Links und Literatur
Links und Literatur zum Thema Fußball, Rechtsextremismus, Rassismus und Hooligans.Fankultur/Hooligans
Armstrong, Gary: Football hooligans: knowing the score, Berg, Oxford u.a. 2000
Dieses (englischsprachige) Buch geht den Wurzeln des Hooligan-Phänomens in England nach und untersucht außerdem die (Gewalt)-Rituale der Hooligans, die dem Autor zufolge identitätsstiftend für die Gruppe sind.
Aschenbeck, Arndt: Fußball Fans im Abseits, Agon Sportverlag, Kassel 1998
Ausgehend von einer Analyse der zunehmenden Medialisierung und Kommerzialisierung des Fußballs beschreibt der Autor, wie die Fans für den Erhalt "ihres" Fußballs kämpfen. Zu diesem Kampf gehört dabei neben dem Widerstand gegen den "Ausverkauf" des Sports auch der Kampf gegen zunehmende rassistische Tendenzen auf den Rängen. Eine Waffe in dieser Auseinandersetzung sind die Fan-Magazine, die Aschenbeck in seinem Buch einer genauen Analyse unterzieht.
Bremer, Christoph: Fußball ist unser Leben? Ein Zuschauersport und seine Fans, Tectum-Verl., Marburg 2003
Ausgehend von einer Analyse der Entstehung und Entwicklung des Fußballs in England und seiner allmählichen Aufnahme in Deutschland beschreibt der Autor die Entwicklung des Fußballs zum Zuschauersport. Anschließend untersucht Christoph Bremer ausführlich die Fankultur als (Jugend-) Subkultur.
Buford, Bill: Geil auf Gewalt. Unter Hooligans, Carl Hanser, 2001
Zufällig wird Buford Zeuge, wie ein Sonderzug voller Fußball-Fans völlig außer Rand und Band gerät. Seitdem lässt ihn, der bis zu diesem Zeitpunkt nur wenig Ahnung vom Fußball hat, diese entfesselte Gewalt nicht mehr los - er schleust sich unter die Fans und begleitet sie quer durch Europa. Eine packende Reportage aus dem Inneren der Szene.
Dunning, Eric u.a. (Hrsg.): Fighting Fans. Football Hooliganism as a world phenemon, University College Dublin Press, Dublin 2002
Dass es Fußball-Hooligans nicht nur in England gibt, zeigt dieses (englischsprachige)Buch: Die Autoren untersuchen das "Phänomen" in insgesamt 14 Staaten weltweit. Dabei analysieren sie auch die Wurzeln der Gewalt und gehen unter anderem der Frage nach, warum gerade beim Fußball das Hooligan-Phänomen so weit verbreitet ist.
Dunning, Eric/Murphy, Patrick/Williams, John (Hrsg.): The Roots of Football Hooliganism. An Historical and Sociological Study, Routledge&Paul, London 1988
Diese (englischsprachige) Studie untersucht die historischen und soziologischen Wurzeln der Gewalt bei Fußballspielen in Großbritannien und stellt sowohl akademische wie nicht- akademische Erklärungsmodelle für dieses Problem vor.
Ek, Ralf: Hooligans: Fakten - Hintergründe – Analysen, Cicero-Verl., Worms 1996
Anhand von Fallbeispielen gibt Ralf Ek einen historischen Überblick und eine Lagebeschreibung des Hooligan-Phänomens in Deutschland. Dabei beschreibt er auch die Vorreiterrolle englischer Hooligans bei der Entwicklung in Deutschland und vergleicht die unterschiedlichen deutschen Hooligan-Kulturen. Außerdem befasst sich Ek mit möglichen gesellschaftlichen Reaktionen auf dieses Problem.
Farin, Klaus: Die dritte Halbzeit: Hooligans in Berlin-Ost, Tilsner, Bad Tölz 1998
Für dieses Buch befragte Klaus Farin Hooligans der Ost-Berliner Vereine FC Berlin und FC Union unter anderem über Fußball und Politik, über Treue und Verrat und über die Faszination an der allwöchentlichen Gewalt und die eigene Angst davor.
Heitmeyer, Wilhelm: Jugendliche Fußballfans: soziale und politische Orientierungen, Gesellungsformen, Gewalt, 2. Aufl., Juventa-Verl., Weinheim u.a. 1992
Der Bielefelder Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer hat für diese Studie unter anderem die sozialen und politischen Orientierungen jugendlicher Fußballfans untersucht. Außerdem geht er dem Gewaltphänomen im Fußball wissenschaftlich nach.
Kerr, John H.: Understanding soccer hooliganism, Open Univ. Press, Buckingham u.a. 1994
Kerr geht den Ursachen für das Verhalten von Hooligans nach. Eine zentrale Erkenntnis: Viele gewalttätige Hooligans sind auf der Suche nach "Spaß", nach dem ultimativen "Kick", sie wollen "anders sein". Die Anführer von Hooligan-Gruppen dagegen hängen oftmals faschistischen Ideologien an.
König, Thomas: Fankultur: eine soziologische Studie am Beispiel des Fußballfans, Lit, Münster u.a. 2002
Diese Studie verfolgt zunächst die Geschichte des Fußballs von seinen Wurzeln bis zum populären Zuschauersport, untersucht dann die gegenseitige Abhängigkeit von Fußball und Medien und beschreibt schließlich das Engagement der Fans in Faninitiativen. Aber auch das Hooligan-Phänomen wird einer gründlichen Analyse unterzogen.
Manes-Wagner, Hauke: Fußballfans und Hooligans: Warum Gewalt?, Wagner, Gelnhausen 2002
Der Autor gibt einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Fußballs und über die Ursachen und Hintergründe von Fan-Ausschreitungen. Gleichzeitig geht er aber auch der Frage nach, wie dem Gewaltproblem, dass er gesamtgesellschaftlich einordnet, begegnet werden kann.
Meier, Ingo-Felix: Hooliganismus in Deutschland: Analyse der Genese des Hooliganismus in Deutschland, Verl. für Wiss. und Forschung, Berlin 2001
Die These des Autors: Für den "Hooliganismus" als spezifische Subkultur bot der soziale Kontext des Fußballs eine historisch einzigartige Entfaltungsmöglichkeit. Um diese These zu belegen, verbindet Meier die "klassischen" Ansätze der Hooliganismusforschung unter anderem von Heitmeyer und Elias mit dem Schwellenmodell Granovetters.
Weigelt, Ina: Die Subkultur der Hooligans. Merkmale, Probleme, Präventionsansätze, Tectum-Verl., Marburg 2004
Ina Weigelt beschreibt zunächst die besonderen Spezifika und Verhaltensweisen der Hooligans, um dann besonderen Problemen dieser Subkultur nachzugehen: Welche politische Orientierung haben Hooligans? Welches Frauenbild herrscht in dieser Szene vor? Die Autorin vergleicht aber auch Geschichte und Entwicklung der Hooligan-Subkultur in Ost- und West.
Dossier
Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 55 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte? Weiter...
Podiumsdiskussion
Rechter Terror und der Inlandsgeheimdienst oder: Wer überwacht die Überwacher?
Rechter Terror - wieso konnte jahrelang, ohne dass der Inlandsgeheimdienst von den rassistischen Morden Kenntnis erlangte, die rechtsextreme Organisation "Zwickauer Zelle" in Deutschland Menschenleben zerstören? Wie konnten die Taten mit rassistischen Hintergrund unentdeckt bleiben? Weiter...

Bündnis für Demokratie und Toleranz
Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen. Weiter...
BundesprogrammZusammenhalt durch Teilhabe
Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut. Weiter...


