robert Bosch Stiftung fördert multimediale Jugendprojekte gegen Extremismus

Die Robert Bosch Stiftung unterstützt mit ihrer Initiative "Jugend gegen Extremismus" Jugendliche, die sich gegen radikale Kräfte und extremistische Strömungen in ihrem Umfeld engagieren. Mit bis zu 10.000 Euro werden Projekte von gemeinnützigen Jugendgruppen wie Vereine oder Jugendhäuser, aber auch von Schulklassen oder religiöse Organisationen gefördert. Die Projekte sollten eine offene und demokratische Gesellschaft fördern und multimedial aufbereitet sein. Bis zum 1.11.2018 können Ideen eingereicht werden.

Informationen auf bosch-stiftung.de

Handreichungen, Materialien und Berichte

Videos und Lehrmaterialien: Modul "Salafismus" im Projekt "Alternativen aufzeigen!" (ufuq.de)

Im Projekt "Alternativen aufzeigen!" von ufuq.de entstehen kurze Filme und Übungen für die pädagogische Praxis zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit, Demokratie und Islamismus. Sie richten sich an Jugendliche ab Klasse 5. Das neu veröffentlichte Modul "Salafismus" unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, mit Jugendlichen über das schwierige und gesellschaftlich aufgeladene Thema ins Gespräch zu kommen. Die Jugendlichen lernen dabei die wichtigsten Motive für die Hinwendung zum Salafismus kennen.

Neben einem Einführungsvideo mit Hintergrundinformationen zum Salafismus bietet das Modul drei Porträt-Videos: Die Rapperin Sahira Awad erzählt von ihrem Ein- und Ausstieg in die salafistische Szene. Der Imam Abdul Adhim Kamouss berichtet von seinem persönlichen Werdegang und schildert aus religiöser Perspektive die Risiken eines dichotomen Religionsverständnisses. Außerdem wird das Stück "Wer ist der Terrorist?" des "Theater X" vorgestellt.

Download der Videos und Übungen

Handreichung: Geflüchtete stärken! Anregungen für die Prävention von religiös-extremistischen Ansprachen (ufuq.de)

Die Handreichung von ufuq.de gibt Anregungen für die universelle Präventionsarbeit mit Geflüchteten, die im Vorfeld von möglichen Radikalisierungsprozessen ansetzt. Dabei geht es vor allem um Angebote der Jugend- und Sozialarbeit sowie der politischen Bildung. Die Handreichung erläutert, warum der Salafismus für Geflüchtete attraktiv sein kann. Sie zeigt Besonderheiten bei der Präventionsarbeit mit Geflüchteten auf und bietet Hilfestellungen, wie man Radikalisierungsprozesse erkennen kann.

Download der Handreichung auf ufuq.de

Handreichung: Improving the impact of preventing violent extremism programming – A toolkit for design, monitoring and evaluation (United Nations)

Die Handreichung des United Nations Development Programme soll Fachkräfte bei der Entwicklung, beim Monitoring und bei der Evaluation von Präventionsprogrammen gegen gewaltbereiten Extremismus unterstützen. In vier Modulen werden dafür nützliche Konzepte und Tools vorgestellt.

Download der Handreichung auf international-alert.org

Bericht: Extremismus und Justizvollzug (Kriminologische Zentralstelle)

Die Kriminologische Zentralstelle hat eine Literaturauswertung sowie die Ergebnisse von empirischen Erhebungen zum Thema "Extremismus und Justizvollzug" veröffentlicht. Für den Bericht haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler internationale Literatur ausgewertet. In ihrem Bericht stellen sie Erkenntnisse zu den Ursachen für Radikalisierung dar – unter anderem während der Haft. Dabei zeigen sie Möglichkeiten für Interventionen und zur Verhinderung von Radikalisierung im Strafvollzug auf. Außerdem analysieren sie, wie die Politik bislang auf verschiedenen Ebenen den neuen Herausforderungen des Justizvollzugs entgegengetreten ist.

Eine Befragung von 36 deutschen Jugendstrafvollzugsanstalten gibt Aufschluss über den Umgang mit Extremismus. In drei Viertel der Jugendstrafvollzugsanstalten waren die Themen Radikalisierung und Extremismus im Jahr 2015 von Relevanz. Nahezu alle Jugendstrafvollzugsanstalten sahen die Notwendigkeit, generalpräventive Erwägungen zum Thema Radikalisierung und Extremismus zu treffen. Ein einheitlicher Umgang in den Jugendstrafvollzugsanstalten findet in Deutschland jedoch nicht statt.

Beitrag auf allgemeine-zeitung.de

Download des Berichts auf krimz.de

Tagungsbericht: Systemischer Umgang mit Radikalisierungserscheinungen im Umfeld von Kita und Grundschule (SIP)

Das Zentrum für systemisch interkulturelle Prävention (SIP) hat die Dokumentation seiner 3. Fachtagung veröffentlicht. Das Thema: "Ausgrenzung, Abgrenzung, Dialog – Systemischer Umgang mit Radikalisierungserscheinungen im Umfeld von Kita und Grundschule". In den Tagungsunterlagen finden sich Vorträge zur Entwicklung von Vorurteilen im Kindesalter und Präventionsansätzen in Kita und Schule, Alltagsrassismus und Empfehlungen für den Umgang damit sowie Informationen über Beratungsangebote in Niedersachsen.

Download des Tagungsberichts auf sip-zentrum.de

Bericht: Countering Violent Extremism and Radicalisation that Lead to Terrorism: Ideas, Recommendations, and Good Practices (OSCE)

Peter Neumann hat Konzepte und Empfehlungen zum Umgang mit gewalttägigem Extremismus und Radikalisierung in Europa zusammengefasst. Unter anderem beschreibt er 22 bewährte Verfahren ("good practices") aus den folgenden Bereichen: nationale Aktionsprogramme, Justizvollzug, Polizei, Jugend, Bildung, Religion, Internet, Frauen, Geflüchtete, Interventionen und Rückkehrende. Neumann ist Professor am International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR) am Londoner King’s College sowie Sonderbeauftragter zur Bekämpfung von Radikalisierung bei der Organization for Security and Co-operation in Europe.

Download des Berichts auf osce.org

Radicalisation Awareness Network (RAN): Neue Ergebnisse von Working Groups und Konferenzen

Das Radicalisation Awareness Network (RAN) der EU hat in den letzten Monaten eine Reihe von Papieren veröffentlicht, die die Ergebnisse aktueller Working Groups und Konferenzen zusammenfassen:

Dealing with fake news, conspiracy theories and propaganda in the classroom

RAN guidelines for effective alternative and counter-narrative campaigns

The role of youth work in the prevention of radicalisation and violent extremism

Neuerscheinungen

Julia Ebner: Wut – Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen

Lassen sich westliche Demokratien in eine Spirale der Wut ziehen, von der sowohl Islamisten als auch Rechtsradikale profitieren? Die Extremismusforscherin Julia Ebner beschäftigt sich länderübergreifend mit Gruppierungen unterschiedlicher Ausrichtung. Mit Undercover-Recherchen und Gesprächen mit Radikalen beider Seiten zeigt sie, wie sich die Strategien von Islamisten und Rechtsextremisten wechselseitig ergänzen und verstärken. Die Autorin geht den Ursachen der wechselseitigen Radikalisierung auf den Grund und zeigt, wie Extremisten Angst, Verunsicherung und Wut instrumentalisieren. Julia Ebner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Londoner Institute for Strategic Dialogue.

Interview mit Julia Ebner auf dw.com (Deutsche Welle)

Das Buch ist am 22.2.2018 bei Theiss erschienen und umfasst 336 Seiten. Es kann zum Preis von 19,95 Euro bestellt werden.

Stefan Goertz: Islamistischer Terrorismus – Analyse – Definitionen – Taktik

Stefan Goertz analysiert die sicherheitspolitischen Bedrohungen Islamismus, Salafismus und islamistischer Terrorismus und stellt diese anhand aktueller Beispiele dar. Nach einer Einführung in den Islamismus, Salafismus und islamistischen Terrorismus werden diese auf den Ebenen der Analyse und Definitionen sowie Strategie und Taktik näher erläutert. Stefan Goertz ist Dozent an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Bundespolizei in Lübeck.

Das Buch ist am 23.5.2017 bei Kriminalstatistik erschienen und umfasst 194 Seiten. Es kann zum Preis von 24,99 Euro bestellt werden.

Audio- und Video-Beiträge

WDR-Hörspielserie: Sofias Krieg

Die 20-teilige Hörspielserie "Sofias Krieg" erzählt die Geschichte einer Frau Ende 20, die gemeinsam mit ihren kleinen Kindern nach Rakka ausreist. In den jeweils circa vierminütigen Folgen werden Fakten und Fiktion verwoben, um den Radikalisierungen in der Gesellschaft nachzuspüren. Die Geschichte basiert auf dem realen Fall eines Mannes aus NRW, dessen Tochter sich dem sogenannten Islamischen Staat zugewandt hat.

Online verfügbar auf wdr.de

BR-Videobeitrag: Extremismus im Kinderzimmer

Der circa 20-minütige Beitrag des BR-Politmagazins "kontrovers" beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen. Die Journalistinnen und Journalisten sprechen mit Verantwortlichen der "Beratungsstelle Radikalisierung" beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie beim LKA Bayern. Sie berichten über die bayerischen Präventionsprojekte "MotherSchools" und "ReThink". Sie reden mit der Mutter eines Salafisten über die salafistische Erziehung ihrer Enkelkinder und versuchen – vergeblich – mit salafistischen Moscheen Kontakt zu diesem Thema aufzunehmen.

Online verfügbar auf br.de

Talk mit Behnam Said und Götz Nordbruch: Das lässt sich gegen islamistische Radikalisierung tun

Eine Online-Live-Debatte des Projekts sagwas.net beschäftige sich im Dezember mit aktuellen Entwicklungen in Bezug auf islamistische Radikalisierung sowie Prävention von Radikalisierung in Deutschland. Dazu hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung Dr. Götz Nordbruch (Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus) und Dr. Behnam Said (Islamwissenschaftler und Mitarbeiter beim Verfassungsschutz Hamburg) eingeladen, die in einem einstündigen Gespräch die Fragen der Online-Community beantworteten.

Online verfügbar auf sagwas.net

Webinar: Wie unterscheiden sich Mädchen und Jungen im Radikalisierungsprozess?

Wie unterscheiden sich Radikalisierungsverläufe von Männern und Frauen? Inwiefern spielen Geschlechterrollen in salafistischen Ansprachen eine Rolle? Und wie lassen sich diese Fragen in der Präventionsarbeit aufgreifen? In einem Webinar des Deutsch-Europäischen Forum für urbane Sicherheit stellen Dr. Götz Nordbruch (ufuq.de) und Diana Schubert von der Stadt Augsburg ihre Ansätze und Erfahrungen vor.

Aufzeichnung online verfügbar auf dpt-webinare.adobeconnect.com

Veranstaltungsdokumentation (Februar 2018)

Mit Gewalt ins Paradies (Schwerin, Februar 2018)

Mit immer neuen Handelnden im Feld steigt auch der Bedarf nach der Vermittlung von Ansatzpunkten für Prävention. Der Fachtag in Schwerin war ein Ausgangspunkt für diesen Wissenstransfer. Den ganzen Tag über standen Chancen und Grenzen der Radikalisierungsprävention im Fokus der Diskussion.

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Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

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Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

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Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden.

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