Menschen drängen sich zur Weihnachtszeit in der Fußgängerzone von Essen.

Migration - Vom Gastarbeiter zum Menschen mit Migrationshintergrund

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Muslimische, türkische Frauen mit Kopftüchern in Köln. Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, 19.05.2007
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Schlagworte
Glaeubige , Ausländer , Menschen , religiös , Glaube , Soziales , Moslems , Kopfbedeckung , Kopfbekleidung , traditionelle , Gläubige , Migration , Weltreligionen , Weltanschauung , Gesellschaft , traditionalisten , Integration , REL , traditionell , Türkinnen , Mensch , MIGRATION , Personen , Kopftücher , Türken , religiöse , Kopftuch , Religionen , Kleidung , Religiosität , Islam , Muslim , Religion , Frau , Kopfbedeckungen , Glauben , Mode , religioes , weiblich , Moslem , Bekleidung , Muslime , BELIEF (FAITH) , weibliche , Frauen , Migranten , Person
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Überschrift 
Muslimische Frauen in...  
Personen
 
Kontinent
-
Land
Deutschland  
Provinz
Nordrhein-Westfalen
Ort
Köln
Aufnahmedatum
20070519
pixel (© picture-alliance, JOKER)
Die International Organization for Migration (IOM) schätzt, dass derzeit nahezu 200 Millionen Menschen befristet oder dauerhaft außerhalb ihrer Herkunftsländer leben. Die IOM geht davon aus, dass diese Zahl künftig im Rahmen der voranschreitenden Globalisierung weiter steigen wird. Migration ist historisch betrachtet jedoch kein neues Phänomen. Individuen, Gruppen und ganze Stämme verließen zu allen Zeiten ihre Herkunftsregionen, um sich aus den unterschiedlichsten Motiven heraus in anderen Gebieten niederzulassen. Migration ist ein fester Bestandteil der Kulturgeschichte der Menschheit.

Migration ist heute ein globales Phänomen geworden, doch die weltweiten Migrationsbewegungen folgen keinem einheitlichen Muster. Sie werden beeinflusst durch unterschiedliche nationale Regelungen der Zuwanderung, mit denen sich einzelne Länder selektiv öffnen oder schließen. Neben den politischen Rahmenbedingungen spielen ökonomische, z. B. die Struktur und Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes eine wichtige Rolle. Auch die Netzwerke von Migrantinnen und Migranten sind bedeutsam: Wenn schon eine größere Gruppe von Zuwanderern in einem Zielland lebt, folgen ihnen oft Landsleute, weil sie sich Unterstützung bei der Arbeits- und Wohnungssuche erhoffen und die Verständigung leichter fällt.

Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die Migration nach Deutschland. Ein Blick auf andere Länder wird nur zur besseren Einordnung der deutschen Besonderheiten geworfen. Zeitlich wird die Phase nach 1950 betrachtet. Die unmittelbar im Kontext von Krieg und Vertreibung stehenden Flüchtlingsströme während und nach dem Zweiten Weltkrieg werden ebenso ausgeblendet wie frühere Migrationsprozesse.[1] Neben der Darstellung der quantitativen Wanderungsbewegungen wird auch die eng mit der Migration verknüpfte Frage der Integration von Migrantinnen und Migranten ausführlich behandelt.

[1] Für einen Überblick über frühere Migrationsprozesse vgl. Oltmer (2010).

Migration - Vom Gastarbeiter zum Menschen mit Migrationshintergrund

Begriffliche Vorklärungen

Unter Migration ist eine längerfristige Verlagerung des Lebensmittelpunktes von Individuen oder Gruppen zu verstehen. Grundsätzlich ist zwischen Binnenmigration und grenzüberschreitender Migration zu unterscheiden. Die Migrationsmotive werden in Push- und Pull-Faktoren aufgeteilt. Weiter...

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Geschichte der Zuwanderung nach Deutschland nach 1950

Aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums kam es Mitte der 1950er-Jahre zu einem Arbeitskräftemangel. Die Bundesrepublik begann im Ausland Arbeitskräfte anzuwerben. Die Boomjahre der Anwerbung endeten 1973. Die Zuwanderung nahm nach der Wiedervereinigung stark ab. Weiter...

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Ausländerbeschäftigung in der DDR

Trotz einer sehr hohen Frauenerwerbstätigkeit in der DDR herrschte ein starker Arbeitskräftemangel. Daher wurden Regierungsabkommen mit anderen sozialistischen Staaten zur Anwerbung von Arbeitskräften abgeschlossen. Die ausländischen Arbeitskräfte wurden nach der Wende entlassen. Erst 1993 erhielten sie aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis. Weiter...

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Migration in anderen Ländern

Österreich und Schweiz hatten ein vergleichbares Anwerbesystem wie Deutschland: Eine dauerhafte Zuwanderung war in der Migrationspolitik nicht vorgesehen. Anders verhielt es sich bei Ländern mit kolonialen Beziehungen. Bürger der Kolonien hatten die Staatsangehörigkeit der Kolonialmacht oder konnte sie einfach erlangen. Weiter...

Materialien zum Kapitel "Migration"

Migration - Vom Gastarbeiter zum Menschen mit Migrationshintergrund

Übersiedler aus der DDR und Auswanderer aus Deutschland

DDR-Bürger, die von der DDR in die Bundesrepublik zogen, werden Übersiedler genannt. Politische Verhältnisse, aber auch der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland waren die Wanderungsmotive der DDR-Bürger. War Auswanderung in Deutschland lange kein Thema, haben anhaltende Arbeitslosigkeit und bessere Verdienstmöglichkeiten zu einer vermehrten Auswanderung aus Deutschland geführt. Weiter...

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Migrations- und Integrationspolitik

Migrations- und Integrationspolitik sind eng miteinander verbunden. Die Migrationspolitik war lange auf die Begrenzung der Zuwanderung ausgerichtet. Seit 2000 ist eine integrationspolitische Neuausrichtung festzustellen. Deutschlands Maßnahmen gehen zum Teil sogar über den international üblichen Standards hinaus. Dennoch bleibt das Problem, dass diese erst sehr spät eingeleitet worden sind. Weiter...

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Probleme der Integration

Die Einführung einer aktiven Integrationspolitik wurde in Deutschland erst sehr spät vollzogen. Versäumnisse in frühen Lebensphasen schlagen sich in niedrigerem Bildungsniveau nieder, was wiederum die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verringert. Die Versäumnisse in der Integration sind somit nur schwer und auch nur mit hohem Aufwand zu korrigieren. Weiter...

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Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Die lange Nichtanerkennung der Zuwanderung hat sich auf die Integration der Migranten ausgewirkt. Trotz des Nationalen Integrationsplans aus dem Jahr 2007 ist der Stand der Integration nicht zufriedenstellend. Es gibt nach wie vor erhebliche Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund. Weiter...

Migration - Vom Gastarbeiter zum Menschen mit Migrationshintergrund

Weiterführende Literatur

Hier finden Sie Literaturhinweise zum Kapitel "Migration - Vom Gastarbeiter zum Menschen mit Migrationshintergrund". Weiter...

 
Ausländische BevölkerungDie soziale Situation in Deutschland

Migration

Migration ist in Deutschland ein Massenphänomen. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung liegt bei knapp 19 Prozent – das sind mehr als 15 Mio. Personen. Weiter... 

Migranten, 2010.Bevölkerung

Migranten

Mitte 2010 lag der Anteil der Migranten an der Bevölkerung Europas bei 9,5 Prozent und damit deutlich über dem weltweiten Durchschnitt. Von den weltweit 214 Mio. Migranten lebten mit 70 Mio. die meisten in Europa. Weiter... 

MigrationSoziale Probleme

Migration

Im Jahr 2015 lebten weltweit 244 Millionen Menschen in Staaten, in denen sie nicht geboren wurden. Die USA sind mit Abstand das größte Einwanderungsland: 2015 lebte knapp ein Fünftel aller Migranten in den USA (19,1 Prozent). Darauf folgten Deutschland und Russland, wo 2015 jeweils rund jeder zwanzigste Migrant lebte (4,9 bzw. 4,8 Prozent). Weiter...