2Bildstrecke: Rechtspopulistische Proteste in Deutschland

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Demonstrierende Menschen, eine Deutschlandflagge im Vordergrund, ein Plakat: "Rapefugees not welcome!", ein Schild mit einer durchgestrichenen Moschee.
Die Silvesternacht 2015/2016 von Köln, in der hunderte von Frauen von Tätern überwiegend aus dem nordafrikanischem Raum sexuell belästigt und einige von ihnen vergewaltigt worden waren, wirkten sich ebenso auf die Willkommenskultur in Deutschland aus wie die Terrroranschläge von Paris im November 2015 und Brüssel im März 2016: Das Ifop-Instituts in Paris kam im Frühjahr 2016 zu dem Schluss, dass immer mehr Deutsche (47 Prozent) den Eindruck hätten, man habe "bereits viele Ausländer" im Land, es sei daher "nicht möglich", noch mehr Einwanderer aufzunehmen. Im September 2015 hatte nur jeder Dritte so geantwortet. Die Universität Bielefeld stellte in der Studie "ZuGleich" vom Sommer 2016 fest, dass die Zustimmung zur Willkommenskultur von 54,7 Prozent in den Jahren 2013|2014 auf nur noch 43,4 Prozent in den Jahren 2015/2016 gesunken war. Rechtspopulisten und Rechtsextreme instrumentalisierten die Kölner Silvesternacht und sprachen fortan in rassistischem Duktus meist von "Rapefugees" und "Sex-Jihadisten", wann immer es um muslimische Männer ging. (© picture-alliance/AP)