Die Jungen Liberalen
David Teller
28.8.2009
Die Jungen Liberalen e.V. (JuLis) sind der eigenständige Jugendverband der FDP. Sie verstehen sich als Vertreter liberaler Grundwerte mit besonderem Jugendbezug. Die Zahl der Mitglieder der JuLis beträgt nach eigenen Angaben von 2009 über 9.600. Mitglied können Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 35 Jahren auch ohne Parteimitgliedschaft werden. Einschränkungen ergeben sich ab einem Alter von 16 Jahren, ab dem für die Beteiligung an bestimmten Wahlen die Zugehörigkeit zur FDP vorausgesetzt wird. Bundesvorsitzender ist seit 2005 Johannes Vogel.
Die JuLis gründeten sich 1980 auf Initiative junger FPD-Mitglieder, die sich durch den damaligen Jugendverband der Deutschen Jungdemokraten (Judos) nicht mehr repräsentiert fühlten. Nach dem Scheitern der sozial-liberalen Koalition unter Helmut Schmidt im Jahr 1982 verließen zahlreiche Mitglieder und Funktionäre der Judos die FDP, sodass die JuLis 1983 als neue Jugendorganisation anerkannt wurden.
Noch vor der Wiedervereinigung von BRD und DDR gingen die JuLis mit der in der DDR gegründeten JungLiberalenAktion (JuLiA) ein Bündnis ein und fungieren seitdem als bundesweit agierender Jugendverband der FDP.
Struktur
Die JuLis gliedern sich in einen Bundesverband, 16 Landesverbände sowie in Bezirks-, Kreis- und Ortsverbände. Auf Bundesebene ist die mindestens einmal jährlich stattfindende Bundesdelegiertenkonferenz, der "Bundeskongress", das oberste Beschlussorgan der JuLis.
Der Bundeskongress wählt den Bundesvorstand und beschäftigt sich in Anträgen mit politischen Leitlinien. Der Bundesvorstand führt die auf den Bundeskongressen beschlossenen Anträge aus und erledigt die laufenden organisatorischen Aufgaben des Bundesverbandes.
Zwischen den Bundeskongressen ist der erweiterte Bundesvorstand, der sich aus dem Bundesvorstand und je einem Vertreter der Landesvorstände zusammensetzt, das höchste Entscheidungsgremium der JuLis. Die Vertretung der Jungen Liberalen nach außen obliegt dem Bundesvorsitzenden oder den jeweiligen Stellvertretern.
Zu spezifischen Themen können Bundesarbeitskreise eingerichtet werden, die den Bundesvorstand programmatisch unterstützen sollen. Die Landesverbände wählen die Delegierten für den Bundeskongress und verfügen über eine eigene Satzung, welche die nähere Organisation regelt.
Die Tätigkeiten der Landesverbände konzentrieren sich ansonsten auf den Bereich der Landespolitik. Die Organisation auf Kreis- und Ortsebene orientiert sich an der Mutterpartei. Auf der internationalen Ebene sind die JuLis Mitglied der IFLRY (International Federation of Liberals and Youth) und des LYMEC (Liberal and radical Youth Movement of the European Community). Das Mitgliedermagazin "jung+liberal" wird vierteljährlich vom Bundesverband herausgegeben.
Politische Ausrichtung
Die JuLis verstehen sich als Vertreter liberaler Grundwerte mit besonderem Jugendbezug. Auf der Homepage heißt es in diesem Zusammenhang: "Die Basis für die Politik der JuLis sind die liberalen Grundwerte. Sie geben dem Individuum den Vorrang vor Gruppen, Verbänden und dem Staat. Der Ausbau der Freiheit in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft stehen im Vordergrund unseres Handelns. [...] Unsere Politik beruht auf der Toleranz gegenüber Andersdenkenden; absolute Wahrheiten gibt es für Junge Liberale nicht." Und weiter: "Darum verstehen sich die JuLis auch als liberale Lobby der Jugend."
Die Julis haben sich 2008 ein neues Grundsatzprogramm mit dem Titel "Humanistischer Liberalismus - für die Zukunft gedacht" gegeben. Ins Zentrum dieses Programms stellen sie die Freiheit, die Voraussetzung für die Würde des Menschen ist. "Freiheit bedeutet für uns, dass Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit selbstbestimmt und eigenverantwortlich zusammen leben können."
Literatur
Junge Liberale, 2009: Die Geschichte der Julis. »http://www.julis.de/wirjulis/geschichte« (25.08.2009)
Junge Liberale, 2009: Grundsatzprogramm, Humanistischer Liberalismus - für die Zukunft gedacht. »http://www.julis.de/inhalte/grundsatzprogramm« (25.08.2009)
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