Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.
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Links und Literatur


6.2.2010
Links und Literatur zum Thema NPD.

Die Liste von Publikationen über die NPD ist lang und reicht bis in die 1960er und 1970er Jahre zurück. Eine Auswahl:

Beier, Katharina u. a.: Die NPD in den kommunalen Parlamenten von Mecklenburg-Vorpommern, Steinbecker, Greifswald 2006

Als politikwissenschaftliche Untersuchung, nicht als politische Intervention versteht sich dieses Buch. Das heißt: Es soll in erster Linie die Kommunalpolitik der NPD in Mecklenburg- Vorpommern sachlich analysieren und nüchtern darstellen. Dabei werden auch bisherige Forschungsergebnisse aus anderen Bundesländern berücksichtig. Erst von dieser wissenschaftlich fundierten Bestandsaufnahme ausgehend werden dann auch Rezepte erläutert, mit denen die demokratischen Parteien und Wählerbündnisse auf die Existenz rechtsextremer Kräfte in Kommunalparlamenten reagieren können.

Brandstetter, Marc: Die NPD im 21. Jahrhundert: eine Analyse ihrer aktuellen Situation, ihrer Erfolgsbedingungen und Aussichten, Tectum-Verlag, Marburg 2006

Am 19. September 2004 zog die NPD mit 9,2% in den sächsischen Landtag ein- Brandstetter geht in seiner Arbeit den Ursachen für diesen Erfolg nach. Dafür untersucht er die politische Struktur der rechtsextremen Partei, insbesondere des NPD-Landesverbandes Sachsen. Denn in diesem Bundesland gibt es laut Brandstetter eine besondere Entwicklung der Partei: Mit der Konzentration wichtiger Parteieinrichtungen sowie einer aktiven kommunalpolitischen Arbeit legte die NPD hier bereits früh die Grundsteine für ihre derzeitigen Erfolge. Hat Sachsen also "Modellcharakter" für die Entwicklung einer rechtsextremen Erfolgsstrategie? Oder handelt es sich bei dem Wahlergebnis um einen einmaligen regionalen Erfolg der NPD?

Brodkorb, Matthias /Schmidt, Thomas: Gibt es einen modernen Rechtsextremismus? Das Fallbeispiel Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich-Ebert-Stiftung (Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern), Schwerin 2002

Rechtsextremismus als Subkultur und als "neue soziale Bewegung" - das macht ihn besonders für Jugendliche attraktiv, nicht nur in Ostdeutschland. Mathias Brodkorb, Leiter des AK Rechtsextremismus im SPD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und sein Co-Autor Thomas Schmidt, Doktorand an der Uni Rostock, sehen die "strategische und programmatische Wende" der NPD in den 90er Jahren als Grund für eine generell steigende Akzeptanz rechtsextremer Parteien in einigen gesellschaftlichen Milieus. Zumindest NPD und "Republikaner" seien mit der NSDAP nicht mehr wesensverwandt, so die beiden Autoren. Wer den "modernen Rechtsextremismus" also verstehen und bekämpfen will, müsse ihn von innen heraus analysieren.

DGB- Bildungswerk e. V. (Hg.): Die NPD und ihr nationalrevolutionäres Umfeld: Materialien zur neueren ideologischen Entwicklung, 2. Aufl., DGB Bildungswerk Hessen, Frankfurt am Main 1999

80-seitige Materialsammlung zur neueren ideologischen Entwicklung der NPD mit vielen Originaldokumenten, zusammengestellt und eingeleitet von Jean Cremet, herausgegeben vom DGB- Bildungswerk Hessen e.V.

Dornbusch, Christian / Virchow, Fabian; 88 Fragen zur NPD, Schwalbacher Wochenschau-Verlag 2008


Warum hat die NPD zeitweise ausgerechnet 8,80 Euro Mindestlohn gefordert? Auch, weil die 88 darin vorkommt, die bekanntlich für ein doppeltes H symbolisiert – als Codewort für Heil Hitler in der Neonaziszene? Lernen kann man das in diesem Taschenbuch, das in seinem Titel die Zahl 88 bewusst funktionalisiert. ''88 Fragen und Antworten zur NPD – Weltanschauung, Strategie und Auftreten einer Rechtspartei – und was Demokraten dagegen tun können'' heißt das Handbuch, herausgegeben von Fabian Virchow und Christian Dornbusch. Sie haben mehr als 40 Rechtsextremismus-Experten gebeten, auf rund 330 Seiten griffig zu erklären, was man für eine gelingende Auseinandersetzung mit der NPD wissen muss.

Fischer, Jörg: Das NPD-Verbot, Espresso-Verlag, Berlin 2001

Bis zu seinem Ausstieg 1990 war Jörg Fischer viele Jahre Mitglied und Funktionär der NPD und der DVU. Er weiß also, wovon er spricht. Und: Er befürwortet ein NPD-Verbot. Dies begründet Fischer detailliert und kenntnisreich- mit dem Wissen eines "Insiders" über Geschichte, Praxis und Programmatik der NPD. Der Autor weiß aber auch, daß ein Verbot das Problem des Rechtsextremismus nicht löst. Mehr noch: Fischer sieht sogar die Gefahr einer Aushöhlung der Grundrechte durch ein solches Verbot. Das Buch versteht sich also nicht nur als Informationsquelle über das "Innenleben" der rechtextremen Szene, sondern auch als Beitrag zu einem offensiven Dialog über das Pro und Contra eines NPD- Verbots.

Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Sächsischen Landtag : Die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag: Strategie und Ideologie, Dresden 2006


38-seitiges Dossier zu einem Workshop von Bündnis 90/ Die Grünen. Themen sind unter anderem die Außen-, Sozial-, Familien- und Geschichtspolitik der NPD. Aber auch die Strategien der NPD, das politische System der Bundesrepublik als "fremdbestimmt" zu delegitimieren, werden untersucht. Das zentrale Ergebnis dabei: Die Politik der NPD ist vom völkisch- rassistischen Ideal der Volksgemeinschaft geprägt. Und: Die NPD-Fraktion betreibt keine komplette Leugnung, aber eine Verharmlosung des Holocaust. Das Dossier versteht sich als Beitrag zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit Ideologie und Strategie der NPD.

Hoffmann, Uwe: Die NPD: Entwicklung, Ideologie und Struktur, Lang, Frankfurt am Main 1999


Wissenschaftliche Arbeit zur NPD, die im Wesentlichen bis zum Jahr 1998 reicht. Der Autor setzt sich dabei mit den historischen, ideologischen und strukturellen Entwicklungen der NPD bis zu diesem Zeitpunkt auseinander. Mit einem ausführlichen Namensregister.

Kulick, Holger / Staud, Torald; Das Buch gegen Nazis, KiWi-Verlag Köln, 2. Auflage 2010


Ein Handbuch für Einsteiger in das Thema Rechtsextremismus. In 35 Wissens- und 35 Ratgeberkapiteln wird kompakt über zahlreiche Aspekte des Neonazismus und über Rezepte dagegen informiert. Mehrere Kapitel befassen sich mit der NPD, ihrem Programm, ihrer Taktik und der von ihr angestrebten 'Graswurzelrevolution' zur Durchdringung der Gesellschaft.


 

Dossier

"Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig in dessen Atelier in Köln. Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Boden einläßt. Inzwischen liegen "Stolpersteine" in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 55 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte? Weiter... 

Podiumsdiskussion

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APRI
Rechtsextreme Demonstrantinnen einer freien Kameradschaft in Arnstadt 2006.

Rechter Terror und der Inlandsgeheimdienst oder: Wer überwacht die Überwacher?

Rechter Terror - wieso konnte jahrelang, ohne dass der Inlandsgeheimdienst von den rassistischen Morden Kenntnis erlangte, die rechtsextreme Organisation "Zwickauer Zelle" in Deutschland Menschenleben zerstören? Wie konnten die Taten mit rassistischen Hintergrund unentdeckt bleiben? Weiter...

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen. Weiter... 

Zusammenhalt dur TeilhabeBundesprogramm

Zusammenhalt durch Teilhabe

Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut. Weiter...