People look at exit polls of the German general election shown on a huge tv-screen in front of the German parliament building Reichstag in Berlin on Sunday, Sept. 18, 2005. (ddp images/AP Photo/Julian Stratenschulte)
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Jungsozialisten und Jungsozialistinnen in der SPD (Jusos)


28.8.2009
Die Jusos gingen aus der Arbeiterjugend des frühen 20. Jahrhunderts hervor. Der zweitgrößte politische Jugendverband in Deutschland identifiziert sich nach wie vor mit dem Leitbild des demokratischen Sozialismus.

Eine Delegierte des Bundeskongresses der Jusos in Bremen geht mit Fingerzeig nach vorn über eine Fahne der SPD Jugendorganisation. Während des dreitägigen Kongresses wird unteranderem die Position zur Agenda 2010 von Bundeskanzler Gerhard Schröder diskutiert.Eine Delegierte des Bundeskongresses der Jusos in Bremen geht mit Fingerzeig nach vorn über eine Fahne der SPD Jugendorganisation. (© AP)

Die Jungsozialisten und Jungsozialistinnen in der SPD (Jusos) sind die politische Jugendorganisation der SPD. Mit etwa 70.000 Mitgliedern bilden sie den zweitgrößten politischen Jugendverband in Deutschland. Eine Mitgliedschaft bei den Jusos ist nicht an eine Mitgliedschaft bei der SPD gebunden. Allerdings sind alle Mitglieder der SPD, die jünger als 35 Jahre sind, Mitglieder der Jusos. Vorsitzende der Jusos ist seit November 2007 Franziska Drohsel.

Hervorgegangen sind die Jusos aus der Arbeiterjugendbewegung, die sich im frühen 20. Jahrhundert einerseits als Protestbewegung gegen die als schlecht empfundenen Arbeitsbedingungen der Jugendlichen und Lehrlinge erhob, andererseits als eine im Arbeitermilieu verankerte Organisation zur Freizeitgestaltung fungierte.

1920 wurden verschiedene Gruppierungen der Arbeiterjugend von der SPD als Jugendorganisation anerkannt. In der Weimarer Republik radikalisierten sich die theoretischen Ansichten breiter Teile der Jusos und überwarfen sich mit der SPD, so dass ein Parteitag die Jusos 1931 auflöste.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges bildeten sich die Jungsozialisten als Arbeitsgemeinschaft der SPD neu und bestehen in dieser Form bis heute fort.

Struktur



Die Organisation der Jusos gliedert sich in einen Bundesverband, 16 Landesverbände sowie Unterbezirksverbände und Arbeitsgemeinschaften. Die Arbeit in den Kommunen und Stadtteilen wird von den Arbeitsgemeinschaften übernommen. Sie stellen die kleinste Organisationseinheit der Jusos dar.

Die nächsthöhere Ebene sind die Unterbezirke. Zwischen diesen und den Landesverbänden existiert teils noch die Ebene der Bezirke. Die konkrete Ausgestaltung und Organisation orientiert sich an dem Vorbild der jeweiligen Organisationseinheit der SPD.

Wichtigstes beschlussfassendes Organ auf der Bundesebene ist der jährlich stattfindende Bundeskongress, der sich aus 300 Delegierten aus den Bezirken zusammensetzt. Er wählt und kontrolliert den Bundesvorstand und legt die Leitlinien der politischen Agenda fest. Der Bundesvorstand dient als ausführendes Organ für die auf dem Bundeskongress getroffenen Entschlüsse und vertritt die Jusos nach außen.

Auf allen Ebenen können Arbeitsgemeinschaften zu inhaltlichen Themen gebildet werden. Auf internationaler Ebene sind die Jusos Mitglied im internationalen Zusammenschluss junger SozialistInnen der International Union of Socialist Youth (IUSY).

Das Mitgliedermagazin "Argumente" erscheint vierteljährlich und wird vom Bundesverband herausgegeben.


 


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