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Soziale Zusammensetzung der Mitgliedschaft der LINKEN


1.9.2015
Die Linkspartei war Ende 2014 die viertgrößte Partei Deutschlands. In der LINKEN sind Männer, Ältere, Personen mit höherer Bildung, Beamte/Angestellte im öffentlichen Dienst, Gewerkschaftsmitglieder und Konfessionslose stärker vertreten als in der Gesamtbevölkerung.

Soziale Zusammensetzung der Mitgliedschaft der Partei DIE LINKE.Klicken Sie auf die Grafik, um das PDF zu öffnen. (bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Fakten



Mit 60.551 Mitgliedern war die Linkspartei Ende 2014 die viertgrößte Partei Deutschlands.

Die Frauen, die etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sind in allen Parteien unterrepräsentiert. Mit gut 37 Prozent hat DIE LINKE nach den Grünen den höchsten Frauenanteil.

Jüngere Bürgerinnen und Bürger bis 30 Jahre sind in allen Parteien deutlich unterrepräsentiert. Bei der Linkspartei machen sie nur gut ein Zehntel der Mitgliedschaft aus. Die größte Gruppe bilden die 51- bis 60-Jährigen, gefolgt von allen Altersgruppen über 60 Jahre. Über die Hälfte der Linken-Mitglieder - und damit deutlich mehr als in der Gesamtbevölkerung - ist älter als 60 Jahre.

Bürgerinnen und Bürger mit Hauptschulabschluss bzw. ohne Schulabschluss sind in allen Parteien unterrepräsentiert. Personen mit (Fach-)Abitur oder Hochschulabschluss finden sich dagegen in allen Parteien zu einem deutlich höheren Anteil als in der Bevölkerung. In der Mitgliedschaft der Linken haben 19 Prozent die Hauptschule mit oder ohne Abschluss besucht, 46 Prozent haben ein (Fach-)Hochschulstudium abgeschlossen.

Arbeiter sind in allen Parteien unterrepräsentiert, die Gruppe der Beamten bzw. Angestellten im öffentlichen Dienst ist in der Gesamtheit der Parteien dagegen fünfmal so stark wie in der Bevölkerung. Die Linkspartei hat mit 19 Prozent noch den höchsten Arbeiteranteil aller Parteien, Beamte/Angestellte im öffentlichen Dienst machen ein Drittel der Mitglieder aus.

Mit 32 Prozent hat die Linke nach der SPD den zweithöchsten Anteil an Gewerkschaftsmitgliedern.

Fast vier Fünftel der Linken-Mitgliedschaft sind Konfessionslose, die damit im Vergleich zur Bevölkerung extrem überrepräsentiert sind.

Datenquelle



Anzahl der Mitglieder, Alter und Geschlecht: Niedermayer, Oskar, 2015: "Parteimitglieder in Deutschland: Version 2015, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 25, Berlin".
Bildung, Beruf, Gewerkschaftsmitgliedschaft, Konfession: Spier, Tim et al. (Hrsg.), 2011: Parteimitglieder in Deutschland. Wiesbaden.

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



Informationen über die soziale Zusammensetzung der Parteimitgliedschaften liefern zunächst einmal die Mitgliederdateien der Parteien. Da die Informationen aber nur beim Parteieintritt erhoben und später nicht aktualisiert werden, sind sie nur für solche Daten zuverlässig, die sich im Zeitablauf nicht oder auf berechenbare Weise ändern, d.h. für das Geschlecht und das Alter der Mitglieder. Für andere Informationen muss daher auf die zweite Quelle von Mitgliederdaten zurückgegriffen werden: die wissenschaftlichen Mitgliederumfragen, die leider nur selten und in unregelmäßigen Abständen stattfinden. Die neueste Umfrage ist von 2009.


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