Unterorganisationen
Martin Mertens
28.8.2009
In der SPD gibt es zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, die sich mit einzelnen Politikfeldern beschäftigen oder sich an bestimmte Zielgruppen richten. Mit der Medienholding Deutsche Druck und Verlagsgesellschaft mbH führt die SPD eine lange Tradition sozialdemokratischer Unternehmen fort.
Arbeitsgemeinschaften in der SPD
Die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) ist die Jugendorganisation der SPD, in der alle Mitglieder zwischen 14 und 35 Jahren sowie interessierte junge Leute organisiert sind. Zudem existieren an vielen Universitäten hochschulpolitische Gruppen (Juso-HSG) und in einigen Kreisen und Bezirken Juso-SchülerInnengruppen (JSG).
In der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) werden kommunalpolitische Probleme erörtert und wird politische Bildungsarbeit für den kommunalen Bereich betrieben.
Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) ist die Organisation für Gewerkschaftsmitglieder, Betriebsräte und weitere betriebspolitisch engagierte Arbeitnehmer in der SPD. Hier werden vorwiegend arbeitspolitische Themen diskutiert. Die AfA ist die größte Arbeitsgemeinschaft der SPD.
Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) bemüht sich um die Gleichstellung von Frauen und Männern. Dabei rückt die Partei genauso wie die Gesellschaft in den Fokus ihres Handelns.
In der Arbeitsgemeinschaft der Älteren (AG 60plus) sind die älteren Parteimitglieder, aber auch interessierte Nichtmitglieder organisiert, um Fragen der Alters- und Sozialpolitik zu behandeln.
Die Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) sind seit 1978 in einem eigenen Arbeitskreis organisiert. Ihre vorrangigen Ziele sind die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Deutschland sowie eine breite Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft.
Politikfeldspezifische Arbeitsgemeinschaften der SPD sind die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG), die Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD (AfB) und die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ). Sie sind die Organisationen von und für Sozialdemokraten, die im Gesundheits-, bzw. Bildungs- oder Rechtswesen beschäftigt oder engagiert sind. Sie sind auch für Nichtmitglieder offen.
Bundespraesident Roman Herzog, 3. v. links, zeigt im Berliner Schloss Bellevue den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten die Amtsräume. (© AP)Die Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS) entstand aus dem Zusammenschluss sozialdemokratischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Nach der Wende wurde auch mit in der DDR verfolgten Sozialdemokraten zusammengearbeitet. Die AvS arbeitet die Geschichte des Widerstandes gegen die Gewaltherrschaft auf und hält dessen Traditionen wach. Außerdem werden Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Diktaturen organisiert.
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