Herausforderung Salafismus

Newsletter Oktober 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

welche Rolle spielen antimuslimischer Rassismus und Diskriminierungserfahrungen aus Sicht der Prävention? Mit diesem Thema beschäftigen sich drei Beiträge von Stefan E. Hößl, Sindyan Qasem und Dr. Josephine B. Schmitt.

Außerdem stellen wir in unserer Reihe über die Strukturen der Prävention vier weitere Bundesländer vor: Brandenburg, Saarland, Sachsen und Thüringen.

Ab sofort kann die Übersicht zu Anlaufstellen in der Präventionsarbeit in jede Website eingebunden werden. Das ermöglicht den Zugriff auf die Datenbank des Infodienstes mit fast 100 Angeboten aus der Präventionsarbeit.

Herzliche Grüße
Ihre Infodienst-Redaktion

PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an radikalisierungspraevention@redaktion-kauer.de!

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Redaktion Infodienst

Anlaufstellen bundesweit – Service in Ihre Website einbinden

In der Übersicht (Datenbank) des Infodienstes Radikalisierungsprävention finden sich Beschreibungen und Kontaktdetails zu fast 100 Anlaufstellen in ganz Deutschland, die Unterstützung anbieten – von Hotlines und Beratung über pädagogische Maßnahmen und Weiterbildungen bis hin zu Intervention und Deradikalisierung. Die Funktionen der Datenbank können nun auch in externe Websites eingebunden werden. Lesen Sie hier, wie Sie dieses "Datenbank-Widget" nutzen können.

Seit diesem Monat neu in der Übersicht der Anlaufstellen ist das Angebot HAFEZ aus Belm (Niedersachsen).

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Präventionsarbeit auf Bundesebene.

Redaktion Infodienst

Serie: Strukturen der Präventionsarbeit

Präventionsarbeit ist in Deutschland vor allem Ländersache. In den Bundesländern haben sich daher unterschiedliche Strukturen entwickelt. In einer Serie stellt der Infodienst die wichtigsten Akteure vor und beschreibt die Strukturen der Zusammenarbeit vor Ort. Die Beiträge zu den einzelnen Bundesländern bieten einen ersten Überblick zu den unterschiedlichen Organisationsstrukturen. Im September wurden die Bundesländer Brandenburg, Saarland, Sachsen und Thüringen veröffentlicht.

Bereits online: Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die Strukturen auf Bundesebene.

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Schülerin mit Kopftuch im Unterricht

Stefan E. Hößl

Diskriminierung und Radikalisierung: Zwei Seiten einer Medaille!?

Radikalisierungsprozesse sind dynamische Entwicklungen, bei denen viele Faktoren zusammenspielen. Erfahrungen von (rassistischer) Diskriminierung können Teil davon sein, da sie einen Rückzug zu defensiven Identitäten in Gemeinschaften oder Gruppierungen der Minderheiten bewirken können. Auch Angebote extremistischer Gruppierungen können in solchen Fällen attraktiv wirken. Stefan Hößl veranschaulicht diese These anhand des Beispiels der 18-jährigen Lina.

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Symbolbild: Im Vordergrund ist ein sich meldender Schüler, dahinter, unscharf, ein muslimisches Mädchen mit Kopftuch zu sehen.

Sindyan Qasem

Erfahrungen von Rassismus als Radikalisierungsfaktor: Ein (Gegen-)Beispiel

Dass Rassismus- und Ungerechtigkeitserfahrungen von Musliminnen und Muslimen als ein Faktor in Radikalisierungsprozessen gelten, kann in der Praxis unter Umständen zu folgenschweren Missverständnissen führen. Mit einem Beispiel aus der eigenen Bildungsarbeit unterstreicht Sindyan Qasem diese These.

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Junge verschleierte Frau mit Sonnenbrille fotografiert mit einem Smartphone.

Dr. Josephine B. Schmitt

Antimuslimischer Rassismus als islamistisches Mobilisierungsthema

Islamistische Propaganda baut stark auf der Viktimisierung der Eigengruppe und der Dämonisierung der Fremdgruppe auf. Hassreden von rechtsextremer Seite sowie vielfältige alltägliche Diskriminierungserfahrungen von Musliminnen und Muslimen in Deutschland stützen die von Islamistinnen und Islamisten verbreiteten Opfernarrative und machen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene empfänglich für islamistische Manipulationsversuche.

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Glaube und Freiheit

Materialien für die Bildungspraxis: Was geht? Glaube und Freiheit

Im Mittelpunkt der Ausgabe von "Was geht?" steht das Verhältnis von Religionen und Staat in Deutschland und damit auch der Konflikt zwischen Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit. Das Heft soll junge Menschen anregen sich mit Fragen zu beschäftigen wie: Wie viel Freiraum haben Gläubige in unserem Land? Wie weit dürfen die Glaubensgemeinschaften der Gesellschaft ihren Stempel aufdrücken? Und was ist eigentlich Säkularisierung?

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"Say my Name"-Logo.

YouTube- und Instagram-Projekt: Say My Name

"Say My Name" ist eine Webvideo-Reihe, die sich an junge Frauen zwischen 14 und 25 Jahren richtet. Das Projekt setzt sich für gesellschaftliche Werte wie Vielfalt, Respekt, Emanzipation, Gleichheit sowie Solidarität ein. Die Videos wurden von Kooperative Berlin im Auftrag der bpb produziert.

Hier geht es zu den Kanälen auf Instagram und YouTube.

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Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.

Oktober 2019 November 2019

Aktuelle Meldungen

Zahl der islamistischen Gefährder geht zurück

In Deutschland sinkt die Zahl der islamistischen Gefährder, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf das Bundeskriminalamt. Aktuell gäbe es 702 Gefährder; vor einem Jahr seien es noch 774 gewesen. Das entspräche einem Rückgang von knapp zehn Prozent. Allerdings sei die Zahl der "relevanten Personen" um 42 Personen auf 512 gestiegen. So werden potenzielle Unterstützer von Terroristen bezeichnet. Das BKA führe den Rückgang der Gefährderanzahl auf Abschiebungen, Deradikalisierungmaßnahmen und Neubewertungen durch das Analyse-Instrument "Radar-iTE" zurück.

Zum Bericht auf tagesspiegel.de

Syrische Lager: Kurden warnen vor Rückkehr des "IS" und vor Radikalisierung von Kindern

Syriens Kurden warnten vor einem Wiedererstarken des sogenannten Islamischen Staates (IS) und einer drohenden Massenflucht gefangener Dschihadisten, berichtet der Tagesspiegel. "IS"-Anhänger organisieren sich demnach in den Auffanglagern in Nordsyriens kurdischer Autonomiezone und in Verstecken im Ostirak.

Im Lager Al-Haul gäbe es außerdem viele Anhängerinnen des "IS", die weiterhin dessen Ideologie verträten. Ihre kurdischen Bewacher zeigten sich besorgt, die Kinder in dem Lager im Norden Syriens könnten ebenfalls zu "Terroristen" werden, da es kein Programm zur Deradikalisierung gäbe, so Focus und CNN.

Auswärtiges Amt holt Waisenkinder von "IS"-Anhängerinnen aus Syrien nach Deutschland

Das Auswärtige Amt hat vier (Waisen-)Kinder von deutschen Anhängerinnen des sogenannten Islamischen Staats (IS) aus dem syrischen Lager Al-Haul nach Deutschland bringen lassen, berichtet Spiegel Online. Es handle sich um drei Kinder von zwei getöteten Anhängerinnen des "IS" aus Baden-Württemberg und Hessen. Außerdem sei ein Kind einer im Lager lebenden Berlinerin zurückgeholt worden. Die Kinder würden zu Verwandten heimkehren.

Über den Umgang mit dem hessischen Kind berichtet die Neue Frankfurter Presse. Hessen hat sich demnach mit dem Projekt "Rückkehrkoordinierung" auf die Aufnahme der Kinder vorbereitet. Mit Unterstützung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge seien beim Landeskriminalamt zwei zusätzliche Stellen geschaffen worden, um die Fälle "ganzheitlich zu betreuen". Dazu würden Polizei, Verfassungsschutz, Jugendämter, Jobcenter sowie soziale und psychologische Dienste kooperieren.

Zwei Frauen wegen mutmaßlicher "IS"-Mitgliedschaft in Düsseldorf angeklagt

Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf haben Prozesse gegen zwei "IS"-Rückkehrerinnen begonnen, berichtet der WDR. Im August musste sich die 47-Jährige Mine K. aus Köln wegen der mutmaßlichen Mitgliedschaft in der Terrormiliz verantworten. Im September begann der Prozess gegen Derya Ö. aus Bochum.

Verfassungsschutz NRW startet satirischen YouTube-Kanal "Jihadifool"

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hat einen satirischen YouTube-Kanal gestartet, berichtet die Deutsche Welle. Ziel sei, der Radikalisierung junger Menschen vorzubeugen. Innerhalb eines Jahres sollten 32 satirische Videos und 16 Sachvideos veröffentlicht werden. Die Kosten beliefen sich auf rund 500.000 Euro.

Zum Bericht auf dw.com

Zum YouTube-Kanal "Jihadifool"

Zum Beitrag "Studie: Videos gegen Extremismus? Counter-Narrative auf dem Prüfstand" im Infodienst

Verfassungsschutz Hamburg warnt vor Bildungszentrum der Furkan-Gesellschaft

Hinter einem Hamburger Bildungszentrum stünden laut dem Hamburger Verfassungsschutz Extremisten, berichtet der NDR. Es handle sich um die islamistische Furkan-Gemeinschaft. Der Verfassungsschutz warne vor dem Besuch des Zentrums. Die Furkan-Gemeinschaft werde seit 2016 vom Hamburger Verfassungsschutz beobachtet.

Zum Bericht auf ndr.de

Offenbach: Beratungsstelle für "Deradikalisierung" kaum gefragt

Die Resonanz auf die Anfang 2018 in Offenbach eröffnete "Beratungsstelle gegen religiös motivierten Extremismus" sei dürftig, berichtet die Frankfurter Rundschau. Aus Sicht von Thomas Mücke, Geschäftsführer des Trägers Violence Prevention Network, liege dies daran, dass sich die Anlaufstelle zu nahe an der Beratungsstelle in Frankfurt befinde. Außerdem gäbe es mit Pro Prävention im Kreis Offenbach ein weiteres Angebot in dem Bereich.

Bericht über Aussteiger-Programm "Aktion Neustart" in Niedersachsen

"Aktion Neustart" ist das niedersächsische Aussteiger-Programm für Islamisten. Seit dem Start vor zweieinhalb Jahren hätten 58 Menschen einen sogenannten Erstkontakt mit dem Programm gehabt, berichtet der NDR. Demnach hätten einige Personen von sich aus Hilfe erbeten, während andere von den Behörden angesprochen worden seien. 24 Fälle hätten zu einer sogenannten Ausstiegsbetreuung geführt. Auf diese Weise hätten sich bereits fünf Personen eindeutig von islamistischer Ideologie und der Szene gelöst. Bei elf Personen könne zum Teil von positiven Entwicklungen gesprochen werden, zum Teil sei noch keine Prognose möglich. In acht Fällen sei die Ausstiegsbetreuung vorzeitig beendet worden.

Zum Bericht auf ndr.de

Großbritannien: Muslimische Lifestyle-Website vom Innenministerium finanziert

In Großbritannien hat eine muslimische Lifestyle-Website finanzielle Förderung vom "Counter Extremism Programme" des Innenministeriums erhalten, berichten The Guardian und Spiegel Online. Leserinnen und Leser hätten ihren Ärger über die Finanzierung ausgedrückt und die Betreiber der Plattform SuperSisters beschuldigt, damit die muslimische Community zu betrügen. Die Social Media Managerin, die davon nichts gewusst hätte, habe daraufhin ihren Job gekündigt.

Zum Bericht auf theguardian.de

Zum Bericht auf spiegel.de

Islamunterricht in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz

Der Landtag in Nordrhein-Westfalen hat mit einem Beschluss kurz vor den Sommerferien sichergestellt, dass auch im Schuljahr 2019/2020 bekenntnisorientierter islamischer Religionsunterricht stattfinden kann, berichtet die FAZ. Rund 19 000 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens erhalten demnach in NRW von 241 in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache. Dafür bedurfte es einer provisorischen staatsrechtlichen Brücke, so die FAZ. Denn die islamischen Verbände sind nicht als Religionsgemeinschaften anerkannt. In NRW nimmt daher ersatzweise ein Beirat diese Funktion ein. Er hat acht Mitglieder aus verschiedenen islamischen Organisationen.

In Hessen hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden festgestellt, dass ein rein staatlicher Religionsunterricht unter bestimmten Umständen nicht gegen die Verfassung verstoße, so die FAZ. Das Land sei somit nicht mehr auf einen Partner wie die umstrittene türkisch-islamische Union Ditib angewiesen, sondern dürfe den Religionsunterricht auch selbständig erteilen.

In Rheinland-Pfalz gibt es staatlichen Islamunterricht zwar an 25 Schulen, allerdings nur im Rahmen von Modellprojekten, berichtet der SWR. Ein flächendeckendes Angebot sei bislang daran gescheitert, dass die Landesregierung keinen landesweiten Partner auf muslimischer Seite gefunden hat, mit dem sie den Unterricht organisieren könnte. Der staatliche Islamunterricht war in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, weil Experten vor dem Koran- und Islamunterricht einer Moschee in Mainz gewarnt hatten.

Zum Beitrag über NRW auf faz.net

Zum Beitrag über Hessen auf faz.net

Zum Beitrag über Rheinland-Pfalz auf swr.de

Materialien und Handreichungen

Dossier: Nahostkonflikt im Unterricht– Bildungsserver Berlin-Brandenburg und ufuq.de

Auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg finden Lehrkräfte eine Zusammenstellung von Unterrichtsmaterialien zum Nahostkonflikt. Diese enthalten Hintergrundtexte sowie Links zu weiterführenden Materialien wie Videos, Handreichungen oder Websites. Das Thema bietet Anknüpfungspunkte für den Unterricht in den Bereichen Geschichte, Ethik/Religion, Politik, Medienbildung sowie für eine fächerübergreifende Betrachtung. Erstellt wurde das Dossier von ufuq.de im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin.

Zum Dossier auf bildungsserver.berlin-brandenburg.de

Handreichung: Standards in der Beratung des sozialen Umfelds (mutmaßlich) islamistisch radikalisierter Personen – BAMF/VPN

Die Handreichung informiert über die fachliche Fundierung des Beratungsangebots für Angehörige des sozialen Umfelds (mutmaßlich) islamistisch radikalisierter Personen im Netzwerk der Beratungsstellen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Neben der Beschreibung von Standards für die Beratung enthält die Handreichung auch vier Fallbeispiele. Diese geben aufschlussreiche Einblicke in den Beratungsverlauf, die angewandten Beratungsgrundsätze sowie die eingesetzten Beratungsmethodiken. Erstellt wurde die Handreichung vom BAMF und von Violence Prevention Network.

Zum Download auf violence-prevention-network.de

Faltblätter zu Islam und Islamismus – ufuq.de

ufuq.de hat zwei Faltblätter für die politische Bildungsarbeit veröffentlicht. "Was ist was? Islam in der politischen Bildungsarbeit" beleuchtet die zwei Hauptquellen des Islams: Koran und Sunna. Dabei wird das vielschichtige und komplexe Verständnis dieser beiden Quellen veranschaulicht. Außerdem werden die religiösen Begriffe Scharia und Dschihad in ihrer ursprünglichen Bedeutung aufgefächert.

In "Islamismus. Eine Verortung für die politische Bildung" wird der Begriff Islamismus präzisiert und die Bandbreite des Phänomens sichtbar gemacht. Das Faltblatt enthält außerdem Beispiele für Organisationen aus dem islamistischen Spektrum in Deutschland.

Zum Download von "Was ist was? Islam in der politischen Bildungsarbeit" auf ufuq.de

Zum Download von "Islamismus. Eine Verortung für die politische Bildung" auf ufuq.de

Reflexionskarten für die Praxis: Antidiskriminierung, Rassismuskritik und Diversität – IDA e. V.

Wie viele Angriffe gab es 2017 auf Musliminnen/Muslime und muslimische Einrichtungen? Was verbirgt sich hinter dem Begriff Antiziganismus? Auf 105 Karten werden Rassismus, Diskriminierung und Diversität thematisiert. Die Karten sind dafür geeignet mit Menschen ab 14 Jahren über diese Themen ins Gespräch zu kommen. Sie helfen, Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen angemessen zu thematisieren und tragen zur (Selbst-)Reflexion bei.

Zur Bestellung für 29,95 Euro auf beltz.de

Studien, Berichte und Zeitschriften

Evaluationsbericht: Clearingverfahren an Schulen – Aktion Gemeinwesen und Beratung e. V.

Ein Ziel der Evaluation des Modellprojekts "Clearingverfahren gegen Radikalisierung" war es, die Qualität des Ansatzes zu bewerten, der zur Etablierung eines Clearingverfahrens an Schulen gewählt wurde. Außerdem sollte die Evaluation alternative Vorgehensweisen identifizieren und diskutieren. Die evaluierende Camino gGmbH bescheinigt dem Modellprojekt eine hohe Relevanz und nennt sechs zentrale Empfehlungen für die Weiterentwicklung.

Zum Download auf clearing-schule.de

Schriftenreihe: Rückkehrer*innen aus den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak – Violence Prevention Network

Violence Prevention Network widmet dem Thema "Rückkehrerinnen und Rückkehrer" die erste Ausgabe seiner neuen Schriftenreihe. Unter anderem werden im Heft die Ausgangslage sowie die demografische Zusammensetzung der Rückkehrerinnen und Rückkehrer beschrieben. Multi-Agency-Ansätze aus Belgien und den Niederlanden sowie pädagogische Konzepte für die Deradikalisierungsarbeit werden vorgestellt. Außerdem geht es um das Thema Traumata sowie Faktoren bei Rehabilitation und Reintegration.

Zum Download auf violence-prevention-network.de

Interventionen. Zeitschrift für Verantwortungspädagogik: Schwerpunkt Risiko – Violence Prevention Network

Die aktuelle Ausgabe der "Interventionen. Zeitschrift für Verantwortungspädagogik" von Violence Prevention Network beschäftigt sich mit dem Thema Risiko. Die Beiträge befassen sich unter anderem mit "Risk Assessment im Phänomenbereich gewaltbereiter Extremismus" und der "sozialen Diagnostik von Deradikalisierungsprozessen 'islamistisch' orientierter Personen".

Zum Download auf violence-prevention-network.de

Dissertation: Zeitgenössische muslimische Kritik am Salafismus – Hazim Fouad

Im September wurde Hazim Fouads Dissertation zur Analyse zeitgenössischer muslimischer Kritik am Salafismus vorgestellt. Der Islamwissenschaftler ist beim Bremer Landesamt für Verfassungsschutz beschäftigt. Für seine Dissertation fertigte er eine Diskursanalyse von schriftlichen und audiovisuellen Dokumenten verschiedener sunnitischer Strömungen an.

Zum Download der Dissertation auf macau.uni-kiel.de

Zum Bericht auf zeit.de

Zum Interview mit Fouad auf ufuq.de

Projektproschüre: Jugend und Religion – Politische Jugendbildung an Berufsschulen

Das Projekt "Jugend und Religion. Politische Jugendbildung an Berufsschulen" wird im Rahmen des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus gefördert. Die Projektproschüre beschreibt die Hintergründe, Ziele und Aktivitäten des Projekts, das in den Bundesländern Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Thüringen umsetzt wird.

Zum Download der Projektbroschüre auf jugend-und-religion.de

Studie: Prävention von gewalttätigem Extremismus durch Bildung – GEI

Das Georg Eckert Institut hat einen Überblick über einschlägige internationale Diskurse und Praktiken zur Prävention von gewalttätigem Extremismus durch Bildung erstellt. Außerdem wurde eine Analyse von Lehrplänen und Schulbüchern der Sekundarstufe I für den Geschichts- und Sozialkundeunterricht in den 16 Bundesländern durchgeführt.

Zum Download der Studie auf gei.de

Zur Projektbeschreibung auf gei.de

Projektvorstellungen

Gesprächsrunde für interreligiösen Austausch (GIRA)

GIRA – "Gesprächsrunde für interreligiösen Austausch" – ist eine Initiative von Schüler/-innen und Lehrkräften des Helmut-Schmidt-Gymnasiums in Hamburg-Wilhelmsburg. Ziel ist es, durch den regelmäßigen Dialog die Radikalisierung von Jugendlichen zu verhindern, sowie Diskussionen rund um die Themen Religion, Kultur und Lebenswelt von Jugendlichen zu führen. In einem siebenminütigen Video wird das Projekt vorgestellt.

Zum Video auf partnerschaft-fuer-wilhelmsburg.de

Neuerscheinungen

Mehmet Koc: Jugendextremismus als Herausforderung der Sozialen Arbeit

Mehmet Koc führt eine vergleichende Analyse von jugendlichem Rechtsextremismus und Islamismus durch. Er zeigt auf, welchen Herausforderungen sozialarbeiterische Praxis ausgesetzt ist und wie diese fachlich bearbeitet werden können.

Das Buch ist am 11.9.2019 beim Tectum Wissenschaftsverlag erschienen und umfasst 144 Seiten. Es kann zum Preis von 32,00 Euro bestellt werden.

Julia Ebner: Radikalisierungsmaschinen – Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren

Wie rekrutieren und mobilisieren Extremisten ihre Anhänger? Was ist ihre Vision der Zukunft? Mit welchen Mitteln wollen sie diese Vision erreichen? Um Antworten zu finden, hat sich Extremismusforscherin Julia Ebner in die Online-Kommunikation von zwölf radikalen Gruppierungen quer durch das ideologische Spektrum eingeschleust. Sie hat Planungen terroristischer Anschläge, Desinformationskampagnen, Einschüchterungsaktionen und Wahlmanipulationen beobachtet.

Zum Interview mit Julia Ebner auf faz.net

Das Buch ist am 9.9.2019 bei Suhrkamp erschienen und umfasst 334 Seiten. Es kann zum Preis von 18,00 Euro bestellt werden.

Volkmar Kabisch, Georg Heil, Maik Messing: Leonora – Wie ich meine Tochter an den IS verlor – und um sie kämpfte

Leonora Messing war 15 Jahre alt, als sie aus ihrem Dorf in Sachsen-Anhalt verschwand und sich in Syrien dem Islamischen Staat anschloss, um Drittfrau eines deutschen IS-Terroristen zu werden. Wie konnte sich Leonora so schnell so stark radikalisieren? Wie sieht ihr Leben in den Kriegswirren aus und was bedeutet das für die verzweifelten Angehörigen? Der Vater kämpft darum, Leonora aus dem umkämpften Rakka zurückzuholen – und geht dafür gefährliche Risiken ein.

Das Buch ist am 6.9.2019 bei Ullstein erschienen und umfasst 334 Seiten. Es kann zum Preis von 16,99 Euro bestellt werden.

Christopher Daase, Nicole Deitelhoff, Julian Junk (Hg.): Gesellschaft Extrem – Was wir über Radikalisierung wissen

Auf der rechten und linken Seite des politischen Spektrums, aber auch in religiösen Milieus radikalisieren sich Personen und stellen demokratische Werte und Institutionen infrage. Der Band gibt einen Überblick über die zentralen Aspekte dieses Phänomens: die Radikalisierung von Individuen, von Gruppen und von Gesellschaften, Deradikalisierung, Online- Radikalisierung und die Präventionsmaßnahmen. Außerdem werden eine Reihe von Handlungsempfehlungen für Politik und Zivilgesellschaft formuliert.

Das Buch ist am 21.8.2019 bei campus erschienen und umfasst 295 Seiten. Es kann zum Preis von 24,95 Euro bestellt werden.

Erich Marks und Helmut Fünfsinn (Hg.) / Deutscher Präventionstag: Gewalt und Radikalität

Der Deutsche Präventionstag hat einen Band mit ausgewählten Beiträgen zum 23. Deutschen Präventionstag veröffentlicht, der im Mai 2018 in Dresden stattfand. Darunter unter anderem folgende Themen: "Prävention im Bereich des religiös begründeten Extremismus", "Prävention von Radikalisierung in NRW-Justizvollzugsanstalten" sowie "Psychotherapeutische Beiträge zur Extremismus-Prävention".

Das Buch ist im August 2019 im Forum Verlag Godesberg erschienen. Es kann kostenfrei heruntergeladen werden.

AJS NRW und Sekten-Info NRW: Glaubensfreiheit versus Kindeswohl

Die Publikation "Glaubensfreiheit versus Kindeswohl. Familienrechtliche Konflikte im Kontext religiöser und weltanschaulicher Gemeinschaften" greift das Problem aus zwei Perspektiven auf: der juristischen und der pädagogischen. Im ersten Teil werden die rechtlichen Grundlagen dargestellt und anhand konkreter Gerichtsentscheidungen erläutert. Der zweite Teil behandelt religiös-weltanschaulich geprägte Erziehungskonzepte und -praktiken, die zu einer Kindeswohlgefährdung führen können.

Die Publikation ist 2018 erschienen und umfasst 128 Seiten. Sie kann zum Preis von 14,50 Euro bestellt werden.

Audio- und Video-Beiträge

Dokumentation und Podcast: "Leonora – Wie ein Vater seine Tochter an den IS verlor"

Ein Vater kämpft um seine Tochter, die sich der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien angeschlossen hat. Vier Jahre lang begleiten Reporter den Vater dabei, wie er Schleuser trifft, mit Terroristen verhandelt und versucht, seinen Alltag als Bäcker in Sachsen-Anhalt zu meistern. Über Sprachnachrichten halten Vater und Tochter Kontakt.

Zur Dokumentation auf daserste.de

Zum Podcast auf ndr.de

Filmreihe: "Grenzgänger – Eine Filmreihe über religiös begründeten Extremismus bei Jugendlichen"

Die Filmreihe des Medienprojekts Wuppertal enthält folgende fünf Kurzfilme: Der Gefährder aus der 10b // Jeder ist anders // Dominic wurde Musa wurde Dominic // Interview mit Dr. Michael Kiefer // Interview mit Rabeya Müller.

Die Reihe kann zum Preis von 32,00 Euro auf DVD bestellt werden.
Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

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Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden.

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Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

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