People look at exit polls of the German general election shown on a huge tv-screen in front of the German parliament building Reichstag in Berlin on Sunday, Sept. 18, 2005. (ddp images/AP Photo/Julian Stratenschulte)

Organisation


28.8.2009
Wie die anderen etablierten Parteien ist auch die FDP nach Regionen und Funktionen gegliedert. Neben den Landesverbänden samt Untergliederungen gibt es Fachausschüsse und Arbeitsgruppen zu Sachfragen.

Fähnchen der FDP stehen auf den Tischen der  Delegierten des Bundesparteitages der FDP in Rostock.Fähnchen der FDP stehen auf den Tischen der Delegierten des Bundesparteitages der FDP in Rostock. (© AP)

Die FDP folgt in ihrem Aufbau dem in der Bundesrepublik typischen Muster der Parteiorganisation. Sie ist in 16 Landesverbände gegliedert, die wiederum je nach Bedarf Untergliederungen (meist Bezirks-, Kreis- und Ortsverbände) einrichten können. Der Sitz der Partei ist Berlin.

Parteigremien auf Bundesebene



Das oberste Organ der Bundespartei ist der aus 662 Delegierten bestehende Bundesparteitag. Dieser findet jährlich statt und wird vom Bundesvorstand einberufen, der auch für die Festlegung der Tagesordnung verantwortlich ist. Auf dem Bundesparteitag werden die grundsätzlichen Positionen sowie organisatorische Regelungen der FDP festgelegt und der Bundesvorstand gewählt.

Der Bundesvorstand besteht zunächst aus dem Präsidium, das die Beschlüsse des Vorstandes durchführt und dessen laufende Geschäfte erledigt. Das Präsidium setzt sich aus dem Bundesvorsitzenden und seinen drei Stellvertretern, dem Bundesschatzmeister, dem Vorsitzenden der Bundestagsfraktion und seinem Stellvertreter, drei Beisitzern, einem Vertreter der Europaabgeordneten der FDP und dem Generalsekretär sowie ggf. weiteren Mitgliedern zusammen.

Des Weiteren sind dem Bundesvorstand 34 weitere Beisitzer sowie die FDP-Bundesminister, FDP-Ministerpräsidenten und Mitglieder der Europäischen Kommission aus den Reihen der FDP zugehörig. Die Amtsdauer der gewählten Organe beträgt zwei Jahre.

Sonderorganisationen der FDP



Als Sonderorganisationen der FDP existieren darüber hinaus Fachausschüsse und Arbeitsgruppen, deren Vorsitzende vom Bundesvorstand berufen werden und ihn in bestimmten Sachfragen beraten sollen. Seit 1990 besteht außerdem die "Bundesvereinigung Liberaler Frauen", der auch Frauen außerhalb der FDP beitreten können.

Seit 1983 sind die Jungen Liberalen (Julis) die offizielle Jugendorganisation der FDP. Zuvor hatte sich die Partei nach dem Koalitionswechsel zur Union von den linksliberalen Jungdemokraten getrennt.

Friedrich-Naumann-Stiftung und Parteizeitschrift "liberal"



Mit der Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS) verfügt die FDP über eine parteinahe Stiftung, die zwar keine Suborganisation der Partei darstellt, mit der sie jedoch inhaltlich und personell verbunden ist.

Die FNS wurde 1958 auf Betreiben des ersten FDP-Vorsitzenden Theodor Heuss gegründet und hat unter anderem die Aufgabe, die politische Bildung sowie die Erforschung der Geschichte politischer Parteien zu fördern.

Der Vorstand der FNS gibt seit 1991 die Zeitschrift "liberal" heraus. Diese wurde 1958 mit dem Ziel gegründet, eine Plattform für die innerparteiliche Diskussion über die Entwicklung des modernen Liberalismus zu bieten.

Aktuell



Bundesparteivorsitzender der FDP ist seit Mai 2001 Guido Westerwelle. Generalsekretär ist seit Mai 2005 Dirk Niebel, Schatzmeister ist ebenfalls seit Mai 2005 Hermann Otto Solms.

Literatur



Deutscher Bundestag, 2009: Bekanntmachung von Rechenschaftsberichten politischer Parteien für das Jahr 2007, 1. Teil – Bundestagsparteien (Drucksache 16/12550). »www.bundestag.de« (20.08.2009)

Dittberner, Jürgen, 2005: Die FDP, Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven. Eine Einführung, Wiesbaden.

Oberreuter, Heinrich, 2000: Die politischen Parteien in Deutschland, Geschichte, Programmatik, Organisation, Personen, Finanzierung, München.

Vorländer, Hans, 1992: Die Freie Demokratische Partei, in: Mintzel, Alf/Oberreuter, Heinrich (Hrsg.): Parteien in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 266-318.


 


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