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Soziale Zusammensetzung der CDU-Mitgliedschaft


1.9.2015
Die CDU war Ende 2014 knapp hinter der SPD die zweitstärkste Partei Deutschlands. In der CDU sind Männer, Ältere, Personen mit höherer Bildung, Beamte/Angestellte im öffentlichen Dienst, Selbstständige und Katholiken stärker vertreten als in der Gesamtbevölkerung.

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Fakten



Mit 457.488 Mitgliedern war die CDU Ende 2014 knapp hinter der SPD die zweitstärkste Partei Deutschlands.

Frauen, die etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sind in allen Parteien unterrepräsentiert. In der CDU stellen sie nur ein gutes Viertel der Mitgliedschaft.

Jüngere Bürgerinnen und Bürger bis 30 Jahre sind in allen Parteien deutlich unterrepräsentiert. Bei der CDU machen sie nur ein gutes Zwanzigstel der Mitgliedschaft aus. Die größte Gruppe bilden die 71- bis 80-Jährigen, gefolgt von den 61- bis 70-Jährigen. Gut die Hälfte der CDU-Mitglieder - und damit deutlich mehr als in der Gesamtbevölkerung - ist älter als 60 Jahre.

Bürgerinnen und Bürger mit Hauptschulabschluss bzw. ohne Schulabschluss sind in allen Parteien unterrepräsentiert. Personen mit (Fach-)Abitur oder Hochschulabschluss finden sich dagegen in allen Parteien zu einem deutlich höheren Anteil als in der Bevölkerung. In der CDU-Mitgliedschaft haben 22 Prozent die Hauptschule mit oder ohne Abschluss besucht, 38 Prozent haben ein (Fach-)Hochschulstudium abgeschlossen.

Arbeiter sind in allen Parteien unterrepräsentiert, die Gruppe der Beamten bzw. Angestellten im öffentlichen Dienst ist in der Gesamtheit der Parteien dagegen fünfmal so stark wie in der Bevölkerung. In der CDU sind nur 7 Prozent der Mitglieder Arbeiter. Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst machen dagegen fast ein Drittel der Mitglieder aus und auch die Selbstständigen sind deutlich überrepräsentiert.

In der CDU gibt es mit 13 Prozent etwa so viele Gewerkschaftsmitglieder wie in der Bevölkerung insgesamt.

Katholiken sind in der CDU mit 53 Prozent weit stärker vertreten als in der Gesamtbevölkerung, deutlich unterrepräsentiert sind dagegen mit 9 Prozent die Konfessionslosen.

Datenquelle



Anzahl der Mitglieder, Alter und Geschlecht: Niedermayer, Oskar, 2015: "Parteimitglieder in Deutschland: Version 2015, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 25, Berlin".
Bildung, Beruf, Gewerkschaftsmitgliedschaft, Konfession: Spier, Tim et al. (Hrsg.), 2011: Parteimitglieder in Deutschland. Wiesbaden.

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



Informationen über die soziale Zusammensetzung der Parteimitgliedschaften liefern zunächst einmal die Mitgliederdateien der Parteien. Da die Informationen aber nur beim Parteieintritt erhoben und später nicht aktualisiert werden, sind sie nur für solche Daten zuverlässig, die sich im Zeitablauf nicht oder auf berechenbare Weise ändern, d.h. für das Geschlecht und das Alter der Mitglieder. Für andere Informationen muss daher auf die zweite Quelle von Mitgliederdaten zurückgegriffen werden: die wissenschaftlichen Mitgliederumfragen, die leider nur selten und in unregelmäßigen Abständen stattfinden. Die neueste Umfrage ist von 2009.


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