Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

10.3.2009 | Von:
Christopher Egenberger

Landser

"Landser" gilt als bekannteste deutsche Neonaziband, die sich durch volksverhetzende Texte gezielt einen Namen in der Neonaziszene gemacht hat. Damit hat "Landser" einen ungeheuren Einfluss auf Jugendliche, die anfällig für hasserfülltes Gedankengut sind.

Michael Regener, links, Bandleader der deutschen rechtsextremistischen Musikgruppe "Landser" und sein Anwalt Arnold Wendorff warten auf das Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs in Karlsruhe.Michael Regener, links, Bandleader der deutschen rechtsextremistischen Musikgruppe "Landser" und sein Anwalt Arnold Wendorff warten auf das Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs in Karlsruhe. (© AP)

Sie heißen Faustrecht, Oidoxie, Kommando Freisler, Rassenhass, Stahlgewitter, Spreegeschwader, Zillertaler Türkenjäger und Noie Werte. Sie machen Rechtsrock mit gewaltverherrlichenden, fremdenfeindlichen und antisemitischen Texten. Und sie schwimmen auf einer Erfolgswelle. Seit der Wiedervereinigung haben annähernd 400 derartige Gruppen weit über 1000 Tonträger auf den deutschen Markt geworfen. Mittlerweile konkurrieren über dreißig Label um dies Bands, mit denen ein gutes Geschäft zu machen ist. Und der Boom hält weiter an.

Doch bisher konnte noch keine dieser Bands auch nur annähernd den Status von Landser aus Berlin erreichen, eine Band, die 1992 zunächst unter dem Namen "Endlösung" auftrat, zusammengesetzt aus einstigen Mitgliedern einer ostdeutschen Gruppe namens "Die Vandalen - Ariogermanische Kampfgemeinschaft". Hierbei handelte es sich um eine 1982 entstandene, kleinere Gruppe von Neonazis. Sie kleideten sich als Rocker, wodurch sie auch als "Nazi-Rocker" bezeichnet wurden. Zu ihren Parolen gehörten "Deutschland muss arisch werden!" oder "Rassenmischung ist Völkermord". Als "Landser" wurde die Band in den 90er Jahren mit ihrem Untergrundhabitus und den extremen und hasserfüllten Texten, die unverhohlen zu Gewalt aufrufen, zu einer Kultband der Neonazi-Szene. Obwohl kaum eine Landserplatte legal im Laden zu erwerben ist, schätzen Experten, dass derzeit um die 100.000 Tonträger der Band in Deutschland kursieren, größtenteils als Raubkopien. Unter regulären Bedingungen hätten sie so mindestens eine Goldene Schallplatte erhalten. Ein unvergleichbarer Erfolg, der sie in der rechtsextremen Szene zu einem Mythos gemacht hat. Aber während ihres 13-jährigen Bestehens schaffte es die Band zunehmend auch in "unpolitischen" Kreisen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen.

Damit hat "Landser" erheblichen Einfluss auf Jugendliche, die anfällig für hasserfülltes Gedankengut sind. Experten warnen immer wieder, dass Rechtsrock mehr zur Politisierung Heranwachsender beiträgt, als alle anderen Konzepte der rechtsextremen Parteien. Die Suggestionskraft von Musik ist - was Jugendliche betrifft - größer als die von Büchern, Flyern oder Demonstrationen. Und ein weiterer Vorteil ist, "dass man sie sich täglich immer wieder reinziehen kann, ohne dass es langweilig wird", wie ein Mitglied von Landser im deutschen Blood&Honour-Magazin ausdrückte. Wie bewusst sich die Gruppe ihres Einflusses ist, zeigen auch Textstellen in ihren Liedern, in denen sie sich selbst als "Terroristen mit E-Gitarren" bezeichnen, die "geistigen Sprengstoff zur Explosion" bringen. Die Bandmitglieder haben sich zudem in verschiedenen Neonazigruppen engagiert, was auch ermöglichte, ein international agierendes Netzwerk rund um die Band aufzubauen.

Der Erfolg der Band speist sich neben den extremen Texten insbesondere aus dem Ruch des Verbotenen, der viele Jugendlichen anspricht. Im Gegensatz zu vielen anderen Rechtsrockbands bemühte sich "Landser" nicht, eine Indizierung ihrer Platten zu verhindern. Die Platten wurden von vorne herein im Ausland produziert, gebrannt und dann nach Deutschland geschmuggelt. Dabei konnte die Band die internationalen Verbindungen nutzen, welche sie über die deutsche Blood&Honour-Division aufbauen konnte. Etwa ins schwedische Helsingborg, wo 1995 die erste Landserplatte "Republik der Strolche" entstand. Mit einer Startauflage von immerhin 10.000 Stück begründete diese den Ruhm der Band.

Die zweite Platte "Deutsche Wut" – oftmals auch "Rock gegen oben" genannt, da dies auf dem Cover steht – wurde dann in den USA (Minneapolis) aufgenommen. Von dort wurden die CDs Päckchenweise nach Holland geschickt und anschließend über die deutsche Grenze gebracht. Wie konspirativ bei Verteilung und Verkauf vorgegangen wurde, zeigen die Schreiben, mit denen Naziläden über die Veröffentlichung der dritten Platte "Ran an den Feind" benachrichtigt werden sollten. Diese erhielten einen Zusatz, dass die Schreiben nach Kenntnisnahme zu vernichten seien. Aus Angst vor staatlicher Verfolgung mied die Band zudem öffentliche Auftritte und beschränkte sich auf Konzerte in kleinen Berliner Lokalen. Zeigte man sich doch einmal in der Öffentlichkeit, versteckten sich die Bandmitglieder hinter Masken. Diese Anonymisierung sollte vor einem Zugriff der deutschen Justiz schützen, untermauerte aber auch dem Untergrundmythos der Band.

Gegründet hatten sich "Die Landser" 1992 zunächst unter dem Namen "Endlösung". Die Mitglieder rekrutierten sich zum Großteil aus der Berliner Neonazirockergruppe " Die Vandalen – Ariogermanische Kampfgemeinschaft". Es waren keine Skinheads, sondern entsprachen dem Erscheinungsbild eines klassischen Rockers, mit längeren Haaren, Bart, Tätowierungen und Lederjacke. In einem Ostberliner Jugendclub hatte ein Sozialarbeiter sein Schlagzeug zur Verfügung gestellt - offensichtlich in der Hoffnung, seine Klienten mit "akzeptierender Sozialarbeit" auf den rechten Pfad zu bringen. Als in Rostock, Mölln und Solingen die Häuser von vietnamesischen und türkischen Migranten brannten, lieferte die Band mit Liedern wie "Berlin bleibt deutsch" den Soundtrack dieser Welle fremdenfeindlicher Gewalt.

Die Aggressivität der Texte, die extremen Aussagen und die damit verbundenen Indizierungen erhöhten den Bekanntheitsgrad der Landser schnell. Dabei sind die volksverhetzenden Aussagen und Aufforderungen zu Gewalt unverhohlen und sehr konkret. Lieder gegen Schwarze ("Afrika-Lied"), Polen ("Polackentango"), Türken ("Wieder mal kein Tor für Türkiyemspor"), Juden ("Ran an den Feind"), Kommunisten ("Kein Herz für Marxisten") oder Asylbewerber ("Das Asylheim brennt") lassen keinen Spielraum für Interpretationen. In diesen Liedern wird eindeutig zum Schlagen, Wegsperren und Töten dieser Menschengruppen aufgerufen.

In "Ran an den Feind" propagiert die Gruppe den Abwurf von Bomben auf Israel und in einem Text über ehemalige DDR-Funktionäre heißt es: "Schlagt sie tot". Weiterhin werden Wehrmacht und SS verherrlicht und auch die altbekannte Paranoia vor einer angeblichen jüdischen Weltverschwörung ist bei den Landsern allgegenwärtig. So prägte die Band den Slogan "Rock gegen ZOG", den zahlreiche Konzertveranstalter für ihre Rechtsrockfestivals übernommen haben. ZOG steht in rechtsextremistischen Kreisen für "Zionist Occupation Gouvernment", also für die Vorstellung, dass die Regierungen durch die jüdische Internationale kontrolliert werden.

Auch aufgrund ihrer stets ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen, konnte Landser über neun Jahre unbehelligt agieren, bis die Mitglieder der Band am 2. Oktober 2001 verhaftet werden konnten. Nachdem zwei Jahre zuvor - im August 1999 – in einer mecklemburgischen Kleinstadt zwei Vietnamesen beinahe totgeschlagen worden waren von mehreren Neonazis, die während des Überfalls den Landsertext "Fidschi, Fidschi, gute Reise" gesungen hatten, war die Band ins Visier der Bundesanwaltschaft geraten. Dabei war dies nicht der erste derartige Fall. Als im Februar 1999 der algerische Asylsuchende Faird Guendoul in Guben nach einer Hetzjagd verblutete, dröhnte aus dem Auto der Naziskins das "Afrika-Lied" der Landser.

Im Juli 2003 war schließlich die Prozesseröffnung vor dem Berliner Kammergericht gegen den Sänger Michael Regener, nach einer DDR-Wodgamarke "Lunikoff" genannt, sowie den Bassisten Andrè Mörike und den Schlagzeuger Christian Wenndorff. Der Prozess dauerte bis in den Dezember. Dann verurteilten die Richter die Angeklagten zu Haft- und Geldstrafen wegen Volkverhetzung, Verbreitung rechtsextremer Propaganda und wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Gerade der letzte Punkt erregte Aufmerksamkeit, da es das erste Mal war, dass in Deutschland eine rechtsextreme Musikgruppe nach Paragraf 129 des Strafgesetzbuches und nicht lediglich wegen Propagandadelikten verurteilt wurde.

Ausschlaggebend war neben der konspirativen Organisation die Selbsteinschätzung der Band als "Kämpfer" oder "Terroristen mit E-Gitarre". Im Plädoyer hatte es weiterhin geheißen, die Landser seien "musikalische Brandstifter, die hetzen und es anderen überlassen, die rassistische und antisemitische Botschaft umzusetzen". Vorrangiges Ziel von Landser sei die Verbreitung nationalsozialistischer Inhalte innerhalb der rechten Szene gewesen, um Hass und Emotionen zu verbreiten. Es wurde auf die Ermordung des Mosambikaner Alberto Adriano in Dessau im Juni 2000 erinnert, bei der sich die Täter ebenfalls mit dem "Afrika-Lied" aufgeputscht hatten.

Der Richter schloss sich der Beurteilung an, dass die Angeklagten "nicht frei von Verantwortung" für solche Gewalttaten seien. Letztendlich folgte das Gericht der Bundesanwaltschaft auch darin, mit der Anklage nach Paragraf 129 die strafrechtliche Bekämpfung des Rechtsextremismus auszuweiten. Mehrfach hatte die Bundesanwaltschaft betont, dass der Prozess gegen die "neonazistische Kultband" von "beispielhafter Bedeutung" sei. Von dem Urteil erhofft sich Bundesanwalt Lampe eine präventive Wirkung: Es werde "richtungsweisend sein in der Bekämpfung des Rechtsextremismus". Denn mit dem Urteil hat das Gericht in seiner Urteilsbegründung die Schutzzwecke des Paragrafen 129 erstmals auch auf die Bedrohung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch Rechtsextremisten ausgedehnt.

Der Sänger Michael Regener erhielt als Rädelsführer der Band eine Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten. Die anderen beiden Angeklagten kamen mit Bewährungsstrafen von 21 bzw. 22 Monaten davon, da man ihnen aufgrund ihrer Aussagebereitschaft Besserungsabsichten unterstellte. Sie mussten aber 90 Stunden gemeinnütziger Arbeit in einer Einrichtung ableisten, die sich um die Belange jüdischer Bürger kümmert. Dieser Sachverhalt war während der Urteilsverkündung von dem im Gerichtssaal befindlichen Sympathisanten der Band mit Gelächter quittiert worden. Erst durch ihr Verhalten während des Verfahrens, als sie beim Abspielen von Landser-Liedern stumm mitgesungen hätten, war den Richtern, die der Paragraf-129-Anklage zunächst nicht hatten folgen wollen, die aufpeitschende Wirkung der Musik wirklich deutlich geworden. Das Gericht ordnete zudem die Beschlagnahme von jeweils rund 5.000 Euro bei allen drei Angeklagten an - Profite aus den letzten beiden CD-Projekten.

Zunächst wurden alle Angeklagten wieder auf freien Fuß gesetzt, da der zu einer Haftstrafe verurteilte Regener Revision gegen das Urteil eingelegt hatte. Doch im März 2005 bestätigte der Bundesgerichtshof letztinstanzlich das Urteil des Berliner Kammergericht. Lediglich den Urteilspunkt "Aufforderung zu Straftaten" sah der BGH nicht als gegeben an, doch dies hatte keine Auswirkungen auf das Strafmaß. In dem Verfahren vor dem BGH war es noch einmal um die Frage gegangen, ob der Bandleader nur wegen Volksverhetzung und Aufforderung zu Straftaten verurteilt werden kann oder darüber hinaus auch als Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung.

Die Verteidigung hatte argumentiert, dass die Gruppe durch den Verzicht auf öffentliche Auftritte lediglich ihren Kultstatus habe fördern wollen. Einen festen Zusammenhalt oder klare Strukturen habe es aber nicht gegeben. Doch die Richter folgten der Anklagevertretung in der Meinung, dass es keiner Satzung bedürfe, um als kriminelle Vereinigung erkennbar zu sein. Die Band sei fest in schon bestehende rechtsextreme Strukturen eingebunden gewesen und habe diese genutzt, um im Ausland ihre CDs herzustellen und zu vertreiben. Die konspirative Organisation diente dem Ziel, Texte mit strafbarem Inhalt zu verbreiten. Dabei hätte man sich als Instrument im Kampf für die "Arische Revolution" verstanden.

Abzüglich seiner Untersuchungshaft von sechs Monaten, die er in der Justizvollzugsanstalt Stammheim verbracht hatte, musste Regener die verbleibenden zwei Jahre und zehn Monate ab dem 11. April 2005 in der JVA Berlin-Tegel absitzen. Die Verurteilung brachte ihn zusätzlich eine Art Märtyrerstatus in der rechtsextremen Szene ein, wodurch auch die Schwarzmarktpreise seiner CDs rapide gestiegen sind. Zudem gab es eine Vielzahl von Solidaritätsbekundungen. So wurde unmittelbar nach der Verhaftung ein Spendenkonto eingerichtet. Kurz darauf kam die erste legale Landser-CD auf den Markt. Dabei handelte es sich um diejenigen Songs der ersten drei Alben, die nicht gegen bundesdeutsches Recht verstießen. Aus Sicherheitsgründen wurde die CD dennoch unter dem Pseudonym "Tanzorchester Immervoll" herausgebracht.

2003 wurde dann eine Tribut-to-Landser-CD veröffentlicht, auf der deutsche und internationale Rechtsrockbands Lieder der Landser covern. Hierbei wurde erneut darauf geachtet, die bestehenden Gesetzte nicht zu verletzten. Auf einer zweiten Tribut-CD, die ein halbes Jahr später erschien, wurde darauf dann keine Rücksicht mehr genommen und in den Liedern wieder hemmungslos zu Mord und Totschlag aufgerufen. Die CD erschien daher nicht regulär, sondern wurde über das Blood&Honour-Netzwerk vertrieben.

Zu dem vielfältigen Solidaritätsbekundungen gehörten neben Drohungen an diejenigen "Verräter", die zur Szene gehörend mit dem Staatschutz zusammengearbeitet hatten und damit die Verhaftung der Landser ermöglicht hatten, auch Anstecker ("Freiheit für die Helden aus Berlin") und diverse T-Shirts. Eines davon trägt den Slogan "Landser Stammheim Promotion Tour" und verkündet auf der Rückseite: "Ihr könnt den Sänger in Ketten legen, aber niemals sein Lied". Unter dem Motto "Musik ist nicht kriminell" fand Anfang 2004 eine Demonstration in Berlin statt, bei der rund 500 Rechtsextreme durch Lichtenberg zogen.

Trotz alle dem bedeutete der Prozess vor dem Kammergericht in Berlin das Ende der Landser, da sich die Band vollkommen zerstritten hatte. Während Sänger Regener zu keinerlei Aussage bereit gewesen war, hatten seine Mitangeklagten während ihrer Verhöre umfangreiche Aussagen gemacht, um einer Freiheitsstrafe zu entgehen. Regener kommentierte dieses Verhalten mit den Worten: "Die Freiheit teuer erkauft, um den Preis der Ehre!" Er gründete bereits während des Verfahrens mit Personen aus dem Umfeld der Rechtsrockband "Spreewaldgeschwader" eine neue Band. Die "Lunikoff Verschwörung" nahm noch vor der Urteilsverkündung das Debütalbum "Die Rückkehr des Unbegreiflichen" auf. Entgegen seiner vor Gericht aufrechterhaltenen Märtyrerpose, wurden die Inhalte dieser Platte aber gleich von mehreren Anwälten auf ihre strafrechtliche Relevanz hin überprüft. Dennoch wurde die Platte durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

Nicht nur bei den Texten geht Regener mit seiner neuen Band andere Wege als mit den Landsern. Ein gravierender Unterschied ist zudem, dass die Lunikoff-Verschwörung zu öffentlichen Auftritten bereit ist. So zum Beispiel im November 2004, als die Gruppe auf einem Pressefest des NPD-Verlages Deutsche Stimme vor fast 1.000 Zuhörern zusammen mit Oidoxie und Spreegeschwader aufspielte und auch einige ältere Lieder der Landser darbot. Ein Mitschnitt dieses Konzerts wurde als CD unter dem Titel "Höllische Saat" veröffentlicht. Neben diversen Kompilations, an denen sich die Band beteiligt hat, wurde nach dem Haftantritt Regeners noch die EP "Niemals auf Knien" herausgegeben,

Das genannte Konzert stellt nicht die einzige Verbindung Regeners zur NPD dar. So fand das Abschiedkonzert im April 2005 nach der gescheiterten Revision im Anschluss an den Landesparteitag der thüringischen NPD in Pößneck statt, vor rund 1000 Zuhörern. Die Band beteiligte sich außerdem an der ersten, so genannten Schulhof-CD der NPD. Am 21. Oktober 2006 fand in Berlin unter dem Motto "Freiheit für Lunikoff - Lasst unsere Kameraden raus" eine Demonstration unter Schirmherrschaft der NPD statt, um sich für die Haftentlassung Regeners einzusetzen. Auf der offiziellen Homepage der "Lunikoff-Verschwörung" befindet sich neben einem Aufruf zur Unterstützung "nationaler Gefangener" in den "Gulags" der ZOG auch ein Link zur NPD. Nach der Entlassung Regeners aus der JVA im Februar 2008 veröffentlichte die Band ein weiteres Album mit dem Titel "Heil froh" in der Unterzeile mit der Werbung: "Garantiert politisch unkorrekt". Auch Live-Auftritte werden wieder absolviert – den ersten führte die Band in Ungarn durch – "alles Zecken- und Staatsdienerfrei", wie sie sich auf ihrer Website rühmt. "Volkstreue Tanzmusik" sei es, was die Band spielt, suggeriert die Homepage. Eine krasse Verharmlosung.

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Autor: Christopher Egenberger für bpb.de
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