Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Mitten in Berlin: Wie man Hakenkreuze kreativ entschärfen kann


2.8.2007
Zivilcourage gegen Rechstextremismus? Das fängt mit vielen kleinen Schritten an. Holger Kulick zeigt ein Beispiel aus Berlin. Ein Spielplatz war voller Hakenkreuze...

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Zivilcourage gegen Rechstextremismus? Das fängt mit vielen kleinen Schritten an: Einschreiten, wenn Kinder sich mit "Du Opfer" oder "Du Jude" anpöbeln, nicht mitlachen, wenn der Nachbar rassistische Sprüche klopft und keineswegs hinnehmen, wenn Neonazis ihre Reviere mit Ausländer-raus-Parolen oder verbotenen NS-Symbolen markieren. Mal ist dies ein Dummerjungenstreich, mal eine bewusste Mutprobe und gezielte Provokation: Hakenkreuze und SS-Runen werden immer häufiger in den Stadtraum geschmiert, sogar dort, wo man sie kaum erwartet.

So entdeckten die Teilnehmer eines Jugendmedien-Workshops der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin auf einem Spielplatz jede Menge Hakenkreuze in unterschiedlichsten Handschriften und zum Teil schon ziemlich alt. Das bestätigten auch Eltern dort spielender Kinder. Gärtner machen den 'Zille-Spielplatz' mitten in einem gutbürgerlichen Viertel der Hauptstadt zwar wöchentlich sauber. Nur offensichtlich nicht von solchem Müll. Doch bevor Sie selbst aktiv werden, melden Sie solche Straftaten bitte der Polizei!



 
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Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt. Weiter... 

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