Menschen drängen sich zur Weihnachtszeit in der Fußgängerzone von Essen.

31.5.2012 | Von:
Stefan Hradil

Ängste und Hoffnungen

Szenarien zeigen mögliche Entwicklungen auf. Daran lassen sich manche Hoffnungen und Ängste der Menschen knüpfen. Die Jahre nach der Jahrtausendwende waren durch beide Möglichkeiten sowohl Sorge als auch Erwartungen der Bürger geprägt.

Szenarien geben mögliche Entwicklungen wieder. Daran knüpfen sich manche Hoffnungen und Ängste der Menschen. Die Jahre nach der Jahrtausendwende waren durch beides geprägt. Die im vorhergehenden Abschnitt dargestellten Negativszenarien zeigten ausschnitthaft einige Anlässe für begründete Sorgen der Bürger. Sie betrafen unter anderem einen möglichen wirtschaftlichen Niedergang infolge des demografischen Wandels, wachsende technologische und ökologische Risiken, die hohe Verschuldung öffentlicher Haushalte und die den gesamten Euroraum gefährdende Überschuldung südeuropäischer Mitgliedsländer der Europäischen Union, die wachsende Schere zwischen Reich und Arm, den internationalen Terrorismus und die Gefahren, die mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien einhergehen. Freilich waren andere Erwartungen auch durchaus zuversichtlich: Die erfolgreiche Bewältigung der Finanzmarktkrise, der wirtschaftliche Aufschwung und der Rückgang der Arbeitslosigkeit eröffnete realistische Hoffnungen auch dahingehend, dass eine Abkehr von der lange vorherrschenden kurzfristig reaktiven Politik zugunsten längerfristig aktiver Gestaltung wieder möglich werden könnte. Die beiden wahrscheinlichsten Entwicklungsrichtungen zeigten die oben aufgeführten Szenarien.